Milna – ACI-Marina Milna - Brac

Liegeplätze und Versorgung der ACI Marina Milna

Die ACI Marina Milna liegt an der Westseite der tief eingeschnittenen Bucht von Milna auf Brač. Der jüngste detaillierte ACI-Katalog weist 148 Wasserliegeplätze und 15 Landplätze aus. Für Jahreslieger nennt er 18 Meter, für Tageslieger 35 Meter als maximale Schiffslänge. Ältere lokale und ACI-Unterlagen führen 157, 170 oder 183 Wasserplätze; maßgeblich sind deshalb die aktuelle Reservierung und die Zuweisung nach vollständigen Schiffsmaßen.

Die Liegeplätze verfügen über Wasser und Strom; der ACI-Katalog nennt Anschlüsse bis 63 Ampere. Sanitäranlagen mit Toiletten und Duschen, Rezeption, WLAN, Geldautomat, Wäscherei, Restaurant und Geschäft für nautischen Bedarf gehören zur Marina beziehungsweise liegen unmittelbar im Ort. Die Anlage ist ganzjährig geöffnet.

Für das Heben von Booten wird ein Acht-Tonnen-Kran ausgewiesen. Ein Travellift für größere Yachten gehört nicht zur veröffentlichten aktuellen Ausstattung. Werkstatt- und Wartungsleistungen stehen in begrenztem Umfang zur Verfügung; Hubgrenzen, Termin und Art der möglichen Reparatur müssen vorab bestätigt werden.

Die Marina liegt direkt an der bebauten Uferfront, sodass Lebensmittelgeschäfte, Markt, Cafés und weitere Dienstleistungen zu Fuß erreichbar sind. Wasser- und normaler Stromverbrauch sind bei üblichen Liegeplatzverträgen nach den jeweils geltenden ACI-Bedingungen eingeschlossen; Sonderanschlüsse und außergewöhnlicher Verbrauch können anders abgerechnet werden.

Die Tankstelle für Boote liegt nicht zwischen den ACI-Stegen, sondern ungefähr 500 Meter entfernt an der Südseite der Bucht. Sie ist über das Wasser erreichbar. Öffnungszeiten, Kraftstoffsorten, Wassertiefe am Tankplatz und mögliche Wartezeiten müssen vor dem Anlegen geprüft werden.

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Anreise und Einkaufen

Ansicht von ACI-Marina Milna - Brac
Ansicht von ACI-Marina Milna - Brac. Foto: Adam Jones Adam63 / Wikimedia Commons, Lizenz CC BY-SA 3.0.

Milna und die Bračer Küstenschifffahrt

Eine junge Siedlung um Anglišćina

Milna entwickelte sich im 17. Jahrhundert an den beiden Armen Žalo und Pantera. Ausgangspunkt war der befestigte Wohnsitz der Familie Cerinić, der im Volksmund Anglišćina heißt. Eine Erzählung verband das massive Haus später mit einem englischen Lord; tatsächlich gehört es zur frühen örtlichen Bebauung und lag beim ersten kleinen Marienheiligtum.

Die geschützte Bucht wurde auf Venezianisch als „Valle di mille navi“, Bucht der tausend Schiffe, bezeichnet. Der Name Milna wird dagegen auch mit dem feinen, durch Wasserläufe abgelagerten Boden – lokal „mil“ – in Verbindung gebracht. Beide Deutungen verweisen auf die besondere Gestalt der langen Naturbucht.

Die Bracera aus Milna

Im 18. und 19. Jahrhundert war Milna ein Handels-, Fischerei- und Schiffbauzentrum der Insel. In den örtlichen Werften entstanden große Fahrzeuge wie Trabakel, Schoner und Briggs ebenso wie Leuti, Gajeten und kleine Fischerboote. Besonders eng ist der Ort mit der Bracera verbunden, deren Prototyp nach lokaler Überlieferung von Milnaer Schiffbauern entwickelt wurde.

Die Bracera war ein gedrungener einmastiger Küstenfrachter mit rundem Rumpf, geringem Tiefgang und tief reichendem Ruder. Diese Bauweise eignete sich für Ladungsverkehr zwischen den dalmatinischen Inseln und kleinen Häfen. Im 19. und frühen 20. Jahrhundert gehörte der Typ zu den häufigsten Arbeitsseglern der östlichen Adria.

Barockkirche und venezianische Malerei

Die heutige Pfarrkirche Mariä Verkündigung wurde 1783 nach Plänen des Trogirer Baumeisters Ignacije Macanović mit Steinmetzen von Brač errichtet. Ihr Glockenturm ist älter und geht auf Trifun Bokanić im 16. Jahrhundert zurück. Die breite Fassade und die zum Portal führende Freitreppe beherrschen den mittleren Abschnitt der Uferbebauung.

Im Inneren befinden sich Werke venezianischer Maler, darunter eine Verkündigung von Gaspare Diziani. Der Weg nach Osibova ergänzt dieses Ensemble um 14 steinerne Kreuzwegkapellen, die die Familie Skarneo am Ende des 18. Jahrhunderts stiftete. Hafen, Werften und Sakralbauten erzählen damit gemeinsam vom wirtschaftlichen Aufstieg Milnas in der venezianisch geprägten Inselwelt.

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