Vrboska – ACI-Marina Vrboska

Liegeplätze und Infrastruktur der ACI Marina Vrboska

Die ACI Marina Vrboska liegt im äußeren Teil der langen, schmalen Bucht an der Nordküste Hvars. Aktuelle Ortsinformationen und ACI-Unterlagen nennen 119 Wasserliegeplätze; der veröffentlichte ACI-Bestand weist zusätzlich 17 Landplätze aus. Die Marina ist ganzjährig geöffnet, doch jeder Platz muss nach Länge, Breite und Tiefgang bestätigt werden.

Die Wasserliegeplätze verfügen über Wasser und Strom; ACI nennt Anschlüsse bis 63 Ampere. Sanitäranlagen mit Toiletten, Duschen und barrierefreiem Bereich, Rezeption, WLAN, Wäscherei und Parkplatz gehören zur Marina. Restaurants und Lebensmittelgeschäfte liegen im nahen Ort, dessen innere Kais nicht mit den ACI-Stegen gleichgesetzt werden dürfen.

Für kleinere Boote steht ein Kran mit fünf Tonnen Tragfähigkeit zur Verfügung. Die begrenzte Zahl an Landplätzen ersetzt keinen großen Werftbetrieb, und ein Travellift wird nicht ausgewiesen. Hub, Reparatur, Rumpfarbeit und Winterlager müssen deshalb nach Gewicht, Abmessungen und gewünschter Leistung vorab mit der Marina vereinbart werden.

Die schmale Bucht bietet guten natürlichen Schutz, erzeugt jedoch ein langes, stellenweise enges Fahrwasser. Ortsboote, Stadtkais, kleine Brücken und die ACI-Anlage besitzen unterschiedliche Funktionen. Besonders bei Gegenverkehr oder starkem Seitenwind ist die Einweisung der Marina zu beachten; freie innerörtliche Kaimauer darf nicht als ACI-Gastplatz interpretiert werden.

Die Tankstelle für Boote befindet sich neben dem Kran im Marinabereich. Sie liegt getrennt von den regulären Liegeplätzen. Aktuelle Öffnungszeiten, Kraftstoffsorten, Wassertiefe und Betriebsbereitschaft sollten vor dem Einlaufen bestätigt werden, insbesondere außerhalb der Hauptsaison.

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Anreise und Einkaufen

Vrboska zwischen Wehrkirche und Sardinenfabrik

Ein Hafen für Vrbanj

Vrboska entwickelte sich im 15. Jahrhundert als Hafen des landeinwärts gelegenen Dorfs Vrbanj. Diese Verbindung liefert eine Erklärung für den Ortsnamen; eine andere führt ihn auf das lateinische „verboscam“ für einen bewaldeten Ort zurück. Die lang gestreckte Bucht teilte die Siedlung in Pjaca und Podva.

Kleine Steinbrücken verbanden beide Ufer, während die Insel Škojić als markanter Punkt in der Mitte des Hafenraums blieb. Gotische, Renaissance- und Barockhäuser entstanden entlang des Wassers, ohne dass die schmale Grundform der Siedlung verloren ging.

Eine Kirche wird zur Festung

Die Kirche der heiligen Maria entstand in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts zunächst als einschiffiger gotischer Bau. Beim Angriff Uluz Alijas 1571 wurde sie schwer beschädigt. Vier Jahre später erhielt sie hohe Mauern, Türme und dreieckige Bastionen und wurde zur Zuflucht für die gesamte Bevölkerung ausgebaut.

Die Befestigung bewährte sich nach einer schriftlichen Nachricht bereits 1579 bei einem weiteren Angriff. Weil die Anlage später kaum grundlegend verändert wurde, gilt sie heute als eine der am besten erhaltenen Wehrkirchen Dalmatiens. In der Nacht von Gründonnerstag auf Karfreitag ist sie Station der UNESCO-geschützten Prozession „Za Križen“.

Sardinen, Lampen und Holzfässer

Fischerei trug wesentlich zum Wachstum Vrboskas bei. Eine 1894 von einer Triester Gesellschaft gegründete Sardinenfabrik verarbeitete den Fang bis 1972. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts ergänzten eine Holzschiffswerft, Fischereigesellschaften und regelmäßige Schiffsverbindungen nach Split und Brač den Betrieb.

Das 1972 gegründete Fischereimuseum bewahrt Netze, Haken, Harpunen, Werkzeuge zum Flicken und Holzfässer für Salzfisch. Alte Lampen dokumentieren den Fang kleiner Schwarmfische „pod sviću“: Brennendes Kiefernholz auf einem Gitter am Bug lockte die Fische nachts an die Oberfläche. Damit wird eine Arbeitsweise sichtbar, die das Ortsbild und seinen früheren Wohlstand unmittelbar prägte.

Restaurants und Hotels in der Nähe