Stintino – POrto Mannu

Liegeplätze und Großyachtservice in Marina di Stintino

Der Datensatz bezeichnet Porto Mannu beziehungsweise die heutige Marina di Stintino. Der Betreiber nennt 300 Liegeplätze, davon 50 für Transit, für Boote von sechs bis 85 Metern. Die Wassertiefen reichen je nach Platz ungefähr von 1,6 bis zwölf Meter. Großyachten und tiefe Fahrzeuge benötigen eine genau zugewiesene Position; Anmeldung erfolgt über UKW-Kanal 09.

Trinkwasser und Strom von 16 bis 64 Ampere stehen an Kai und Schwimmstegen bereit. Der Sanitär-Bereich umfasst barrierefreie Toiletten und Duschen. WLAN, kontrollierte Zugänge, Videoüberwachung, Mooringhilfe, Taucher, Parken und Shuttle- beziehungsweise Mietdienste gehören zum Angebot.

Statt einer gewöhnlichen öffentlichen Tankstelle wird Kraftstoff über einen spezialisierten Bunkerpartner geliefert. Sorte, Menge, Lieferzeit und steuerliche Bedingungen müssen vorab vereinbart werden. Getrennte Abfallsammlung sowie Entsorgung von Schwarzwasser und Bilgenwasser sind ausgewiesen. Altöl und andere technische Abfälle sind nach Marina-Verfahren anzumelden.

Benachbarte Konsortialwerften bieten Innen- und Außenlager, Motor-, Rumpf- und Elektronikreparaturen. Eine einheitliche maximale Travelift- oder Krantraglast wird auf der Marina-Seite nicht genannt. Jeder Hub benötigt daher eine technische Zusage des ausführenden Betriebs mit Termin, Maßen, Gewicht und geprüften Hebepunkten.

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Anreise und Einkaufen

Stintino: Umsiedlung von Asinara, Thunfischfang und Lateinersegel

Das Dorf wurde 1885 von umgesiedelten Familien gegründet

Stintino entstand, als der italienische Staat auf Asinara eine Quarantänestation und Strafkolonie einrichtete. 45 überwiegend ligurischstämmige Familien mussten Cala d'Oliva verlassen und gründeten auf der gegenüberliegenden Landzunge eine neue Siedlung.

Der Name wird mit den schmalen, gewundenen Buchten des Orts verbunden. Porto Vecchio und Porto Nuovo lagen wie Einschnitte zu beiden Seiten der kleinen Gemeinde.

Die Tonnara organisierte Arbeit an Land und auf See

Der Thunfischfang prägte Stintinos Wirtschaft. Ein komplexes System aus stationären Netzkammern leitete wandernde Thunfische bis zur letzten Kammer. Der Rais koordinierte Mannschaft, Boote und Fangablauf.

Das Museo della Tonnara dokumentiert Geräte, Fotografien und Arbeitsrollen der Anlage Le Saline, die bis in die 1970er Jahre tätig war. Die Darstellung bewahrt auch die sozialen Strukturen einer Fischereigemeinschaft, nicht nur die bekannte Mattanza.

Holzboote und Asinara bleiben Teil der Identität

Stintino ist für seine kleinen hölzernen Gozzi mit Lateinersegel bekannt. Seit 1983 findet eine Regatta statt, die Bootsbau und Segeltechnik sichtbar hält. Der Tourismus verdrängte die Fischerei wirtschaftlich, löschte diese Tradition aber nicht vollständig.

Asinara ist heute Nationalpark. Quarantäne, Gefängnis und Naturschutz haben die Insel nacheinander abgeschirmt. Stintino bleibt ihr nächster Hafen und trägt zugleich die Erinnerung an die Menschen, die für diese staatliche Nutzung umgesiedelt wurden.

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