Split – Marina Zenta

Liegeplätze und Infrastruktur im Hafen Zenta

Zenta ist heute ein öffentlicher Hafen lokaler Bedeutung unter der Lučka uprava Splitsko-dalmatinske županije. Damit ist die frühere Bezeichnung als private „Marina Zenta“ überholt. Neben Dauerliegeplätzen nimmt der Hafen nach vorheriger Anfrage auch Boote für einen Tagesaufenthalt auf; freie Plätze und passende Abmessungen bestätigt der diensthabende Hafenmitarbeiter.

Der Betreiber veröffentlicht keine verlässliche aktuelle Gesamtzahl der Liegeplätze. Die Zuweisung richtet sich nach Länge, Breite und der jeweiligen Platzkategorie. Wasser und Strom werden für Dauer-, Monats- und Tagesnutzer nach Tarif angeboten; bei Aufenthalten bis zwei Stunden ist ihre Nutzung ausdrücklich ausgeschlossen. Strom darf am Dauerliegeplatz nur in Anwesenheit und unter Aufsicht des Eigners angeschlossen bleiben.

Zur Servicezone gehören eine Hebeeinrichtung, Trockenliegeplätze, Hochdruckreiniger, Bootstransport und Hafengestelle. Ein selbstfahrender hydraulischer Transportwagen trägt bis 30 Tonnen, der Gabelstapler bis fünf Tonnen. Diese Werte sind nicht automatisch die Tragfähigkeit der Hebeeinrichtung. Hubtermine müssen mindestens drei Tage zuvor angemeldet und für das konkrete Boot bestätigt werden.

Parken im zentralen Hafenbereich ist zeitweise oder per Nutzerkarte möglich. Getrennte Sammelstellen nehmen Hausmüll sowie Altöl, Filter, ölhaltige Tücher, Farbbehälter und Batterien auf. Öffentlich zugängliche Sanitäranlagen mit Duschen und Toiletten werden in den aktuellen Hafenunterlagen nicht verlässlich ausgewiesen und müssen vor einem Tagesaufenthalt erfragt werden.

Eine Tankstelle für Boote gibt es in Zenta nicht. Kraftstoff ist an einem geeigneten Tankkai im Stadthafen Split aufzunehmen. Vor der Fahrt dorthin sollten Betreiber, aktuelle Öffnungszeiten, Kraftstoffsorten, Wassertiefe und mögliche Verkehrs- oder Liegebeschränkungen bestätigt werden.

Bitte kontaktieren Sie uns wenn Sie Fragen hinsichtlich der Verfügbarkeit haben!

Anreise und Einkaufen

Ansicht von Split – Marina Zenta
Ansicht von Split – Marina Zenta. Foto: dronepicr / Wikimedia Commons, Lizenz CC BY 2.0.

Zenta, ein Hafenname mit Erinnerung

Warum die Bucht Zenta heißt

Der Name Zenta ist an diesem Küstenabschnitt vergleichsweise jung. Nach den Recherchen des Spliter Toponomasten Perislav Petrić erinnert er an die Gefallenen des österreichisch-ungarischen Kreuzers SMS Zenta; vermutlich trug zunächst ein Riff den Namen, bevor er auf Bucht und Hafen überging.

Der Kreuzer wurde am 16. August 1914 vor Antivari, dem heutigen Bar in Montenegro, von einer weit überlegenen französisch-britischen Flotte gestellt und versenkt. Damit bewahrt ein alltäglicher Spliter Ortsname die Erinnerung an eines der frühen Seegefechte des Ersten Weltkriegs in der Adria.

Vom Sporthafen zum öffentlichen Hafen

Über Jahrzehnte war Zenta vor allem als Sporthafen und Standort mehrerer Wassersportvereine bekannt. Nach dem Auslaufen früherer Nutzungsrechte übernahm zunächst die regionale Hafenverwaltung vorübergehend die Aufsicht. Die Änderung der Raumplanung und Hafeneinstufung machte Zenta anschließend zu einem Hafen des öffentlichen Verkehrs lokaler Bedeutung.

Dieser Statuswechsel erklärt das heutige Nebeneinander von kommunalen Liegeplätzen, Vereinsflächen, Trockenlager, Servicezone und kurzen Tagesaufenthalten. Er bedeutet jedoch nicht, dass daraus eine klassische Touristenmarina mit frei buchbaren Stegen entstanden ist. Die Anlage bleibt ein stark lokal genutzter Arbeits- und Sporthafen.

Picigin im flachen Wasser

Westlich von Zenta liegen Firule und Bačvice, Splits bekanntester Sandstrand. Bačvice wurde 1919 offiziell zum Stadtstrand erklärt. Sein außergewöhnlich flaches Wasser schuf den idealen Raum für Picigin, ein Ballspiel, bei dem mehrere Spieler einen kleinen Gummiball mit spektakulären Sprüngen möglichst lange in der Luft halten.

Der Ball wird traditionell aus einem alten Tennisball hergestellt: Filz und Kleber werden entfernt, anschließend wird der Gummikern von Hand gleichmäßig abgeschliffen. Picigin wird auch im Winter gespielt und ist als immaterielles Kulturgut geschützt. Es ist damit keine für Besucher erfundene Strandanimation, sondern eine selbstorganisierte Spliter Stadtkultur.

Restaurants und Hotels in der Nähe