Buggeru – Porto Touristica di buggeru
Liegeplätze und Versorgung im Porto Turistico di Buggerru
Der kleine Sportboothafen von Buggerru liegt unmittelbar unter den ehemaligen Bergwerksanlagen an einer offenen Küste des Iglesiente. Eine aktuelle Betreiberseite mit belastbarer Gesamtzahl der Gast- und Dauerplätze, maximaler Bootslänge und vollständigen Tiefenklassen ist öffentlich nicht erreichbar. Platz, Maße und Tiefgang müssen deshalb direkt bestätigt werden; Seegang und Versandung können die Zufahrt beeinflussen.
Wasser und Strom werden in Hafenverzeichnissen für die Stege genannt, Anschlusswerte, Funktion und Abrechnung sind jedoch aktuell zu überprüfen. Für den Sanitär-Bereich mit Toiletten und Duschen fehlt ebenfalls eine verlässliche offizielle Leistungsbeschreibung. Einrichtungen, Zugang und Öffnungszeiten müssen bei der Reservierung geklärt werden.
Eine Tankstelle ist nicht auf einer aktuellen offiziellen Hafenseite eindeutig ausgewiesen. Der nächste bestätigte Kraftstoffabgabeort, Sorten und Betriebszeiten sind daher vorab zu erfragen. Pumpen für Schwarz-, Grau- oder Bilgenwasser sowie die Annahme von Altöl, Batterien und technischem Abfall dürfen ebenfalls nicht ohne direkte Zusage vorausgesetzt werden.
Slip-, Kran-, Reparatur- und Landlagerleistungen sind öffentlich nicht mit aktuellen technischen Daten dokumentiert. Jeder Hub muss separat beauftragt und anhand von Maßen, Gewicht und Hebepunkten bestätigt werden. Die beengte Lage zwischen Hang, alter Industriearchitektur und Hafen begrenzt Arbeits- und Parkflächen; längere Arbeiten benötigen frühzeitige Abstimmung.
Bitte kontaktieren Sie uns wenn Sie Fragen hinsichtlich der Verfügbarkeit haben!
Anreise und Einkaufen
Buggerru: Bergwerkshafen, Galleria Henry und der Arbeitskampf von 1904
Eine Bergbaugesellschaft gründete den Ort
Buggerru entstand 1864 mit dem Ausbau der Mine Malfidano. Blei- und Zinkerze wurden in großem Maßstab gewonnen, aufbereitet und über die Küste verschifft. Häuser und technische Anlagen fächerten sich vom engen Tal zum Meer auf.
Französische Leitungskräfte prägten einen privilegierten Teil des gesellschaftlichen Lebens mit Theater und Klub, weshalb der Ort „petite Paris“ genannt wurde. Die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Bergleute standen dazu in scharfem Gegensatz.
Die Galleria Henry führte Erz direkt über den Hafen
Die in den Fels getriebene Galleria Henry ermöglichte den Transport mit einer kleinen Bahn. Ihr Ausgang liegt über dem heutigen Hafen. Tunnel, Trassen und Öffnungen im Steilhang machen die Verbindung von Grube, Aufbereitung und Verschiffung noch ablesbar.
Heute ist die Galerie Teil eines bergbaugeschichtlichen Besuchswegs. Auch das Bergarbeitermuseum, Maschinenreste und verlassene Betriebsflächen bewahren die industrielle Topografie.
Das Massaker von Buggerru wurde nationale Geschichte
Am 4. September 1904 schoss das Militär während eines Arbeitskampfs auf Bergleute. Mehrere Menschen starben, weitere wurden verletzt. Das Ereignis löste Empörung aus und trug zum ersten landesweiten Generalstreik Italiens bei.
Mit der Schließung der Mine 1979 endete die wirtschaftliche Grundlage, die Buggerru geschaffen hatte. Der moderne Sportboothafen liegt deshalb nicht zufällig vor einer malerischen Kulisse: Er nutzt genau jene Küstenstelle, an der einst Erzbahn und Industrie auf das Meer trafen.