Korcula – ACI-Marina Korcula
Liegeplätze und Versorgung der ACI Marina Korčula
Die ACI Marina Korčula liegt direkt östlich der befestigten Altstadt. Aktuelle ACI-Unterlagen nennen 159 Wasserliegeplätze und 16 Plätze an Land. Nach vorheriger Absprache können Yachten bis etwa 40 Meter Länge aufgenommen werden; der zugewiesene Platz richtet sich nach Länge, Breite und Tiefgang.
An den Liegeplätzen stehen Wasser und Strom zur Verfügung. Sanitäranlagen mit Toiletten und Duschen umfassen einen barrierefrei nutzbaren Bereich. Zur weiteren Ausstattung gehören Rezeption, WLAN, Wäscherei, Restaurant, Geschäfte für Lebensmittel und nautischen Bedarf sowie Parkplätze.
Eine Werkstatt übernimmt Wartungs- und Reparaturarbeiten. Für das Aus- und Einwassern steht ein Kran mit zehn Tonnen Tragfähigkeit bereit. Ein Travellift wird nicht ausgewiesen; größere Schiffe müssen für umfangreiche Landarbeiten zu einem entsprechend ausgerüsteten Betrieb verholt werden.
Die Marina ist ganzjährig geöffnet. Die 16 Trockenplätze sowie Kran- und Werkstatttermine sind jedoch nur nach Verfügbarkeit nutzbar. Wasser- und Stromverbrauch richten sich nach den jeweils geltenden ACI-Vertragsbedingungen und dürfen nicht pauschal als unbegrenzt eingeschlossen betrachtet werden.
Eine Tankstelle für Boote befindet sich nicht im Marinabecken, sondern ungefähr eine halbe Seemeile östlich beim Fähranleger. Öffnungszeiten, Kraftstoffsorten, mögliche Behinderungen durch Fährverkehr und die aktuelle Wassertiefe am Tanksteg sollten vor dem Anlaufen geprüft werden.
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Anreise und Einkaufen
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Korčula, eine befestigte Stadt im Pelješac-Kanal
Ein Straßenfächer gegen Wind und Hitze
Die Altstadt liegt auf einer kleinen Halbinsel und ist von Mauern, Türmen und dem Pelješac-Kanal umgeben. Ihre Seitengassen zweigen in einem fischgrätenartigen Muster von der Hauptachse ab. Auf der westlichen Seite öffnen sie sich dem sommerlichen Maestral, während die östlichen Gassen geknickt sind und kalte Winterwinde bremsen.
Im Zentrum steht die Kathedrale des heiligen Markus mit gotischen und Renaissanceelementen. Paläste, Rathaus und Befestigungen dokumentieren die Bedeutung Korčulas als kommunales und kirchliches Zentrum. Über dem Landtor stehen nebeneinander der venezianische Markuslöwe und eine 1925 angebrachte Tafel zum Jubiläum König Tomislavs.
Korkyra Melaina und ein Vertrag in Stein
Griechische Siedler nannten die waldreiche Insel Korkyra Melaina, Schwarzes Korfu. Im 3. Jahrhundert v. Chr. gründeten Kolonisten von Issa im Gebiet von Lumbarda eine Siedlung. Der sogenannte Psephisma von Lumbarda regelte Landverteilung und das Verhältnis zu den einheimischen Illyrern.
Die in Stein gemeißelte Vereinbarung gilt als ältestes erhaltenes schriftliches Denkmal auf kroatischem Boden. Sie nennt einzelne Siedler und zeigt, dass Kolonisation nicht nur durch Eroberung, sondern auch durch ausgehandelte Regeln, Vermessung und institutionelle Beschlüsse organisiert wurde.
Moreška als lebende Kampfszene
Seit mehr als 400 Jahren wird in Korčula die Moreška aufgeführt. Zwei Heere unter einem weißen und einem schwarzen König kämpfen in sieben zunehmend intensiven Figuren um die gefangene Bula. Die Choreografie verlangt präzise Schläge mit echten Schwertern; Funken und rhythmische Kollisionen gehören zur Inszenierung.
Der Tanz kam vermutlich im späten 15. oder frühen 16. Jahrhundert als mediterrane Form auf die Insel und entwickelte hier eine eigene Überlieferung. Während verwandte Darstellungen andernorts verschwanden, blieb Moreška Bestandteil lokaler Feste und der Identität der Stadt. Sie ist damit keine Rekonstruktion eines einzelnen historischen Gefechts, sondern ein über Jahrhunderte verändertes Bühnenritual.