Rovinj – ACI Marina Rovinj
Liegeplätze und Yachtservice der ACI Marina Rovinj
Die ACI Marina Rovinj liegt südöstlich der Altstadt zwischen dem Stadthafen und dem Parkwald Zlatni rt. Der ganzjährig geöffnete Hafen wurde vollständig neu gebaut und 2019 wiedereröffnet. Die aktuelle Betreiberübersicht nennt 195 Wasserliegeplätze; bei der Eröffnung waren Transitplätze für Yachten bis 35 Meter ausgewiesen.
An den Liegeplätzen stehen Wasser und Strom zur Verfügung. In Rovinj wird der Wasserverbrauch nach den ACI-Tarifregeln gemessen und zusätzlich berechnet; auch leistungsstärkere Stromanschlüsse können gesondert abgerechnet werden. Zur Marina gehören Toiletten und Duschen, barrierefreie Sanitäranlagen, kostenloses WLAN, Wäscherei, Parkplätze und Ladestationen für Elektroautos.
Rezeption, Restaurant, Wellnessbereich, Autovermietung, Bootsvermietung und Hafenmeisterei liegen im beziehungsweise beim Marinakomplex. Ein Wartungs- und Reparaturbetrieb übernimmt Yachtservice. Einen eigenen Kran, Travellift oder Trockenliegeplatz führt ACI in der aktuellen Standortausstattung jedoch nicht auf; schwere Hebe- und Landarbeiten müssen deshalb vorab mit dem Service oder einem anderen Betrieb abgestimmt werden.
Die nächste Tankstelle für Boote liegt nach Betreiberangaben rund 0,5 Seemeilen von der Marina entfernt und nicht an ihren Stegen. Öffnungszeiten, Kraftstoffsorten, Zufahrt und Wartezeiten sollten vor einer Charterrückgabe aktuell geprüft werden. Altstadt, Lebensmittelgeschäfte und weitere Gastronomie sind über die Uferwege zu Fuß erreichbar.
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Anreise und Einkaufen
Supermärkte in der Nähe
Rovinj zwischen Inselstadt, Batana und Tabakfabrik
Eine ehemalige Insel
Der älteste Stadtteil drängt sich auf einem Hügel, der ursprünglich vollständig vom Festland getrennt war. Erst 1763 wurde der schmale Kanal zugeschüttet. Die dichte Bebauung, steilen Gassen und Häuser unmittelbar am Wasser bewahren bis heute den Grundriss dieser früheren Inselstadt.
Sankt Euphemia über den Dächern
Auf dem höchsten Punkt steht die barocke Kirche der heiligen Euphemia mit ihrem weithin sichtbaren Glockenturm. Der Überlieferung nach gelangte der Marmorsarkophag der Märtyrerin um das Jahr 800 nach Rovinj. Kirche, Turm und die eng gestaffelten Häuser bilden die markante Silhouette, die von der Marina aus zu sehen ist.
Die Batana als Arbeitsboot
Die Batana ist ein flachbodiges Holzboot, das örtliche Bootsbauer und Kalfaterer für die küstennahen Fischgründe fertigten. Viele Familien besaßen ein solches Boot. Das Ecomuseum Batana dokumentiert Bauweise, Fischerei, den rovinjesischen Dialekt und die mehrstimmige Bitinada. 2016 wurde sein Vermittlungsmodell in das UNESCO-Register guter Praxis zur Bewahrung immateriellen Kulturerbes aufgenommen.
Fischkonserven und Tabakarbeiterinnen
Im 19. und 20. Jahrhundert lebte Rovinj nicht nur von Fischerei und Seefahrt. Sardinenverarbeitung und die ab 1873/74 errichtete Tabakfabrik beschäftigten besonders viele Frauen. Die „sardileîne“ und „tabacheîne“ wurden zu prägenden Figuren des städtischen Arbeitslebens und tauchen in lokalen Liedern auf.
Industriebauten an der südlichen Uferzone
Der ehemalige Tabakfabrikkomplex gehört zu den wichtigen Beispielen kaiserlich-königlicher Industriearchitektur an der Küste. Nach der Verlagerung der Produktion 2005 wurden Teile anders genutzt. Zusammen mit der seit 1927 bestehenden Werft zeigt das Areal, dass Rovinjs südliches Ufer lange ein Arbeits- und Produktionsort war, bevor Hotels und die erneuerte Marina sein heutiges Bild bestimmten.