Cagliari – Marina del Sole
Liegeplätze und Hafenservice in Marina del Sole
Marina del Sole liegt am Molo Sant'Elmo im Bereich Su Siccu des Hafens von Cagliari. Der Betreiber nennt 160 Liegeplätze für Boote bis 16 Meter. Das Becken hat Schlickgrund und wird mit fünf bis acht Metern Tiefe angegeben. Anlegehilfe ist zwischen 08:00 und 20:00 über UKW-Kanal 13 erreichbar; die Bewachung arbeitet rund um die Uhr.
Der Betreiber wirbt allgemein mit vollständigen Dienstleistungen, veröffentlicht auf der aktuellen Seite jedoch keine belastbare Einzelliste für Wasser, Strom und Sanitär-Bereich. Verfügbarkeit, Anschlusswerte, Abrechnung sowie Toiletten und Duschen müssen deshalb bei der Reservierung ausdrücklich bestätigt werden. Das Zentrum von Cagliari und die Versorgung entlang der Uferstraßen liegen in Stadtnähe.
Eine eigene Tankstelle wird nicht eindeutig genannt. Kraftstoff ist innerhalb des größeren Hafens von Cagliari erhältlich; konkreter Abgabeort, Sorten und Öffnungszeiten sind vorher abzustimmen. Für Schwarz-, Grau- und Bilgenwasser sowie Altöl und Batterien ist ebenfalls keine verlässliche öffentliche Pump- oder Annahmebeschreibung vorhanden.
Der Firmenname Cantieri del Sole weist auf technische Arbeiten hin, doch die aktuelle Marina-Seite nennt weder Travelift noch Kran mit bestätigter Traglast. Heben, Reparatur und Landlager benötigen deshalb eine gesonderte technische Zusage mit Maßen, Gewicht und Hebepunkten. Parken und Zufahrt am Molo Sant'Elmo sind mit Hafen- und Stadtverkehr geteilt.
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Molo Sant'Elmo: Cagliaris Hafenrand zwischen Salz, Handel und Stadtentwicklung
Su Siccu liegt zwischen Altstadt und Salinenlandschaft
Der östliche Hafenrand von Cagliari bildet den Übergang von den historischen Stadtvierteln zur Lagune von Molentargius und den früheren Salzflächen. Kanäle und Dämme verbanden industrielle Salzgewinnung, Hafenbecken und Küstenstraße.
Die Marina am Molo Sant'Elmo ist Teil dieses jüngeren Hafenausbaus. Sie liegt nicht im alten Viertel Marina westlich der Via Roma, obwohl beide Namen im Alltag leicht verwechselt werden.
Der Hafen machte Cagliari seit der Antike zum Umschlagplatz
Phönizier, Karthager und Römer nutzten die geschützte Lage des Golfs. Unter römischer Herrschaft verband Caralis Seerouten nach Nordafrika, Sizilien und zur italienischen Halbinsel. Hafenanlagen verlagerten sich im Laufe der Jahrhunderte mehrfach.
Im 19. und 20. Jahrhundert wurden Ufer befestigt, Eisenbahn und Handelshafen erweitert und neue Becken geschaffen. Kreuzfahrt-, Fähr-, Güter- und Sportbootverkehr teilen heute einen großräumigen Hafen, dessen einzelne Teile sehr unterschiedliche Aufgaben erfüllen.
Sant'Elmo verweist auf die Schutzfigur der Seeleute
Der Name des Molo erinnert an Erasmus von Antiochia, im Mittelmeerraum als Sant'Elmo oder San Telmo verehrt. Seeleute riefen ihn bei Gewittern und Gefahr an; auch das als Sankt-Elms-Feuer bekannte elektrische Leuchten an Masten trägt seinen Namen.
Am nahen Bonaria-Hügel verbindet sich diese Seefahrertradition mit der Verehrung der Madonna di Bonaria. Der Molo Sant'Elmo ist damit ein moderner technischer Hafenbau, dessen Name auf eine wesentlich ältere maritime Vorstellungswelt zurückgeht.