Eine Woche · Italien · Ausgewogen
Maddalena und Bonifacio ab Portisco
Eine ausgewogene Sardinienwoche mit kurzen Auftaktmeilen, Granitinseln, Bonifacio und einem ruhigen Rückweg durch die Gallura. Eine belastbare Etappenfolge verbindet Segelzeit, sichere Nächte, regionale Küche und ausgewählte Landgänge ohne unnötigen Zeitdruck.
Tag 1 · Samstag
Portisco · Marina di Portisco → Porto Rotondo · Marina di Porto Rotondo
Rund 1,2 sm führen von Portisco nach Porto Rotondo. Wetter, Zielplatz und Crew-Rhythmus werden gemeinsam geplant. Ansteuerung, Landgang und Abend bleiben Teil derselben Tagesentscheidung.
Tagesplanung und Strecke
Nach der regulären Übergabe am späten Nachmittag sind Einweisung, Proviant und Sicherheit wichtiger als die ersten Meilen. Die 1,2 sm von Portisco nach Porto Rotondo werden nur begonnen, wenn das Ziel mit Tageslicht und Reserve erreichbar bleibt. Andernfalls bleibt die Yacht an der Basis und startet am Sonntag ohne Verlust der sicheren Route.
Für Tag 1 gilt zusätzlich: Thermik, Kapeffekte, Fährlinien und die oft knappe Kapazität kleiner Stadthäfen werden in die Tagesreserve eingerechnet. Die Crew kennt vor dem Ablegen Ziel, Ausweichort und den Zeitpunkt, an dem ein optionaler Stopp gestrichen wird.
Nach der regulären Übergabe am späten Nachmittag bleibt diese Auftaktetappe bewusst kurz. Die Crew legt nur ab, wenn Einweisung, Proviant und Sicherheitscheck abgeschlossen sind und Porto Rotondo · Marina di Porto Rotondo bei Tageslicht sicher erreichbar bleibt.
Ansteuerung und Liegeplatz
Das verzweigte Hafenbecken verlangt eine eindeutige Liegeplatzzuweisung. Beim Einlaufen auf Ausflugsverkehr, Schlauchboote und Seitenwind zwischen den Molen achten; für die Nacht nicht auf einen unbestätigten Platz bauen.
Vor dem Anlauf an Tag 1 von Porto Rotondo werden Karte, Hafeninformation und sichtbare Lage miteinander abgeglichen. Die konkrete Hafenanlage, Fährbewegungen und verfügbare Transitplätze werden vor der Ansteuerung bestätigt. Fender und Leinen passen zur tatsächlichen Zuweisung, nicht zu einer vermuteten freien Kaimauer. Ein zweiter Plan liegt fest, bevor Wind oder Belegung die Manöveroptionen einschränken.
An Land und im Revier
Die kreisförmige Piazzetta San Marco, kleine Gassen und die Kirche San Lorenzo geben dem Ort trotz Ferienarchitektur ein eigenes Gesicht. Bäckerei, Lebensmittel und Restaurants liegen vom Hafen aus bequem erreichbar.
Für Tag 1 in Porto Rotondo gilt: Historischer Ortskern, Markt oder kurzer Küstenweg geben dem Stopp einen eigenen Charakter. Siesta, Fährzeiten und der Weg zurück zum Liegeplatz gehören in die Planung, damit der Abend nicht auf Kosten des nächsten Starts geht. Der Landgang beginnt erst, wenn die Yacht vollständig gesichert und die Rückkehr an Bord eindeutig organisiert ist.
Küche und Abend
Für einen entspannten Auftakt reicht ein Spaziergang durch den Ort und ein sardisches Abendessen. Culurgiones, gegrillter Fisch oder malloreddus sind sinnvoller als ein überladener erster Abend.
Für den Abend an Tag 1 in Porto Rotondo: Eine lokale Pasta, Fisch, Gemüse und ein regionales Dessert verbinden den Ort besser mit der Route als ein beliebiges Touristenmenü. Tagesangebot, Öffnung und Reservierung werden aktuell geprüft; die Crew behält den frühen Start im Blick. Bleibt die Crew an Bord, werden frische Zutaten aus dem letzten Versorgungsstopp genutzt und Müll sowie Wasserverbrauch klein gehalten.
Praktischer Bordhinweis
Der nächste Abschnitt nach Cannigione umfasst rund 16,7 sm. Noch in Porto Rotondo werden Transitplatz, Fährzeiten, Schutzgebietsregeln und thermische Windentwicklung geprüft. Geräte laden, Wasser ergänzen und Deck klarieren gehören zum Abend. Die Crew weiß, wann sie startet und welcher optionale Programmpunkt zuerst entfällt, wenn Wetter oder Erholung mehr Reserve verlangen.
Am Ende von Tag 1 hält die Crew außerdem Wasser-, Treibstoff- und Batteriestand sowie technische Auffälligkeiten fest. Das Tagesbriefing für Cannigione nennt Startfenster, Aufgaben beim Ablegen und den geplanten Zeitpunkt der ersten Lagekontrolle. Damit beginnt der Morgen mit Segelarbeit statt vermeidbarer Organisation.
Skipperentscheidung
Für Tag 1 hält der Skipper vor dem Ablegen aus Portisco fest, wie Thermik, Kapeffekte, Fährverkehr und ein bestätigter Transitplatz die Etappe beeinflussen. Für Porto Rotondo gibt es einen spätesten Entscheidungspunkt und eine benannte Alternative. Ein Planwechsel wird früh erklärt und nicht erst unter Zeitdruck vor der Einfahrt improvisiert.
Vor dem Start an Tag 1 werden Vorhersage, sichtbare Bedingungen und die Rückmeldung des Zielhafens getrennt bewertet. Stimmen sie nicht überein, gilt die ungünstigere Information. Diese Entscheidung wird mit Uhrzeit und Alternative notiert, damit die Crew den weiteren Ablauf versteht und bei einer Verschlechterung ohne neue Grundsatzdiskussion handeln kann.
Der vollständige Törnplan ist für Charterberater-Kunden verfügbar
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