Opatija – ACI-Marina Opatija
Liegeplätze und Service der ACI Marina Opatija in Ičići
Die ACI Marina Opatija liegt nicht im Stadtzentrum von Opatija, sondern im südlich anschließenden Ičići. Der ganzjährig geöffnete Hafen besitzt 283 Wasserliegeplätze und 35 Trockenliegeplätze. Er nimmt im Wasser Yachten bis 40 Meter Länge auf. Der Učka-Gebirgszug schützt den Küstenabschnitt teilweise vor der Bora, ersetzt aber keine Prüfung der aktuellen Wind- und Seegangsverhältnisse.
An den Stegen stehen Trinkwasser und Strom zur Verfügung. Zur Ausstattung gehören Sanitäranlagen einschließlich barrierefreier Einrichtungen, WLAN, Restaurant, Lebensmittelgeschäft, Geldautomat, Beautyangebot und Parkplätze. Ladestationen für Elektrofahrzeuge befinden sich ebenfalls auf dem Gelände.
Für Boote bietet die Marina einen Wartungs- und Reparaturbetrieb, Kran und Slipanlage. Welche Gewichte, Abmessungen und Arbeiten tatsächlich übernommen werden, muss vorab mit dem technischen Service geklärt werden; ein großer Travellift wird vom Betreiber nicht ausgewiesen.
Die nächste Bootstankstelle liegt nach ACI-Angaben etwa zwei Seemeilen entfernt und gehört nicht zur Marina. Kraftstoff kann deshalb nicht direkt am Liegeplatz übernommen werden. Standort, Öffnungszeiten und Verfügbarkeit der Station sollten insbesondere vor einer Charterrückgabe aktuell bestätigt werden.
Die Uferpromenade Lungomare verbindet Ičići zu Fuß mit Opatija und weiteren Küstenorten. Versorgung und städtische Angebote sind damit erreichbar, die Entfernung zum Zentrum sollte jedoch nicht mit einer innerstädtischen Marinallage verwechselt werden.
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Opatija und die Anfänge des Adriatourismus
Von der Abtei zum Kurzentrum
Der Ortsname Opatija bedeutet Abtei und geht auf das Benediktinerkloster mit der Kirche des heiligen Jakob zurück. Bis ins 19. Jahrhundert bestand die Küste aus kleinen Siedlungen, Gärten und Fischerplätzen. Mit dem Bau der Villa Angiolina durch den Rijekaer Kaufmann Iginio Scarpa begann 1844 eine neue Entwicklung.
Opatija wurde zu einem bevorzugten Seebad der österreichisch-ungarischen Monarchie. Das 1884 eröffnete Hotel Kvarner und weitere repräsentative Häuser schufen eine zusammenhängende Hotel- und Parklandschaft. Bahnverbindungen über Rijeka machten den Kurort für Gäste aus Wien, Budapest und anderen Teilen Mitteleuropas erreichbar.
Der Lungomare
Die rund zwölf Kilometer lange Uferpromenade verbindet Volosko, Opatija, Ičići, Ika und Lovran. Sie führt an historischen Villen, Hotels, Badeplätzen und kleinen Häfen entlang. Dadurch lässt sich die Entwicklung der Küste vom Fischerdorf über den Kurort bis zum heutigen Feriengebiet unmittelbar ablesen.
Gärten und Architektur
Das milde Küstenklima ermöglichte Parks mit Kamelien, Palmen und Pflanzen aus unterschiedlichen Weltregionen. Historistische Fassaden, Jugendstilelemente und großzügige Hotelterrassen bilden einen deutlichen Gegensatz zu den mittelalterlichen Steinstädten der nahen Inseln. Die Parkanlagen waren Teil des medizinisch geprägten Kurkonzepts und nicht nur dekorative Hotelgärten.
Volosko als älterer Hafenort
Nördlich von Opatija liegt Volosko mit einem kleinen geschützten Hafen. Enge Gassen, Steinhäuser und die Kirche der heiligen Anna erinnern an den älteren Fischer- und Seefahrtsort, der vor dem Ausbau des mondänen Kurorts wirtschaftlich bedeutender war. Der Lungomare verbindet beide sehr unterschiedlichen Kapitel der Küstengeschichte.