Portisco · La Maddalena · Bonifacio · Gallura · 7 Tage
Early BoardingInselbogen zwischen Sardinien und Korsika
Eine Woche ab Portisco verbindet den Maddalena-Nationalpark mit Bonifacios Kalkklippen und den Hafenorten der Gallura. Early Boarding schafft einen echten ersten Seetag; kurze Folgeetappen lassen Zeit für Inselgeschichte, Granitlandschaft und korsische Oberstadt.
Tag 1 · Samstag
Portisco · Marina di Portisco → La Maddalena · Cala Gavetta
Early Boarding öffnet 25,7 Meilen bis in den Maddalena-Archipel; Cala Gavetta verbindet Parkregeln, Inselstadt und einen ersten langen Abend.
Early Boarding macht aus dem Übernahmetag einen echten Inseltag
Die direkte Linie von Portisco nach Cala Gavetta misst 25,7 Seemeilen. Damit sie am Samstag nicht zum Wettlauf gegen das Tageslicht wird, müssen Übergabe, Einweisung und Proviantierung wirklich früh abgeschlossen sein. Erst wenn Sicherheitsausrüstung, Maschine, Anker und Parkunterlagen geprüft sind, verlässt die Yacht die Basis.
Der Kurs führt aus dem Golfo di Cugnana an der Costa Smeralda nach Norden. Zwischen Capo Ferro, den Inseln Cappuccini und Bisce sowie dem Verkehr vor Palau bleibt genug Raum für Segelkurse, doch Fähren und Ausflugsboote verlangen einen klaren Ausguck. Bei verspäteter Übergabe ist Cannigione die sachliche Verkürzung.
Caprera und Santo Stefano markieren den Eingang in den Archipel
Vor La Maddalena verändern Granit, niedrige Macchia und helle Sandtaschen das Küstenbild. Caprera liegt östlich, Santo Stefano südlich des Stadthafens. Die Inseln wirken nah beieinander, doch Untiefen und geregelte Fahrbereiche machen aus dem Archipel kein freies Slalomrevier.
Die aktuelle Seekarte führt, nicht die Farbe des Wassers. Schutzgebietsgrenzen, saisonale Anordnungen und Einfahrtsrechte werden vor dem Ablegen geprüft. Gerade am ersten Tag ist es klüger, einen sauberen Weg nach Cala Gavetta zu fahren, als noch eine zusätzliche Badebucht in den Nachmittag zu pressen.
Der Nationalpark besitzt aktuelle Regeln statt zeitloser Gewohnheiten
Für den Parco Nazionale dell’Arcipelago di La Maddalena gelten Genehmigungen, Zonierungen und besondere Vorschriften für Navigation, Ankern und Moorings. Die Parkverwaltung veröffentlicht dazu laufend Regelwerke; für 2026 und 2027 bestehen zusätzlich experimentelle maritime Anordnungen. Alte Revierhandbücher allein reichen deshalb nicht.
Vor jedem Buchtenstopp werden die für Charteryacht, Flagge, Länge und Datum geltenden Bedingungen geprüft. Posidoniaflächen bleiben frei, Sperrbereiche werden nicht angenähert und reservierte Bojen nicht improvisiert genutzt. Ein Hafenabend in Cala Gavetta ist dadurch kein Verzicht, sondern ein geordneter Auftakt.
Cala Gavetta verbindet Stadthafen und Inselalltag
Cala Gavetta liegt unmittelbar unter der Altstadt von La Maddalena. Fähren, Fischer, Ausflugsboote und Yachten teilen sich ein lebendiges Hafenbild. Der zugewiesene Platz, die Einfahrt und die Leinenführung werden mit dem Hafen abgestimmt; zwischen den Manövern der Berufsschifffahrt wird nicht gezögert.
Vom Kai führen wenige Schritte zu Piazza Garibaldi, Marktgassen und Granithäusern. Das Museo Nino Lamboglia widmet sich der Unterwasserarchäologie des Archipels. Nach einem langen ersten Seetag genügt ein ruhiger Rundgang: Die Geschichte Capreras und Garibaldis bekommt auf einer späteren Reise ein eigenes Zeitfenster.
La Maddalena entstand zwischen Marine, Handel und strategischer Lage
Die Stadt wurde im späten 18. Jahrhundert gegründet und war lange Marinestützpunkt. Die Lage zwischen Sardinien und Korsika machte den Archipel wiederholt militärisch interessant; Napoleon griff 1793 an, Nelson nutzte die Inselwelt während der Koalitionskriege als wichtigen Beobachtungsraum.
Heute überlagern Fähren, Parkverwaltung und Tourismus diese Geschichte. Gerade deshalb lohnt der Blick hinter die erste Hafenpromenade. Granitfassaden, enge Straßen und kleine Plätze erzählen von einem Ort, der nicht als Ferienkulisse angelegt wurde, sondern aus seiner Funktion im Inselraum gewachsen ist.
Bonifacio verlangt morgen eine bestätigte Querung und einen bestätigten Platz
Am Abend werden Wetter, Wind gegen Strom, Fährverkehr und der Hafenstatus von Bonifacio getrennt geprüft. Die Straße von Bonifacio kann auf kurzer Distanz deutlich rauer sein als die geschützten Passagen im Archipel. Ein reservierter Platz ersetzt nicht die Entscheidung, ob die Querung für die Crew sinnvoll ist.
Fregola, Fisch, Bottarga oder ein einfaches Gemüsegericht passen zum ersten Abend. Wasser und Deck werden anschließend für den Grenzübertritt vorbereitet. Ausweise, Bootspapiere und die französischen Hafeninformationen liegen griffbereit; so beginnt der nächste Morgen nicht mit der Suche nach Unterlagen.
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