Cagliari – Marina di Bonaria
Liegeplätze und Versorgung in Marina di Bonaria
Marina di Bonaria liegt in der Darsena Su Siccu innerhalb des großen Hafens von Cagliari, gegenüber dem Heiligtum von Bonaria. Die städtische Tourismusseite nennt 302 Liegeplätze. Die Lega Navale beschreibt für ihren Bereich sieben Schwimmstege, 273 Plätze für Boote von sechs bis 15 Metern und bis zu fünf Meter Tiefgang. Zuständiger Betreiber und Gastzugang müssen deshalb vorab eindeutig geklärt werden.
Wasser und Strom stehen an den Stegen bereit. Toiletten und Duschen gehören zum Sanitär-Bereich. Bewachung, Brandschutz, Müllabholung und Parkplätze werden ebenfalls genannt. Ein Teil der Anlage wird von der Lega Navale als Vereinsbasis geführt; dort sind nur wenige Gastplätze für Mitglieder anderer Sektionen vorgesehen und ein freier öffentlicher Liegeplatz kann nicht vorausgesetzt werden.
Die Tankstelle liegt nicht in der Darsena selbst; Kraftstoff ist nur an anderer Stelle innerhalb des Hafens von Cagliari erhältlich. Abgabeort, Sorten und Öffnungszeiten müssen aktuell erfragt werden. Eine feste Pumpe für Schwarz-, Grau- oder Bilgenwasser sowie Verfahren für Altöl und Batterien sind in der städtischen Leistungsübersicht nicht eindeutig dokumentiert.
Sliprampe, Helling und eine feste Krananlage bis 2,5 Tonnen werden genannt. Offene Lagerflächen sowie Reparaturen an Motor, Rumpf und Segeln sind vorhanden. Größere Boote benötigen einen extern bestätigten Hebedienst. Im gesamten Handelshafen gilt besondere Aufmerksamkeit für große Fahrzeuge; Ankern und Fischen sind im Hafengebiet verboten, die Höchstgeschwindigkeit beträgt drei Knoten.
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Bonaria und Su Siccu: Belagerungshügel, Seefahrerheiligtum und Stadtküste
Der Hügel war Ausgangspunkt der aragonesischen Eroberung
1324 errichteten aragonesische Truppen auf dem Hügel östlich von Cagliari eine befestigte Stellung. Von dort führten sie die Belagerung des pisanischen Castel di Castro. Die Bezeichnung Bonaria geht auf die günstige Luft und Lage des Hügels zurück.
Die erhaltene kleine Wallfahrtskirche entstand in dieser aragonesischen Phase. Später wurde daneben die große Basilika gebaut, deren Vollendung sich über Jahrhunderte hinzog.
Die Madonna di Bonaria wurde zur Schutzfigur der Seefahrt
Nach der Überlieferung gelangte 1370 eine Kiste mit einem Marienbild während eines Sturms an Land. Ihre Verehrung verbreitete sich unter Seeleuten im westlichen Mittelmeer. Votivgaben im Museum des Heiligtums dokumentieren Bitten und Dank für Rettung auf See.
Spanische Seefahrer übertrugen den Namen nach Südamerika. Buenos Aires trägt ihn über die Anrufung Nuestra Señora del Buen Aire. Damit verbindet das Heiligtum die Cagliaritaner Küste mit einer weit über Sardinien hinausreichenden Seefahrtsgeschichte.
Su Siccu wurde vom Arbeitsufer zur Stadtpromenade
Unterhalb des Hügels lagen Hafen-, Salz- und Gewerbeflächen. Die Darsena del Sale verweist noch auf den Transport aus den Salinen östlich der Stadt. Moderne Stege, Messegelände und Sportanlagen veränderten das Ufer.
Die Passeggiata di Su Siccu erschließt heute die Küstenlinie zwischen Hafen und Bonaria. Der Blick verbindet moderne Marina, große Handelsschiffe und die monumentale Treppe des Heiligtums—drei Ebenen der Stadtgeschichte auf engem Raum.