Krvavica – Marina Ramova
Liegeplätze und Versorgung der Marina Ramova
Die Marina Ramova liegt in Krvavica an der Makarska-Riviera. Die detaillierte Liegeplatzseite des Betreibers weist 160 kommerzielle Wasserliegeplätze im zentralen Becken, 35 reservierte Sportliegeplätze im östlichen Becken und 60 Landplätze aus, zusammen 255 Plätze. Eine andere Betreiberseite nennt dagegen 254 Plätze und 40 Landplätze. Diese widersprüchlichen Angaben sollten bei einer konkreten Reservierung unmittelbar mit der Marina geklärt werden.
Die Einfahrt des zentralen Beckens ist ungefähr 18 Meter breit, die größte angegebene Wassertiefe beträgt 6,5 Meter. Wasser und Strom liegen an Versorgungssäulen im Abstand von etwa 15 Metern; genannt werden 16- und 32-Ampere-Anschlüsse sowie münzbetriebene Wasserentnahme. Sanitäranlagen mit Toiletten und Duschen befinden sich in beiden Wasserliegeplatzbereichen.
Der aktuelle technische Überblick nennt einen Travellift mit 50 Tonnen Tragfähigkeit, einen 20-Tonnen-Kran und eine maximale Aufnahmebreite von sieben Metern im Servicebereich. Frühere Betreiberangaben führen teilweise andere Hebekapazitäten auf. Maße, Gewicht, Hubtermin und die tatsächlich verfügbare Anlage müssen deshalb vor einer Landnahme verbindlich bestätigt werden.
Zum Gelände gehören bewachte Parkplätze, Rezeption, WLAN und gastronomische Angebote in der Umgebung. Der Betreiber nennt eine rund um die Uhr besetzte Wache am Wasser. Die veröffentlichten Angaben zur maximalen Schiffslänge reichen je nach Betreiberseite von 16 bis 23 Metern; die Liegeplatzzusage muss daher stets auf den vollständigen Bootsmaßen beruhen.
Eine Tankstelle für Boote wird in den aktuellen offiziellen Leistungs- und Liegeplatzbeschreibungen nicht als Einrichtung der Marina ausgewiesen. Die nächstgelegene geeignete Tankstelle am Wasser, ihre Öffnungszeiten, Kraftstoffsorten und die sichere Ansteuerung müssen vor dem Aufenthalt bei der Marina erfragt werden.
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Krvavica und das schwebende Kinderkurheim
Ein Ring über dem Kiefernwald
Unweit des Hafens steht eines der ungewöhnlichsten Bauwerke der Makarska-Riviera: das ehemalige maritime Kinderkurheim von Krvavica. Der Architekt Rikard Marasović legte die Schlaf- und Behandlungsräume in einen kreisförmigen Baukörper, der auf Stützen über einem niedrigeren, L-förmigen Erdgeschoss zu schweben scheint. Das Haus wurde so zwischen Kiefernwald, Kiesstrand und Biokovo-Hang eingefügt, dass Licht und zirkulierende Seeluft Teil seines therapeutischen Konzepts wurden.
Im Ring lagen die Bereiche der Kinder, während das Erdgeschoss gemeinschaftliche Funktionen wie Speisesaal, Spiel- und Aufenthaltsräume aufnahm und sich nach außen öffnete. Die klare Trennung der Ebenen war damit nicht nur eine formale Idee, sondern ordnete den Tagesablauf und verband die Innenräume gezielt mit dem geschützten Freiraum.
Sanatorium für Atemwegserkrankungen
Marasović entwickelte das Projekt zu Beginn der 1960er Jahre; gebaut wurde es 1963 und 1964. Vorgesehen war die Anlage vor allem für Kinder mit Atemwegserkrankungen aus Familien, die über die damalige Militärversicherung versorgt wurden. Sonne, Meeresluft und Bewegung waren Bestandteil einer Medizin, die Architektur und Landschaft bewusst als Behandlungsmittel einsetzte.
Die ungewöhnliche Kreisform entstand deshalb nicht als bloßes Wahrzeichen. Sie ermöglichte unterschiedlich orientierte Zimmer, kurze Wege und eine starke Belichtung, ohne den Boden vollständig zu versiegeln. Das Gebäude gehört zu den prägnanten Beispielen der jugoslawischen Nachkriegsmoderne an der Adriaküste.
Wiederentdeckung und Denkmalschutz
Nach mehreren Nutzungsänderungen verlor das Haus seine ursprüngliche Funktion und wurde gegen Ende des 20. beziehungsweise zu Beginn des 21. Jahrhunderts aufgegeben. Seit 2008 dokumentieren Architekten und Denkmalpfleger seine Bedeutung erneut. 2012 wurde der Komplex als Kulturgut geschützt.
Der Schutzstatus hat den baulichen Verfall bislang nicht vollständig beendet. Gerade dieser Gegensatz macht Krvavica zu einem wichtigen Fall der kroatischen Denkmaldebatte: Ein international beachtetes Werk der Moderne ist erhalten, seine künftige Nutzung und dauerhafte Sicherung sind jedoch weiterhin offen. Das verlassene Gebäude ist kein regulär erschlossenes Museum; sein Zustand und mögliche Zugangsbeschränkungen müssen respektiert werden.