Kvarner und Norddalmatien · 14 Tage · Rundtörn für erfahrene Crews
Der große Kvarner-Inselbogen ab Punat
Zwei Wochen verbinden Krks Felsenküste, den Velebit-Kanal, die kleinen Inseln um Lošinj und die karge Westseite von Pag zu einem seglerisch anspruchsvollen Rundtörn.
Tag 1
Krk · Marina Punat
Nach der Übergabe am späten Nachmittag bleibt die Yacht in Marina Punat; Crew, Technik und Vorräte werden für zwei Wochen zwischen Kvarner, Lošinj und Pag vorbereitet.
Der Törn beginnt mit einer sorgfältigen Yachtübernahme
Die Yacht wird am späten Nachmittag übernommen. Motor, Ruder, Segel, Reffanlage, Anker, Navigation, Funk und Sicherheitsausrüstung werden gemeinsam mit der Basis geprüft. Bekannte Schäden kommen mit Foto und genauer Stelle ins Protokoll. Mindestens zwei Personen können danach Motor und Hauptschalter bedienen.
Heute wird nicht mehr abgelegt. Der erste Segeltag führt rund um den Süden von Krk und verlangt eine ausgeruhte Crew. Taschen verschwinden aus dem Salon, schwere Vorräte liegen tief und Fluchtwege bleiben frei. Landstrom, Wasser, Kühlschrank, Gas und Ladezustand werden getestet, solange die Basis erreichbar ist.
Marina Punat ist die technische Basis des Törns
Die Marina liegt in der geschützten Bucht Puntarska draga. Der Betreiber nennt Liegeplätze mit Wasser und Strom, Sanitäranlagen, WLAN, Gastronomie, Einkaufsmöglichkeiten und umfangreiche Yachtservices. Welche Leistungen im konkreten Reisezeitraum verfügbar sind, bestätigt die Crew vor Ort. Ein freier Platz wird nicht ohne Zuweisung angelaufen.
Fender und Leinen bleiben passend gesetzt, der Landstrom ist gegen Zug entlastet und der Steg bleibt frei. Kleine technische Zweifel werden sofort geklärt. Im Velebit-Kanal ist kein guter Zeitpunkt, um eine unklare Kühlwassertemperatur, eine schwache Batterie oder einen schlecht laufenden Autopiloten erstmals ernst zu nehmen.
Proviant wird nach den tatsächlichen Häfen geplant
Vrbnik, Susak, Unije, Ilovik, Silba und der Stadthafen von Krk haben keine durchgehend planbare Marina-Infrastruktur. An Bord kommen deshalb ausreichend Trinkwasser, Frühstück für mehrere Tage, Obst, Gemüse und zwei vollständige Abendessen. Kühlware wird zuletzt gekauft und sofort verstaut. Brot und frische Lebensmittel werden in Novi Vinodolski, Rab, Mali Lošinj oder Novalja gezielt ergänzt.
Die Crew prüft Gas, Kochgeschirr, Müllbeutel, Medikamente, Sonnenschutz und eine funktionierende Stirnlampe. Lebensmittel liegen so, dass niemand bei Seegang schwere Schapps öffnen muss. Eine einfache Bestandsliste verhindert sowohl unnötige Vorratsberge als auch die abendliche Suche nach einem geöffneten Geschäft.
Bura wird schon an der Basis als Routenfrage behandelt
Auf dieser Runde liegen Krks Süd- und Ostküste, der Velebit-Kanal und mehrere Querungen zwischen Lošinj und Pag offen für kräftige Fallböen. Die Crew prüft amtliche Seewetterinformationen und lokale Hinweise der Basis. Entscheidend sind nicht nur Mittelwind und Wellenhöhe, sondern auch Böen, zeitliche Entwicklung und die Eignung des nächsten Hafens.
Für jeden Tag steht fest, wann nicht ausgelaufen wird. Eine abgesagte Etappe wird nicht am Folgetag durch Eile oder eine Nachtfahrt kompensiert. Die Runde lässt sich verkürzen, indem Vrbnik, Novi Vinodolski oder Krk Stadt entfallen. Die sichere Rückkehr nach Punat bleibt wichtiger als die vollständige Liste der Ziele.
Ruder, Ausguck und Pausen bekommen klare Zuständigkeiten
Die Crew verteilt Rudergänger, Navigation, Ausguck und Leinenarbeit. Weniger erfahrene Personen erhalten konkrete Aufgaben und üben die Handzeichen für Hafenmanöver. Getränke und eine Mahlzeit aus der Hand werden für die langen Tage vorbereitet, bevor jemand hungrig oder unkonzentriert wird.
Auf den fünf Etappen mit mindestens dreißig Meilen wird regelmäßig abgelöst. Der Skipper muss nicht jede Stunde selbst steuern, bleibt aber für Kurs- und Wetterentscheidungen verantwortlich. Müdigkeit wird früh ausgesprochen. Eine rechtzeitige Pause ist Seemannschaft; stilles Durchhalten bis zum unsauberen Manöver ist es nicht.
Die gespeicherten Linien vermeiden niedrige Brückenpassagen
Alle Etappen wurden als Wasserroute mit Abstand zum Land geprüft. Sie ersetzen weder aktuelle amtliche Seekarten noch Seezeichen, Tiefenanzeige, Sicht und die Entscheidungen des Skippers. Route und Alternativen werden täglich mit Wetter, Sperrungen und nautischen Mitteilungen abgeglichen.
Die Runde führt unter keiner Brücke hindurch. Insbesondere wird die Bucht von Mali Lošinj über ihre offene westliche Zufahrt verlassen; der niedrige Privlaka-Kanal ist keine Abkürzung. Automatische Neuberechnungen werden verworfen, sobald sie Land, Flachwasser oder eine ungeprüfte Brückenpassage berühren.
Punat bietet einen ruhigen ersten Abend
Der Ort liegt zu Fuß außerhalb des Marinageländes. Seine Uferpromenade, kleine Plätze und der Blick auf die Klosterinsel Košljun passen zu einem kurzen Abendspaziergang. Wer nach der Anreise lieber an Bord bleibt, verpasst keinen Pflichttermin. Der Törn beginnt nicht mit einer Liste, sondern mit Ruhe.
Zum Abend reicht ein einfaches Essen in Marinannähe oder an Bord. Öffnung und Tisch werden aktuell geklärt. Zurück an der Yacht folgt nur noch der Blick auf die Prognose und den Hafen von Vrbnik. Danach bleiben Cockpit und Deck dunkel und leise genug für eine erholsame erste Nacht.
Der vollständige Törnplan ist für Charterberater-Kunden verfügbar
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