Pag – ACI-Marina Simuni

Liegeplätze und Versorgung der ACI Marina Šimuni

Die ACI Marina Šimuni liegt im westlichen Teil der tief eingeschnittenen Šimuni-Bucht an der Südwestküste der Insel Pag. Die aktuelle Hafenordnung nennt 221 Wasserliegeplätze und 55 Plätze an Land; damit ist sie größer als ältere Betreiber- und Verzeichnisangaben. Die Marina ist ganzjährig geöffnet. Für den konkreten Liegeplatz müssen Bootslänge, Breite und Tiefgang bestätigt werden.

Die Stege verfügen über Wasser und Strom. Sanitäranlagen bieten Toiletten und Duschen sowie einen getrennten, barrierefrei nutzbaren Bereich. Zur Ausstattung gehören Rezeption, WLAN, Restaurant, Lebensmittelgeschäft, Geschäft für nautischen Bedarf, Geldautomat und Parkplätze.

Eine Servicewerkstatt und eine Segelmacherei übernehmen technische Arbeiten. Für das Aus- und Einwassern stehen ein Kran mit 15 Tonnen Tragfähigkeit sowie eine Slipanlage für Boote bis acht Meter Länge bereit. Ein Travellift ist nicht ausgewiesen. Gewicht, Abmessungen, Hubtermin und Leistungsumfang müssen vorab mit der Marina abgestimmt werden.

Die 55 Trockenliegeplätze gehören zum offiziellen Hafenumfang. ACI veröffentlicht je nach Vertrag unterschiedliche Leistungen und Verbrauchsgrenzen; insbesondere Wasser und Strom dürfen nicht unabhängig vom aktuellen Tarif als unbegrenzt eingeschlossen betrachtet werden.

Die Marina besitzt keine eigene Tankstelle für Boote. ACI nennt die Kraftstoffstation im Stadthafen von Novalja als nächstgelegene Möglichkeit und gibt die Entfernung mit ungefähr sieben Seemeilen an. Öffnungszeiten, Zufahrt und verfügbare Kraftstoffsorten sollten vor dem Tankstopp aktuell geprüft werden.

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Anreise und Einkaufen

Šimuni, ein Fischerdorf in drei Buchten

Drei Buchten mit verschiedenen Aufgaben

Šimuni liegt zwischen den Inselzentren Pag und Novalja und verteilt sich auf drei benachbarte Buchten. Im nördlichen Einschnitt befindet sich die Marina. Die mittlere Bucht dient den örtlichen Fischerbooten und traditionell auch dem Verkauf des frischen Fangs. Die südliche Bucht bildet mit ihrem Kiesstrand den Badebereich des Dorfes. Diese klare räumliche Gliederung macht die Fischerei im Ort weiterhin sichtbar.

Lokale Boote laufen früh am Morgen ein, und Fisch gelangt ohne lange Transportwege in Geschäfte und kleine Restaurants. Šimuni ist deshalb nicht nur ein touristischer Hafenname, sondern bis heute ein aktiver Fischerort.

Eine junge Siedlung mit älteren Wirtschaftsformen

Im Unterschied zu vielen Dörfern auf Pag entstand Šimuni erst im 19. Jahrhundert. Überlieferungen verbinden die ersten einfachen Hirtenunterkünfte am Wasser mit Angehörigen der Familie Fabijanić aus der Stadt Pag. Eine kleine Kapelle des heiligen Antonius von Padua diente als religiöser Mittelpunkt. Kirchliche Verzeichnisse erwähnen Šimuni 1875 noch als Gebiet der Pfarrei Kolan.

Der Ort verband Schafhaltung und Landwirtschaft mit dem Zugang zum Meer. Später führte eine kleine Bahn zur Küste, über die Kohle aus den Gruben bei Kolan zum Verladehafen transportiert wurde. Von dieser industriellen Episode ist im heutigen Fischerdorf nur wenig unmittelbar erkennbar.

Stein, Schafe und aromatische Weiden

Die Umgebung zeigt die für Pag typische Karstlandschaft mit langen Trockenmauern. Auf dem kargen Boden wachsen niedrige, salz- und windgeprägte Kräuter wie Salbei und Immortelle. Sie bilden einen wesentlichen Teil des Futters der Pager Schafe und tragen zum charakteristischen Aroma des Inselkäses bei.

Weiter südlich entwickelte die Stadt Pag eine andere filigrane Tradition: Die seit dem 15. Jahrhundert belegte Pager Spitze wird ohne vorgezeichnete Vorlage mit Nadel und Faden gearbeitet. Seit 2009 gehört das kroatische Spitzenhandwerk mit der Pager Form zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO.

Restaurants und Hotels in der Nähe