Split – Marina Mornar

Liegeplätze und Infrastruktur der Sportska luka Mornar

Mornar in der Uvala Baluni ist ein Sporthafen besonderer Bestimmung und keine frei buchbare touristische Marina. Die 2024 neu geordnete Anlage verfügt nach den veröffentlichten Angaben über insgesamt 91 Liegeplätze. Sie dient dem Verwahren und Unterhalten privat genutzter, im kroatischen Schiffsregister eingetragener Boote von Mitgliedern des konzessionsnehmenden Vereins.

Dauer- und zeitweise Nutzungsrechte werden innerhalb des Vereins vergeben; ein freier Platz ist daher nicht mit einem regulären Gastliegeplatz gleichzusetzen. Die genaue zulässige Bootslänge, Breite und Tiefe je Platz ist öffentlich nicht verlässlich aufgeschlüsselt. Eine Einfahrt ohne vorherige Abstimmung mit dem Hafenbetreiber sollte nicht als möglich vorausgesetzt werden.

Öffentlich belastbare Angaben zu Wasser und Strom an jedem Liegeplatz fehlen ebenso wie eine aktuelle Leistungsbeschreibung öffentlich zugänglicher Sanitäranlagen. Auch Kran, Travellift, Werkstatt und Landlager sind nicht als allgemein buchbare Marinaangebote dokumentiert. Ende 2025 befanden sich zusätzliche Trockenliegeflächen und eine eigene Hebeeinrichtung nach Angaben des Konzessionärs noch im Aufbau.

Die Sportska luka liegt neben weiteren Vereins- und Marinabecken am westlichen Rand des stark befahrenen Stadthafens. Zufahrten, Stege und technische Einrichtungen haben unterschiedliche Betreiber. Zugang, Parken, Sanitär, Wasser, Strom und jede Hilfe bei Reparatur oder Landnahme müssen deshalb vorab direkt mit Mornar geklärt werden.

Eine öffentlich zugängliche Tankstelle für Boote gibt es im Sporthafen nicht. Die nächstgelegene Tankstelle am Wasser liegt im westlichen Bereich des Stadthafens nahe der ACI Marina. Vor dem Anlegen sind Betreiber, aktuelle Öffnungszeiten, Kraftstoffsorten, Wassertiefe und der sichere Zugang im Hafenverkehr zu bestätigen.

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Mornar und die Wassersportgeschichte von Split

Vom Marineverein zum Sportzentrum

Die Wurzeln des Sportverbands Mornar reichen in die ersten Nachkriegsjahre zurück. Bereits 1951 besaß der Verein in der Bucht eine provisorische Schwimmsteganlage, ein Becken und Bootshallen. Unter seinem Dach entwickelten sich Segeln, Schwimmen, Wasserball und Unterwassersport zu eigenständigen Abteilungen.

Die Lage war dafür entscheidend: Baluni verbindet einen geschützten Uferraum mit dem offenen Spliter Revier. Anders als eine kommerzielle Marina entstand Mornar als Trainings-, Lager- und Vereinsgelände. Diese Herkunft ist bis heute an den Sportbooten, kleinen Arbeitsflächen und der engen Nachbarschaft verschiedener Clubs ablesbar.

Eine Segelschule mit olympischer Bilanz

Der Segelclub Mornar wurde 1948 gegründet. Über Jahrzehnte brachte er Olympiateilnehmer, internationale Medaillengewinner und Trainer hervor. Die Stadt Split zeichnete den Club für seine sportlichen Erfolge, die Nachwuchsarbeit und die Organisation bedeutender Regatten aus.

Einen besonderen Platz in der kroatischen Sportgeschichte erhielt Mornar 2016: Tonči Stipanović gewann in Rio in der Laser-Klasse Silber und damit die erste olympische Segelmedaille des unabhängigen Kroatien. Der Erfolg stand nicht isoliert, sondern folgte auf eine lange Vereinsarbeit mit mehreren Olympiagenerationen.

Drei Weltmeisterschaften in einer Saison

2017 war Mornar Gastgeber von drei Weltmeisterschaften der Laser-Klassen: für die offene Klasse, die Radial-Masters und die Masters. Eine solche Folge großer Regatten erforderte nicht nur ein geeignetes Revier, sondern auch Vermessung, Wettfahrtleitung, Sicherungsboote und Infrastruktur an Land.

Im selben Jahr erhielt der Club eine Gruppen-Auszeichnung der Stadt Split. Damit wurde neben den Resultaten ausdrücklich gewürdigt, dass über die Segelschule mehrere tausend Kinder den Umgang mit Boot, Wind und Meer gelernt hatten. Der kleine Sporthafen ist deshalb weniger Sehenswürdigkeit als eine weiterhin genutzte Institution der Spliter Sportkultur.

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