Trogir – Marina Trogir (ex SCT)

Liegeplätze und Infrastruktur der Marina Trogir SCT

Die Marina Trogir SCT liegt auf Čiovo westlich der ACI Marina und gehört zum Gelände der Trogirer Werft. Der Betreiberverbund nennt 232 Wasserliegeplätze und 114 Landplätze. Die Anlage darf nicht mit der gegenüberliegenden ACI Marina Trogir verwechselt werden; beide besitzen eigene Rezeptionen, Stege und Tarife.

Am Tagesliegeplatz sind Wasser und Strom mit einem Standardanschluss von 16 Ampere, WLAN sowie die Nutzung der Sanitäranlagen mit Toiletten und Duschen enthalten. Höhere Anschlussleistungen und größerer Verbrauch werden nach Yacht und Tarif vereinbart. Restaurant, Lebensmittel- und Nautikgeschäft, Charterbüros und Parkplätze befinden sich im Komplex.

Der Yacht Service Center ist für sehr große Arbeiten ausgerüstet. Zwei Travellifte tragen 100 beziehungsweise 600 Tonnen; selbstfahrende Transportwagen 60 beziehungsweise 300 Tonnen. Hinzu kommen Werkstätten für Motor, Antrieb, Metall, Elektrik, Elektronik, Verbundwerkstoff, Tischlerei, Teak und Beschichtung. Jeder Hub muss mindestens drei Tage zuvor gebucht und technisch freigegeben werden.

Landliegeplätze umfassen Überwachung, Sanitärnutzung, Wasser und Strom nach dem jeweiligen Vertrag. Stützen, Waschen, Kranvorgänge und Parkplatz sind nur in bestimmten Paketen enthalten. Die Marina ist zugleich touristischer Liegeplatz und industrieller Servicebetrieb; markierte Arbeitszonen und Anweisungen des Werftpersonals sind daher strikt zu beachten.

Die Tankstelle für Boote liegt unmittelbar an der Grenze zwischen Marina Trogir SCT und ACI Marina. Sie ist nicht Teil eines normalen Liegeplatzes. Vor dem Anlegen sind aktuelle Öffnungszeiten, Kraftstoffsorten, geeignete Seite des Tankkais, Wassertiefe und Verkehrsbewegungen im engen Trogirer Fahrwasser zu prüfen.

Bitte kontaktieren Sie uns wenn Sie Fragen hinsichtlich der Verfügbarkeit haben!

Anreise und Einkaufen

Trogirs Werften vom Kalafat zum 600-Tonnen-Lift

Schiffbauer in Urkunden des 13. Jahrhunderts

Die Marina liegt nicht zufällig auf einem Werftgelände. Trogirs Schiffbau ist seit dem Mittelalter dokumentiert. Urkunden des 13. Jahrhunderts nennen Kalafaten wie Draggina, Tholan, Dessa und Gervazije sowie Trogirer Schiffe mit den Namen Sveti Ivan und Sveti Franjo.

1318 beschloss die Kommune, ein Arsenal für ihre Galeeren beim ehemaligen Friedhof des Johannesklosters zu errichten. Spätere Quellen verorten zwei Plätze zum Aufschleppen von Booten nahe den Kirchen des heiligen Dominikus und des heiligen Nikolaus. Schiffbau gehörte damit zum südlichen Stadtufer, lange bevor Industrieanlagen entstanden.

Kleine Werften und hölzerne Küstenschiffe

Im 19. Jahrhundert arbeiteten in Trogir mehrere kleine Werften. Sie bauten und reparierten Trabakel, Gajeten, Fischerboote und andere hölzerne Fahrzeuge. 1833 sind fünf Betriebe belegt; um die Mitte des Jahrhunderts arbeiteten in drei verbliebenen Werften zusammen rund 30 Kalafaten.

Die niedrige Küste von Čiovo eignete sich besser zum Aufschleppen als die befestigte Stadtinsel. Dadurch verlagerte sich das Handwerk auf jene Seite des Kanals, auf der heute Marina und Yachtservice liegen. Die geografische Kontinuität ist trotz des vollständigen Technikwechsels bemerkenswert.

Vom Reparaturbetrieb zum Stahlbau

Die moderne Werft begann Ende 1944, als ein Betrieb von Vis nach Trogir verlegt wurde. Zunächst reparierte er vier Jahre lang Schiffe für die Marine und baute kleinere Holzfahrzeuge. Ab 1948 folgten Ausbau und Modernisierung; 1955 begann der Bau der ersten Stahlschiffe auf den Trogirer Hellingen.

Die heutige Marina nutzt einen Teil dieses industriellen Erbes für Yachtwartung. Ein 600-Tonnen-Travellift und schwere Transportwagen ersetzen dabei das historische Aufschleppen. Zwischen Freizeitbooten, Werkhallen und Großgerät bleibt sichtbar, dass dieser Hafen nicht nur Kulisse, sondern weiterhin ein Standort spezialisierten Schiffbaus und -umbaus ist.

Restaurants und Hotels in der Nähe