Norddalmatien · 14 Tage · Inseln, Naturparks und Flussfahrt
Nordinseln, Kornaten und Krka ab Zadar
Diese zweiwöchige Runde verbindet rund 282 direkte Seemeilen und drei sehr verschiedene Revierbilder: die stilleren Nordinseln Molat und Silba, Telašćica und Kornati sowie die Hafenstädte und den schiffbaren Krka-Unterlauf zwischen Šibenik und Skradin.
Tag 1 · Samstag
Zadar → Sukošan
Ein kurzer Auftakt führt nach sorgfältiger Yachtübernahme in die Goldene Bucht mit Großmarina, Palac-Ruine und altem Dorfkern.
Die kurze erste Etappe beginnt erst nach einer sorgfältigen Übergabe
Zwischen der Charterbasis in Zadar und Sukošan liegen nur knapp sieben direkte Seemeilen. Trotzdem ist dieser Schlag kein fester Bestandteil des Übergabetags. Inventar, Sicherheitsausrüstung, Motor, Segel, Ankeranlage und bekannte Schäden werden ohne Zeitdruck geprüft. Erst wenn Proviant verstaut, Rollen verteilt und der Liegeplatz in Sukošan bestätigt sind, entscheidet die Crew, ob das verbleibende Tageslicht für einen ruhigen Ortswechsel reicht.
Verzögert sich die Übergabe, bleibt die Yacht in Zadar. Am Sonntag startet die Crew direkt nach Brgulje; dadurch fällt Sukošan aus, ohne dass der weitere Törn hektisch aufgeholt werden muss. Die kurze Distanz ist also eine Möglichkeit für einen schönen ersten Abend, keine Einladung, Einweisung oder Kontrolle abzukürzen.
Aus dem Stadthafen geht es in die Zlatna luka
Nach dem Ablegen führt der Kurs aus dem Hafenraum von Zadar südostwärts entlang der Festlandküste. Fähren, Ausflugsboote, Fischer und die Zufahrten zu mehreren Marinas sorgen dafür, dass auch auf wenigen Meilen sauberer Ausguck nötig bleibt. Die Crew nutzt die Strecke, um Motorfahrt, Instrumente und Manöverrollen erstmals unter realen Bedingungen zu prüfen.
Sukošan liegt an der tief eingeschnittenen Zlatna luka, der „Goldenen Bucht“. Die D-Marin Dalmacija erstreckt sich zwischen Sukošan und Bibinje. Der zugewiesene Steg wird vor der Einfahrt bestätigt; erst danach liegen Fender, Heckleinen und Mooringhandschuhe passend bereit. Ein ruhiges erstes Anlegemanöver ist wertvoller als ein zusätzliches Segelmanöver in der Dämmerung.
D-Marin Dalmacija ist ein großer Versorgungs- und Technikstandort
Der Betreiber nennt 1.076 Wasserliegeplätze, 300 Trockenliegeplätze und Aufnahmemöglichkeiten für Yachten bis 70 Meter. Wasser und Strom stehen an den Stegen zur Verfügung. Sanitäranlagen, Wäscherei, WLAN, Supermarkt, Gastronomie, nautischer Handel, Parkplätze, Charter- und Servicebetriebe liegen auf dem weitläufigen Gelände. Eine Bootstankstelle ist vom Wasser erreichbar; Öffnung und Wartezeit werden aktuell geprüft.
Für Arbeiten an Land gibt es Travellifte mit 30, 35 und 80 Tonnen sowie unterschiedliche Fachbetriebe. Ein zusätzlicher 250-Tonnen-Lift wurde 2026 geliefert, soll nach Betreiberangabe aber erst im Herbst den Betrieb aufnehmen und wird vorher nicht eingeplant. Für diese Woche ist vor allem wichtig, dass Wasser, fehlender Proviant oder eine technische Auffälligkeit noch am ersten Abend an einem gut ausgestatteten Standort geklärt werden können.
Sukošans Palac steht wie eine Kulisse im flachen Wasser
Vor dem alten Dorfkern liegen die Mauerreste des Palac auf einer künstlich geschaffenen Insel. Der Erzbischof von Zadar ließ den sommerlichen Landsitz ab 1470 errichten. Während des Kandischen Kriegs diente die Anlage den Bewohnern als Zuflucht vor osmanischen Angriffen. Heute ist nur ein Teil des rechteckigen Baus erhalten, doch seine isolierte Lage macht ihn zum unverwechselbaren Wahrzeichen der Bucht.
Der Name Portus aureus, „Goldener Hafen“, verweist ebenso wie Zlatna luka auf die geschützte Bucht. Schon in römischer Zeit wurde die Umgebung landwirtschaftlich und maritim genutzt; im Bereich Barbir liegen Spuren einer Villa rustica teilweise unter Wasser. Marina, Dorf und Ruine stehen damit nicht zufällig am selben Ort, sondern folgen einer sehr alten Logik aus Schutz, Versorgung und Nähe zu Zadar.
Im Dorfkern liegen Wehrgeschichte und wiederverwendete Steine dicht beieinander
Sukošan wurde im späten 15. Jahrhundert befestigt. Vom Mauerring ist vor allem das obere Tor als Grenze des alten Kerns erkennbar. Die Kirche Unserer Lieben Frau von der Barmherzigkeit entstand 1650 gegenüber dem Tor und besitzt Schießscharten. In ihren Türgewänden wurden vorromanische Reliefbalken aus dem 9. oder 10. Jahrhundert wiederverwendet, vermutlich aus einem älteren Sakralbau.
Auch die Pfarrkirche des heiligen Kassian bewahrt mittelalterliche Bauteile und eine glagolitische Inschrift. Der Spaziergang muss deshalb nicht lang sein: Zwischen Ufer, Palac, Tor und Kirche zeigt sich auf wenigen Straßen, wie ein Küstenort römische Spuren, kirchlichen Grundbesitz und venezianische Verteidigung in seine heutige Form übernommen hat.
Der erste Abend ordnet die Yacht für das Inselrevier
Nach dem Festmachen werden nur die Dinge ergänzt, die bis Jezera wirklich fehlen. Brot, Obst, Gemüse und Trinkwasser bleiben sinnvoller als ein übervoller Kühlschrank. Zum Essen passen Fisch, Grillgerichte oder eine einfache Konoba im Ort; eine Reservierung wird erst nach bestätigtem Liegeplatz gemacht.
Vor der Nacht steht die Yacht so da, wie sie am nächsten Morgen ablegen soll. Wetter, die gut 24 Seemeilen bis Brgulje und eine konkrete Alternative werden geprüft; Leinen und persönliche Ausrüstung finden feste Plätze. Eine Crew, die am zweiten Tag nichts suchen muss, hat aus dem kurzen Auftakt mehr gewonnen als aus jeder zusätzlich gefahrenen Meile.
Der vollständige Törnplan ist für Charterberater-Kunden verfügbar
Charterberater-Kunden erhalten diese sorgfältig aufbereiteten Törnvorschläge kostenfrei, einschließlich aller Etappen, Häfen, Restaurant- und Liegeplatzempfehlungen sowie einer druckbaren PDF. Wenn wir Sie nach einer qualifizierten Anfrage bereits als Kunden angelegt haben, können Sie sich mit Ihrer bei uns hinterlegten E-Mail-Adresse einloggen oder einmalig registrieren.
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