Umag – ACI-Marina Umag
Liegeplätze, 100-Tonnen-Lift und Service der ACI Marina Umag
Die ACI Marina Umag nimmt den nördlichen Teil des Stadthafens ein und ist ganzjährig geöffnet. Die aktuelle Betreiberübersicht nennt 515 Wasserliegeplätze und 40 Trockenliegeplätze. Im markierten Zufahrtskanal beträgt die Wassertiefe vier Meter; nordöstlich der Hafeneinfahrt liegt die befeuerte Untiefe Paklena.
An den Liegeplätzen stehen Wasser und Strom zur Verfügung. Zur Ausstattung gehören Toiletten und Duschen, barrierefreie Sanitäranlagen, Wäscherei, kostenloses WLAN, Parkplätze und Ladestationen für Elektrofahrzeuge. Restaurant, Geschäft für nautische Ausrüstung und Beauty-Salon befinden sich im Marinabereich.
Für Wartung und Reparatur gibt es Werkstatt, Slipanlage und einen Travellift mit 100 Tonnen Tragfähigkeit. Die Marina besitzt außerdem eine Anlage zur Behandlung des beim Waschen von Yachten anfallenden Abwassers. Hebetermin, maximale Bootsabmessungen, Unterwasserschiffreinigung und konkrete Reparaturarbeiten müssen vorab mit dem technischen Betrieb vereinbart werden.
Die Tankstelle für Boote liegt nach der aktuellen ACI-Angabe rund 0,11 Seemeilen entfernt im Stadthafen und nicht an jedem Marinasteg. Sie ist vom Wasser erreichbar; Öffnungszeiten und Kraftstoffsorten sollten aktuell geprüft werden. Hafenmeisterei und Zoll sind in Umag vertreten, doch die Zuständigkeit für konkrete Grenzformalitäten hängt von Route und Saison ab.
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Umag zwischen Inselkern, Sipar und Savudrija
Der ehemalige Inselort
Der historische Kern von Umag liegt auf einer Halbinsel, die ursprünglich eine Insel am inneren Ende des Hafens war. Im 10. Jahrhundert entstanden Stadtmauer, Tor und Zugbrücke. Am südwestlichen Rand blieb ein Wehrturm mit schwalbenschwanzförmigen Zinnen erhalten; heute beherbergt er das Stadtmuseum.
Kirchen und Seuchen
Die kleine Rochuskirche am Eingang der Altstadt wurde nach Pestepidemien 1507 errichtet. Die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt und Sankt Peregrin folgt einem Entwurf des Piraner Architekten Filippo Dongeti; ihre spätbarocke Fassade blieb unvollendet. Im Inneren ist ein Bild des Stadtpatrons aus dem 14. Jahrhundert eingemauert.
Sipar im Gezeitenbereich
Etwa fünf Kilometer nördlich liegt die archäologische Stätte Sipar. Am Ende des 2. Jahrhunderts vor Christus bestand dort während der römischen Expansion ein militärischer Stützpunkt. Später entwickelte sich eine befestigte Siedlung. Teile der Mauern liegen heute im Meer und werden bei niedrigem Wasserstand sichtbar.
Zerstörung und Verlagerung
Sipar wurde 876 bei einem Angriff des Fürsten Domagoj zerstört, blieb aber in späteren Jahrhunderten teilweise bewohnt; nach 1552 gehörte die Burg der Familie Rota aus Momjan. Die allmähliche Absenkung der westistrischen Küste und Erosion veränderten den schmalen Vorsprung. Archäologen des Stadtmuseums untersuchen Land- und Unterwasserbereiche systematisch weiter.
Der Leuchtturm von Savudrija
Am nordwestlichsten Kap Istriens steht der älteste noch aktive Leuchtturm der Adria. Pietro Nobile entwarf den 36 Meter hohen Turm im Auftrag der Triester Börsendeputation. Er ging am 17. April 1818 in Betrieb und nutzte anfangs Gas aus Kohledestillation. Sein Zweck war unmittelbar wirtschaftlich: Die sicherere Zufahrt diente dem Schiffsverkehr zum Hafen Triest.