Funtana – Marina Funtana

Liegeplätze und Versorgung in der Marina Funtana

Die Marina Funtana wurde 2003 in der Bucht unmittelbar unterhalb des Ortes gebaut und ist ganzjährig geöffnet. Sie besitzt 200 Wasserliegeplätze für Boote von 5 bis 30 Metern Länge. Die Wassertiefe an den Liegeplätzen liegt nach Betreiberangaben zwischen 1,5 und 4 Metern. Alle Plätze sind mit doppelten Mooringleinen, Trinkwasser und Strom ausgerüstet.

Zur Marina gehören Rezeption, Sanitäranlagen mit Duschen, Wäscherei, WLAN, Bistro beziehungsweise Cafébar, saisonaler Markt und Parkplätze. Charterunternehmen arbeiten direkt vom Hafen aus. Der technische Dienst übernimmt begrenzte Wartungsarbeiten; eine große Werft mit Travellift und umfassenden Motor-, Rigg- oder Rumpfwerkstätten wird für Funtana nicht ausgewiesen. Umfangreichere Arbeiten müssen deshalb vorab abgestimmt oder an einem anderen Servicestandort erledigt werden.

Die westliche Zufahrt gilt als sicherster Ansteuerungsweg. Kirchturm und Feuer am Molenkopf dienen als Landmarken. Flachstellen, Felsen und Riffe in der Bucht verlangen dennoch eine genaue Navigation nach aktuellen Seekarten. Die Marina arbeitet auf UKW-Kanal 17.

Eine Bootstankstelle gibt es in Funtana nicht. Der Hafen verweist für Kraftstoff und weitere nautische Leistungen ausdrücklich auf die Marina Vrsar, etwa 1,5 Seemeilen südlich. Für Charterrückgaben muss diese zusätzliche Strecke einschließlich möglicher Wartezeit eingeplant werden.

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Anreise und Einkaufen

Funtanas Quellen, Kastell und maritime Votivzeichen

Die Quellen am Meer

Funtana verdankt seinen Namen mehreren Süßwasserquellen unmittelbar an der Küste. Historische Bezeichnungen wie Fontana Georgiana, Val de Fontane und Portus Fontane verweisen ebenso darauf wie der heutige Ortsname. Während trockener Sommer holten auch Bewohner entfernterer Orte das Wasser in Fässern. Bei Flut und starkem Jugo konnte Salzwasser eindringen; nach dem Rückgang des Meeres trat wieder Süßwasser aus.

Eine Leitung führte von den Quellen zu einer römischen Villenanlage am Kap Zorna. Dort bestanden im 2. Jahrhundert unter anderem zwei Peristyle und aufwendig ausgestattete Thermen. Hafenbecken und Wasserstation dienten nicht nur der Villa: Schiffe konnten dort Trinkwasser für die Fahrt entlang der istrischen Westküste übernehmen.

Das Kastell der Familie Borisi

Bernardo Borisi ließ 1610 auf der Anhöhe ein befestigtes Kastell mit Renaissanceformen errichten. Um dieses Gebäude und die 1621 erbaute Pfarrkirche des heiligen Bernhard wuchs die heutige Siedlung. Die Familie Borisi erhielt im 17. Jahrhundert den erblichen Grafentitel und blieb bis zur Aufhebung des Feudalwesens Grundherrin von Funtana.

Schiffszeichnungen in einer alten Kirche

Bei der Kirche der Barmherzigen Muttergottes am nördlichen Ortseingang befand sich bis ins frühe 20. Jahrhundert der Friedhof. Der Bau besitzt vermutlich einen romanischen oder noch älteren Kern und wurde mehrfach verändert. In seinen Wänden fanden Restauratoren eingeritzte Darstellungen venezianischer Schiffe. Seeleute hinterließen solche Votivgraffiti als Bitte um eine sichere Reise oder als Dank für eine überstandene Fahrt.

Fischerei und Landwirtschaft blieben bis zum Aufstieg des Tourismus die wichtigsten Erwerbszweige. Das fruchtbare Umland, die Quellen und der kleine Hafen erklären, weshalb dieser Küstenabschnitt trotz seiner flachen Buchten dauerhaft besiedelt und genutzt wurde.

Restaurants und Hotels in der Nähe