Cala Gonone – Porto di Cala Gonone
Liegeplätze und Hafenservice in Cala Gonone
Cala Gonone besitzt den einzigen Hafen im Golfo di Orosei. Der aktuelle Dienstleister Yacht Service betreibt eine geschützte Kaiabschnitt mit 15 Liegeplätzen für Boote bis 35 Meter und maximal 4,5 Meter Tiefgang. Andere Hafenflächen dienen Ausflugs- und Mietbooten. Verfügbarkeit und Platz sind direkt beim Betreiber zu bestätigen.
Wasser und Strom mit 220 Volt stehen am betreuten Kai bereit. Der Sanitär-Bereich umfasst Toiletten und Duschen. Rund-um-die-Uhr-Bewachung, Mooringhilfe, Transfers und technische Hilfe werden angeboten. Im Sommer erzeugen Ausflugs- und Mietboote erheblichen Verkehr; Gastplätze dürfen nicht aus einer freien Kaikante abgeleitet werden.
Die Tankstelle liefert Benzin, Diesel und steuerbegünstigten Schiffskraftstoff für Boote bis zu den angegebenen 35 Metern und 4,5 Metern Tiefgang. Öffnungszeiten sind vorab zu vereinbaren. Abfall, Altöl und Batterien werden angenommen. Verfahren für Schwarz-, Grau- und Bilgenwasser sind mit dem Dienstleister abzustimmen.
Ein mobiler Kran hebt Boote bis 22 Tonnen; Taucher-, mechanische und elektrische Leistungen werden angeboten. Jeder Hub benötigt einen technischen Auftrag mit Termin, Maßen, Gewicht und geprüften Hebepunkten. Die exponierte Lage im Golf bedeutet, dass Seegang und Wetter den Hafenbetrieb stärker beeinflussen können als in tief eingeschnittenen Buchten.
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Cala Gonone: Karstküste, Mönchsrobbenhöhlen und Dorgalis Kulturraum
Ein Tunnel machte das Küstendorf dauerhaft erreichbar
Cala Gonone liegt unter den Kalkbergen des Supramonte. Die Verbindung zum Hauptort Dorgali war lange schwierig und führte über steile Wege. Der Straßentunnel durch den Berg erleichterte im 20. Jahrhundert den Ausbau zum Ferien- und Hafenort.
Die Siedlung ist damit eng mit Dorgali verbunden, besitzt aber eine eigene, zum Golf gerichtete Topografie. Der moderne Hafen wurde zum Ausgangspunkt für die schwer zugängliche Küste südlich des Orts.
Karst schuf Höhlen und unterirdische Wasserwege
Die Grotta del Bue Marino besteht aus weit verzweigten Gängen mit Seen, Tropfsteinen und prähistorischen Spuren. Ihr Name erinnert an die Mittelmeer-Mönchsrobbe, die dort früher beobachtet wurde und heute in diesem Küstenabschnitt als verschwunden gilt.
Cala Luna, Cala Sisine und Cala Goloritzé liegen zwischen hohen Kalkwänden. Schluchten und Quellen verbinden das Gebirge mit dem Meer. Mehrere Strände sind nur zu Fuß oder per Boot erreichbar.
Dorgalis Vorgeschichte liegt nicht nur an der Küste
Im Hinterland liegen Nuraghen, Gigantengräber und die Siedlung Tiscali in einer eingestürzten Doline. Tiscali wurde in nuragischer Zeit angelegt und später weiter genutzt; ihre verborgene Lage ist Teil ihrer besonderen Erhaltung.
Das Archäologische Museum von Dorgali ordnet Küstenfunde und Bergsiedlungen gemeinsam ein. Cala Gonone ist daher nicht bloß Tor zu Stränden, sondern maritimer Zugang zu einem Karst- und Kulturraum, der weit ins Supramonte reicht.