Santa Teresa di Gallura – Porto Longonsardo

Liegeplätze und Werftservice im Porto Longonsardo

Porto Longonsardo liegt in einer tiefen natürlichen Bucht unterhalb von Santa Teresa Gallura und dient Sportbooten, Fischerei sowie dem Fährverkehr nach Bonifacio. Die aktuelle Betreiberseite beschreibt den Hafen, veröffentlicht in der frei zugänglichen Übersicht aber keine vollständige Tabelle zu Gastplätzen, maximaler Länge und Tiefgang. Platz und Maße müssen daher direkt bestätigt werden.

Wasser und Strom stehen an den ausgestatteten Stegen bereit; Anschlussleistung und Verbrauch richten sich nach dem zugewiesenen Platz. Der Sanitär-Bereich umfasst Toiletten und Duschen. Hafenbüro, Ort, Geschäfte und Gastronomie liegen in kurzer Entfernung. Wegen getrennter Verkehrsflächen gelten Marina-Leistungen nicht automatisch am Fähr- oder Arbeitskai.

Eine Tankstelle befindet sich im Hafen. Kraftstoffsorten, Öffnungszeiten und Zufahrt sind vor dem Anlegen zu prüfen. Pumpen für Schwarz-, Grau- oder Bilgenwasser sowie die Annahme von Altöl werden auf der aktuellen Hafenübersicht nicht eindeutig als frei nutzbare Gastleistung beschrieben und müssen angemeldet werden.

An der östlichen Buchtseite arbeitet eine Werft mit Travelift bis 100 Tonnen. Heben, Reparaturen und Landlager sind eigenständige Aufträge und benötigen Termin, Maße, Gewicht sowie geprüfte Hebepunkte. Starker Verkehr durch Fähren und die enge Bucht verlangen klare Funkabsprache und die Beachtung der zugewiesenen Manöverräume.

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Anreise und Einkaufen

Ansicht von Santa Teresa di Gallura – Porto Longonsardo
Ansicht von Santa Teresa di Gallura – Porto Longonsardo. Foto: jeffwarder / Wikimedia Commons, Lizenz CC BY-SA 3.0.

Santa Teresa Gallura: Longonsardo, spanischer Wachturm und Bonifacio-Straße

Die Bucht war schon in römischer Zeit ein Hafen

Longonsardo bezeichnete lange den natürlichen Hafen an der Nordspitze Sardiniens. Seine Lage an der kürzesten Verbindung nach Korsika machte ihn für Handel, Versorgung und militärische Kontrolle wertvoll. Granit aus der Gallura wurde über Küstenplätze verschifft.

Die heutige Stadt entstand nicht aus einem großen antiken Zentrum. Hafen, einzelne Befestigungen und ländliche Siedlungen gingen dem planmäßigen Ausbau des Orts voraus.

Die Torre di Longonsardo bewachte zwei Buchten

Die spanische Herrschaft ließ im 16. Jahrhundert auf dem Vorsprung zwischen Porto Longone und der Bucht Santa Reparata einen Rundturm errichten. Er warnte vor Angriffen und kontrollierte die Einfahrt aus der Straße von Bonifacio.

1808 gründete König Vittorio Emanuele I. den heutigen Ort und benannte ihn nach seiner Frau Maria Teresa. Das regelmäßige Straßennetz unterscheidet Santa Teresa von älteren, organisch gewachsenen sardischen Städten.

Capo Testa zeigt Natur- und Nutzungsgeschichte des Granits

Westlich liegt Capo Testa mit stark verwitterten Granitformen. Römische Steinbrüche lieferten Säulen und Bauteile; Schnittspuren und unfertige Werkstücke sind in der Landschaft erhalten.

Die Meerenge zwischen Sardinien und Korsika ist an ihrer schmalsten Stelle nur rund zwölf Kilometer breit. Wind und Strömung machten sie zugleich Verkehrsweg und natürliche Grenze. Der Hafen Longonsardo bleibt deshalb bis heute enger mit Bonifacio verbunden als viele weiter südlich gelegene sardische Orte.

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