Bosa – Porti di Bosa Marina
Liegeplätze und Versorgung in den Häfen von Bosa Marina
Bosa besitzt mehrere Liegebereiche an Mündung und Fluss Temo. Der Porticciolo di Bosa Marina nahe der Küste nennt saisonal 140 Pontonplätze für Boote bis 50 Meter und maximal etwa 9,8 Meter Tiefgang. Die weiter flussaufwärts gelegene Nuova Darsena nennt 220 Plätze bei rund drei bis fünf Metern am Kai. Der konkrete Datensatzstandort, Betreiber und Platz müssen eindeutig bestätigt werden.
Wasser und Strom sind je nach Anlage verfügbar. Der Sanitär-Bereich des küstennahen Porticciolo umfasst Duschen; Toiletten, Zugang und Saisonzeiten sind beim gewählten Betreiber zu klären. WLAN, Bar, Tauchausrüstung, Lager- und Reparaturangebote werden dort saisonal von Mai bis Oktober geführt.
Eine Tankstelle ist für die Bosaer Hafenbereiche nicht auf allen aktuellen Betreiberseiten eindeutig ausgewiesen. Der nächste bestätigte Kraftstoffabgabeort, Sorten und Öffnungszeiten müssen daher vorab erfragt werden. Pumpen für Schwarz-, Grau- oder Bilgenwasser sowie Altölannahme sind je nach Anlage anzumelden.
Geschützte Lagerung und Reparaturen stehen zur Verfügung; eine aktuelle einheitliche maximale Travelift- oder Krantraglast wird jedoch nicht veröffentlicht. Jeder Hub benötigt einen gesonderten Auftrag. Die Zufahrt durch den Flussmund ist bei Tageslicht und ruhiger See empfohlen; Versandung und Strömung können die nutzbare Tiefe verändern.
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Bosa: einziger schiffbarer Fluss Sardiniens, Malaspina-Burg und Gerbereien
Der Temo verbindet Stadt und Meer
Bosa liegt am Temo, dem einzigen über eine längere Strecke schiffbaren Fluss Sardiniens. Die römische Siedlung Bosa Vetus lag näher an der Kirche San Pietro; der mittelalterliche Ort verlagerte sich unter den Schutz des Burgbergs.
Fluss und Mündung ermöglichten Handel mit anderen sardischen Häfen. Gleichzeitig bestimmten Hochwasser, Sediment und die schwierige Barre die Hafenentwicklung.
Die Malaspina errichteten Serravalle
Die toskanische Familie Malaspina ließ 1112 auf dem Hügel Serravalle eine Burg bauen. Mauern und Türme wurden über mehrere Jahrhunderte erweitert. Innerhalb der Anlage bewahrt die Kirche Nostra Signora de sos Regnos Altos einen bemerkenswerten Freskenzyklus.
Unterhalb entwickelte sich das Viertel Sa Costa mit engen Gassen und farbigen Häusern. Die Burg kontrollierte Flusstal und Zugang zum Meer zugleich.
Gerbereien prägten das industrielle Flussufer
Am linken Ufer stehen die Sas Conzas, ehemalige Gerbereien aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Wasser aus dem Temo wurde für die Verarbeitung von Häuten genutzt; Werkstätten und Trockenräume bildeten eine geschlossene Gewerbezeile.
Heute beherbergen Teile ein Museum. Der Ponte Vecchio verbindet Gerbereien und Altstadt. Die Häfen von Bosa Marina liegen weiter flussabwärts und gehören zur modernen nautischen Nutzung, während Burg, Häuser und Conzas die historische Stadtwirtschaft erklären.