Sibenik – Solaris Yacht Marina

Liegeplätze und Versorgung der Amadria Yacht Marina

Die Amadria Yacht Marina liegt südlich von Šibenik innerhalb des Amadria-Park-Resorts, das früher unter dem Namen Solaris bekannt war. Der Betreiber nennt aktuell 196 Wasserliegeplätze. Die Anlage ist damit eine kompakte Marina und keine Erweiterung des Stadthafens von Šibenik. Zulässige Bootslänge, Breite und Tiefgang müssen für den konkreten Liegeplatz bestätigt werden.

An den Stegen stehen Wasser und Strom zur Verfügung. Die Hafenordnung verpflichtet die Marina außerdem zur Bereitstellung und Instandhaltung von Sanitäranlagen; Toiletten und Duschen gehören somit zur Infrastruktur für Liegeplatznutzer. Umfang, Öffnungszeiten und mögliche Zugangsbeschränkungen sollten bei kurzfristigen Aufenthalten mit der Rezeption abgestimmt werden.

Die aktuelle Preisliste führt Kranarbeiten, Hochdruckreinigung, Taucherleistungen, Trockenliegeplätze und die Nutzung von Bootsböcken auf. Eine verbindliche maximale Tragfähigkeit des Krans ist in den zugänglichen aktuellen Betreiberangaben nicht eindeutig genannt. Gewicht, Abmessungen, gewünschte Arbeit und Termin müssen deshalb vor dem Aus- oder Einwassern bestätigt werden.

Marinanutzer befinden sich unmittelbar im Resortgelände mit Hotels, Restaurants, Cafés, Strandbereichen und weiteren Freizeiteinrichtungen. Diese Angebote sind jedoch nicht automatisch Bestandteil eines Liegeplatzvertrags. Parken, WLAN sowie die Nutzung einzelner Resortanlagen richten sich nach dem gebuchten Tarif und den jeweils geltenden Zugangsregeln.

Eine eigene Tankstelle für Boote wird in den aktuellen offiziellen Ausstattungs- und Preisunterlagen der Marina nicht ausgewiesen. Kraftstoff muss daher an einer geeigneten Bootstankstelle im Raum Šibenik übernommen werden. Lage, Öffnungszeiten, Wassertiefe am Tanksteg und verfügbare Kraftstoffsorten sollten vor dem Anlaufen aktuell geprüft werden.

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Anreise und Einkaufen

Der maritime Zugang nach Šibenik

Ein schmaler Kanal zwischen Meer und Stadt

Zwischen der offenen Adria und dem geschützten Hafenbecken von Šibenik liegt der Kanal des heiligen Antonius. Auf wenigen Kilometern verbindet er Küste, Inseln und die Mündung der Krka. Seine steilen Ufer und die enge Fahrrinne machten ihn über Jahrhunderte zum kontrollierbaren Zugang der Stadt. Heute gehört das Gebiet zu einer geschützten Landschaft, in der mediterrane Vegetation, Felsküste und militärische Spuren dicht nebeneinanderliegen.

Der Kanal trägt seinen Namen nach einer Höhle mit einer dem heiligen Antonius geweihten Kapelle. Sie erinnert daran, dass die Ufer nicht nur militärisch genutzt wurden. Wege erschließen außerdem Aussichtspunkte, Buchten und den Bereich von Minerska, dessen ehemalige Kasernen und unterirdische Anlagen aus dem 20. Jahrhundert stammen.

Die Festung auf der Insel Ljuljevac

Am seeseitigen Eingang des Kanals steht die Festung des heiligen Nikolaus. Auf der kleinen Insel Ljuljevac befand sich zuvor ein Benediktinerkloster. Nachdem 1522 das nahe Skradin unter osmanische Herrschaft geraten war, verstärkte Venedig die Sicherung des wichtigen Hafens. Der Bau der neuen Seefestung begann 1540 nach einem Entwurf des venezianischen Militärarchitekten Gian Girolamo Sanmicheli.

Die Anlage wurde so positioniert, dass ihre Geschütze die schmale Zufahrt beherrschten. Ihre ungewöhnliche Form und die sorgfältige Stein- und Ziegelkonstruktion zeigen den Übergang von mittelalterlichen Mauern zur Festungsarchitektur für Feuerwaffen. Trotz ihrer eindrucksvollen Bewaffnung musste sie ihre Verteidigungsaufgabe nie in einer großen Seeschlacht erfüllen.

Teil eines venezianischen Verteidigungssystems

Seit 2017 gehört St. Nikolaus gemeinsam mit fünf weiteren Anlagen in Italien, Montenegro und Kroatien zum UNESCO-Welterbe „Venezianische Verteidigungswerke des 16. bis 17. Jahrhunderts“. Die Festungen dokumentieren, wie die Republik Venedig ihre Seewege und die Grenzen ihres Herrschaftsgebiets mit aufeinander abgestimmten Bauformen schützte.

In Šibenik lässt sich dieses System besonders klar ablesen: St. Nikolaus kontrollierte den Zugang vom Meer, während die Festungen St. Michael, St. Johannes und Barone die Stadt und ihre Landseite sicherten. Der Kanal war damit nicht bloß eine landschaftliche Engstelle, sondern das erste Glied einer gestaffelten Verteidigung zwischen Adria und Stadt.

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