Milna – Marina Vlaska Milna - Brac
Liegeplätze und Versorgung der Marina Vlaška
Die Marina Vlaška liegt in einer Seitenbucht am nördlichen Rand der Einfahrt nach Milna. Das kroatische Tourismusministerium führt die Anlage mit 74 Wasserliegeplätzen; ein kommunales Entwicklungsdokument nennt zusätzlich 16 Landplätze. Aktuelle Hafenverzeichnisse beschreiben dagegen 71 nutzbare Wasserplätze an drei Pontons. Die konkrete Verfügbarkeit und die zulässigen Schiffsmaße müssen deshalb direkt bestätigt werden.
Nach übereinstimmenden aktuellen Hafenverzeichnissen besitzen die Wasserliegeplätze Anschlüsse für Wasser und Strom. Die Tiefe wird je nach Position mit etwa einem bis acht Metern angegeben, an den Pontons überwiegend mit mehr als vier Metern. Diese Werte ersetzen keine individuelle Platzzuweisung nach Länge, Breite und Tiefgang.
Sanitäranlagen mit Toiletten und Duschen, WLAN, Parkplatz sowie begrenzte Wartungsleistungen werden von Buchungs- und Hafenverzeichnissen genannt. Eine belastbare aktuelle Betreiberbeschreibung zu Werkstatt, Kran oder Travellift ist jedoch nicht erreichbar. Auskranen, Landlager und technische Arbeiten dürfen daher nur nach direkter Bestätigung eingeplant werden.
Der Fußweg entlang der Bucht führt in knapp einem Kilometer zum Zentrum von Milna mit Geschäften, Markt und Gastronomie. Die Marina liegt zwischen Kiefern und ist ganzjährig gelistet. Besetzung, Rezeptionszeiten und die Aufnahme von Gastliegern können saisonal oder durch dauerhaft belegte Plätze eingeschränkt sein.
Einige Buchungsportale kennzeichnen eine Tankstelle, nennen aber weder einen eindeutig belegten Tanksteg innerhalb der Marina noch verlässliche Betriebsdaten. Die bekannte Bootstankstelle liegt weiter innen an der Südseite der Bucht von Milna. Vor dem Tanken sind Standort, Öffnungszeiten, Kraftstoffsorten und Wassertiefe unmittelbar zu prüfen.
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Die Bucht Vlaška und der Kampf um die Splitska vrata
Die größte Festung auf Brač
Auf dem Kap Zaglav westlich von Vlaška steht die Baterija, die größte erhaltene Befestigungsanlage der Insel Brač. Französische Truppen ließen sie 1806 errichten, um die Splitska vrata zwischen Brač und Šolta zu kontrollieren. Für die Bauarbeiten wurden 150 Inselbewohner herangezogen. Zunächst standen dort vier, später sechs Geschütze.
Der unregelmäßig fünfeckige Grundriss mit hohen, zugespitzten Mauern ist noch vollständig ablesbar. Im Inneren blieben vier Räume erhalten; eine gewölbte Treppe führt zur erhöhten Beobachtungs- und Geschützstellung. Die Seeseite wurde durch einen Erdwall verstärkt.
Fünf Signalfeuer und die Brigg Alexander
Im Dezember 1806 versuchte eine französische Flottille, die russische Aufklärungsbrigg Alexander abzufangen. Bewohner von Brač, die mit den französischen Reformen unzufrieden waren, warnten deren Kommandanten Ivan Skolavski. Fünf Feuer auf den Höhen signalisierten ihm die Zahl der herannahenden Fahrzeuge.
Nach einem mehrstündigen Gefecht wurde ein französisches Kanonenboot versenkt und ein weiteres schwer beschädigt. Die russische Seite setzte anschließend die Batterie außer Gefecht und besetzte Brač. Bereits der Frieden von Tilsit beendete diese Episode im Juli 1807; danach kehrte die Insel noch für sechs Jahre unter französische Verwaltung zurück.
Mrduja als spielerischer Grenzfall
Mitten in den Splitska vrata liegt das kleine Eiland Mrduja. Eine lokale Legende macht es zum ewigen Streitobjekt zwischen Brač und Šolta. Daraus entstand das heutige „Tauziehen um Mrduja“: Boote beider Inseln legen ein Seil um das Eiland und erklären die Seite zum Sieger, zu der es symbolisch gezogen wird.
Das Fest ist keine tatsächliche Grenzvermessung, sondern eine gemeinsam gepflegte Inszenierung zweier Inselgemeinden. Zusammen mit der Baterija zeigt Mrduja zwei sehr verschiedene Arten, denselben engen Seeweg zu deuten: 1806 als militärisch umkämpfte Zufahrt nach Split, heute als Bühne einer humorvollen Nachbarschaftsrivalität.