Portoscuso – Marina di Portoscuso

Liegeplätze und Versorgung in Marina di Portoscuso

Marina di Portoscuso liegt unmittelbar am Ort und wird durch die Inseln Sant'Antioco und San Pietro gegen einen Teil der südwestlichen See geschützt. Der aktuelle Tarif führt Platzklassen für Boote bis 18 Meter. Die tatsächliche Verfügbarkeit, Breite und zulässige Tiefe am Platz müssen reserviert werden; eine belastbare aktuelle Gesamtkapazität und durchgehende Tiefenangaben veröffentlicht der Betreiber nicht.

Wasser und Strom aus der Stegsäule sind nach der aktuellen Preisliste in den Liegegebühren enthalten. Anschlussleistung und zulässiger Verbrauch bleiben platzabhängig. Ein Sanitär-Bereich mit Toiletten und Duschen ist in der erreichbaren Betreiberinformation nicht eindeutig beschrieben und muss deshalb ebenso wie Zugang und Öffnungszeiten direkt bestätigt werden.

Eine Tankstelle sowie Kraftstoffsorten und Bedienzeiten werden auf der aktuellen Betreiberseite nicht verlässlich ausgewiesen. Die nächste bestätigte Tankmöglichkeit ist vor Ankunft zu erfragen. Auch feste Pumpen für Schwarz-, Grau- oder Bilgenwasser und die Annahme von Altöl, Batterien oder technischem Abfall müssen ausdrücklich angemeldet werden.

Eine Sliprampe ist rund um die Uhr ohne Reservierung nutzbar; für Boote auf eigenem Trailer werden Landstellplätze angeboten. Ein Travelift oder Kran mit eindeutig veröffentlichter aktueller Traglast ist dagegen nicht dokumentiert. Heben, Reparaturen und längeres Landlager dürfen daher nicht vorausgesetzt werden. Park- und Trailerflächen sowie Zufahrt sind mit der Marina abzustimmen.

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Anreise und Einkaufen

Portoscuso: versteckter Hafen, spanischer Turm und die Tonnara Su Pranu

Puerto Escuso war ein geschützter Fischereiplatz

Der Ortsname wird als „versteckter“ oder geschützter Hafen gedeutet. Portoscuso entstand am Ende des 16. Jahrhunderts unter spanischer Herrschaft. Sardische, sizilianische, ponzesische, französische und mallorquinische Fischer und Korallensucher nutzten die Bucht.

Die Lage gegenüber San Pietro verband den Ort mit den Fanggründen des Sulcis. Der heutige Sportboothafen wurde durch eine lange Mole stark verändert, doch die geschützte Einbuchtung blieb der Ausgangspunkt der Siedlung.

Turm und Tonnara bildeten einen befestigten Arbeitsort

Der spanische Küstenturm überwachte die Bucht und sollte die Tonnara vor nordafrikanischen Kaperfahrten schützen. Neben ihm entwickelte sich ab der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts Su Pranu, ein großer Gebäudekomplex für Fang, Verarbeitung, Lagerung und Reparatur.

Häuser der Tonnarotti, Magazine, Werkstätten, Brunnen und ein späteres Arsenal gruppierten sich um einen Hof. Su Pranu war damit nicht nur Fabrik, sondern zeitweise eine weitgehend eigenständige Arbeitsgemeinschaft am Meer.

Thunfisch und Industrie stehen unmittelbar nebeneinander

Die traditionelle Mattanza und die Verarbeitung des Roten Thuns prägen die lokale Erinnerung und Küche. Auch Carloforte auf San Pietro teilt diese Fangtradition. Feste und Einrichtungen der Tonnara halten sie im Ort sichtbar.

Südöstlich entstand seit den 1960er Jahren der Industrie- und Handelshafen Portovesme. Historische Tonnara, moderner Sportboothafen und Industrieanlagen liegen daher ungewöhnlich nah beieinander. Sie erzählen drei deutlich verschiedene Phasen derselben Küste: Fischerei, Freizeithafen und Schwerindustrie.

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