Zadar – Marina Vitrenjak
Liegeplätze und Nutzung des Sporthafens Vitrenjak
Vitrenjak ist keine gewöhnliche kommerzielle Marina, sondern ein vom Segelclub Uskok betriebener Sporthafen im Westen von Zadar. Die Hafenordnung von 2025 nennt 650 Wasserliegeplätze und 40 Plätze an Land. Die Liegeplätze werden vertraglich bestimmten Nutzern und Booten zugeteilt; ein frei verfügbarer Transitplatz darf deshalb nicht vorausgesetzt werden.
Im Hafen bestehen Anschlüsse für Wasser und Strom. Sie dürfen laut Hafenordnung nur bei technisch geeigneter Bordinstallation und solange ein Crewmitglied an Bord ist genutzt werden; beim Verlassen des Boots müssen die Verbindungen getrennt werden. Wasser ist in angemessenen Mengen für Tanks, Reinigung und weitere Bordzwecke vorgesehen.
Das Gelände umfasst ein Clubgebäude mit Sekretariat und Gemeinschaftsräumen, Gastronomie, zwei Hallen für Jollen und Sportausrüstung sowie Parkflächen. Eine öffentlich garantierte Marinaausstattung mit Sanitäranlagen für Transityachten wird in der aktuellen Hafenordnung nicht als reguläres Leistungsversprechen beschrieben und muss beim Club erfragt werden.
Für Boote gibt es eine Arbeitsfläche und einen Kran. Kranleistungen erfordern eine Vereinbarung, einen Arbeitsauftrag und die Schiffsdokumente; ein kurzfristiger Landaufenthalt für Arbeiten ist grundsätzlich auf fünf Tage begrenzt. Die aktuelle maximale Tragfähigkeit wird in der Hafenordnung nicht genannt und muss vorab bestätigt werden.
Eine Tankstelle für Boote gehört nicht zur ausgewiesenen Infrastruktur von Vitrenjak. Kraftstoff muss an einer geeigneten Bootstankstelle in Zadar übernommen werden. Lage, Öffnungszeiten, Wassertiefe und angebotene Sorten sollten vor dem Verholen aktuell geprüft werden.
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Zadar als Stadt des Segelsports
Vitrenjak und der Segelclub Uskok
Der Sporthafen ist die Heimat des Jedriličarski klub Uskok. Der Club arbeitet mit Jollen- und olympischen Klassen wie Optimist, 420, 470 und 49er und betreibt eine ganzjährige Segelschule. Dadurch ist Vitrenjak weniger touristischer Dienstleistungshafen als Trainings-, Vereins- und Regattastandort.
Zu den bekanntesten Sportlern aus diesem Umfeld gehört Šime Fantela, der mit Igor Marenić 2016 in Rio de Janeiro olympisches Gold in der 470er-Klasse gewann. Die Clubanlagen, Slip- und Kranflächen sowie die große Zahl kleinerer Liegeplätze spiegeln diese sportliche Funktion unmittelbar wider.
Vom römischen Straßenraster zur Rundkirche
Das historische Zadar entwickelte sich als römisches Iader mit einem regelmäßigen Straßennetz. Das Forum entstand vom 1. Jahrhundert v. Chr. bis zum 3. Jahrhundert n. Chr. und maß ungefähr 45 mal 90 Meter. Ein erhaltener Pfeiler diente im Mittelalter als Pranger.
Auf und neben den antiken Fundamenten entstand im frühen Mittelalter das bischöfliche Zentrum. Die Rundkirche, zunächst der Heiligen Dreifaltigkeit geweiht, erhielt später den Namen des Bischofs Donatus. Ihr kreisförmiger Raum und die Wiederverwendung römischer Bauteile machen die Schichtung der Stadtgeschichte besonders deutlich.
Eine Stadt hinter venezianischen Bastionen
Zadar war Verwaltungszentrum des venezianischen Stato da Mar in Dalmatien. Im 16. und 17. Jahrhundert wurde die Halbinsel mit Bastionen, Mauern und einem äußeren Fort gegen neue Artillerietechnik gesichert. Das Landtor von 1543 verband repräsentative Stadtarchitektur mit militärischer Kontrolle.
Seit 2017 ist das Verteidigungssystem Teil des UNESCO-Welterbes der venezianischen Verteidigungswerke. Von Vitrenjak aus liegt diese befestigte Halbinsel südöstlich entlang der Küste; der Kontrast zwischen dem modernen Sporthafen und der historischen Seefestung zeigt zwei sehr unterschiedliche Formen maritimer Infrastruktur.