Porto Torres – Cormorano Marina

Liegeplätze und Versorgung in Cormorano Marina

Cormorano Marina liegt in der inneren Darsena des großen Hafens von Porto Torres. Regionale Unterlagen nennen rund 150 Plätze in diesem Marina-Bereich; kommunale Planungsunterlagen ordnen insgesamt etwa 260 von Cormorano verwaltete Plätze ein. Diese Zahlen beziehen sich auf unterschiedliche Flächen. Gastplatz, maximale Länge und Tiefgang müssen deshalb beim Betreiber eindeutig bestätigt werden.

Wasser und Strom stehen an den ausgestatteten Liegeplätzen bereit. Der Sanitär-Bereich und weitere Dienste befinden sich teils im städtischen Hafenumfeld; Toiletten, Duschen, Zugang und Saisonzeiten sind ausdrücklich zu klären. Handels-, Fähr-, Fischerei- und Industrieflächen des Großhafens gehören nicht zur Marina.

Eine Tankstelle beziehungsweise Bunkerleistung existiert im Hafen von Porto Torres, wird aber in den aktuellen knappen Cormorano-Unterlagen nicht als feste Gastleistung beschrieben. Standort, Kraftstoffsorten und Öffnungszeiten müssen vorab erfragt werden. Gleiches gilt für Schwarz-, Grau- oder Bilgenwasser, Altöl und technischen Abfall.

Alage-, Lager- und Reparaturmöglichkeiten werden im Hafenumfeld angeboten, eine aktuelle verbindliche maximale Travelift- oder Krantraglast für Cormorano Marina ist jedoch nicht sicher veröffentlicht. Heben und Reparatur benötigen einen separaten Fachauftrag. Die Verkehrstrennung im Handelshafen ist strikt zu beachten.

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Anreise und Einkaufen

Porto Torres: römische Kolonie, Thermen und romanische Basilika

Turris Libisonis war eine römische Bürgerkolonie

Am Rio Mannu gründeten die Römer im 1. Jahrhundert vor Christus die Colonia Iulia Turris Libisonis. Sie war die einzige bekannte sardische Kolonie mit diesem besonderen Status römischer Bürger und wurde zu einem wichtigen Hafen an den Routen nach Ostia.

Straßen, Aquädukt und Hafen verbanden die Stadt mit dem Hinterland. Zwischen dem 2. und 3. Jahrhundert gehörte Turris nach Caralis zu den bedeutendsten urbanen Zentren Sardiniens.

Thermen und Mosaiken liegen im heutigen Stadtgebiet

Der archäologische Park bewahrt mehrere Thermenanlagen, Wohnhäuser und Straßen. Die Domus di Orfeo ist nach einem Mosaik mit dem Sänger Orpheus benannt. Das Antiquarium Turritano zeigt Skulpturen, Keramik und Funde aus Hafen und Nekropolen.

Der römische Flusshafen lag nicht exakt an allen heutigen Hafenbecken. Die moderne Anlage verlagerte und erweiterte die maritime Funktion, ohne die antike Topografie unverändert zu übernehmen.

San Gavino erinnert an das mittelalterliche Bistum

Die Basilika San Gavino wurde im 11. Jahrhundert errichtet und ist einer der größten romanischen Kirchenbauten Sardiniens. Sie besitzt zwei gegenüberliegende Apsiden und ist mit der Verehrung der Märtyrer Gavino, Proto und Gianuario verbunden.

Porto Torres blieb Bischofssitz, verlor später aber politische Bedeutung an Sassari. Der moderne Industrie- und Fährhafen machte die Stadt erneut zu einem Hauptzugang des Nordwestens—nun mit völlig anderen Maßstäben als die römische Kolonie.

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