Poros
Kommunale Liegeplätze und Versorgung im Hafen von Poros
Yachten liegen in Poros entlang verschiedener kommunaler Kaiabschnitte im schmalen Kanal gegenüber Galatas. Der Hafen ist zugleich Fähranleger, Wassertaxi-Station, Versorgungsort und Liegeplatz für Berufsschiffe. Eine einheitliche Zahl reservierbarer Gastplätze wird nicht veröffentlicht; Sektoren können gesperrt oder bestimmten Verkehren vorbehalten sein. Die aktuelle Zuweisung erfolgt über das Municipal Port Fund.
Wasser und Strom werden nach Kontakt mit dem Hafenbüro an ausgerüsteten Abschnitten freigeschaltet. Sanitär und Duschen sind nicht als zentraler, rund um die Uhr garantierter Marina-Komplex dokumentiert; lokale Einrichtungen sind gesondert zu erfragen. Geschäfte, Tavernen, Apotheke und Schiffsausrüster befinden sich direkt in der Stadt.
Kraftstoff kommt laut offiziellem Hafenführer per Tankwagen. Eine feste Tankstelle am jeweiligen Liegeplatz darf nicht angenommen werden; Bestellung und Übergabeposition sind abzustimmen. Müll gehört an die kommunalen Sammelpunkte, Altöl, Batterien sowie Bilgen-, Grau- und Schwarzwasser nur an bestätigte Fachannahmen.
Zwei Werften liegen im Bereich Plaka auf der Festlandseite, nicht unmittelbar an jedem Stadtkai. Travelift, Kran, Helling und Reparaturumfang müssen dort separat vereinbart werden. Im engen Kanal erzeugen Fähren und Ausflugsschiffe Schwell; Ankerverbote, Fährsektoren und örtliche Anweisungen sind besonders zu beachten.
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Poros: vulkanischer Stadtfelsen, Kalaureia und die Gründung des griechischen Staates
Poros besteht aus zwei geologisch verschiedenen Inselteilen
Die Stadt steht dicht gestaffelt auf Sfairia, einem kleinen vulkanischen Inselteil. Ein schmaler Landstreifen verbindet ihn mit der größeren, überwiegend bewaldeten Kalaureia. Der enge Kanal nach Galatas lässt den Hafen beinahe wie einen Flussraum erscheinen.
Der Uhrturm über der Stadt wurde zum weithin sichtbaren Orientierungspunkt. Unterhalb folgen neoklassizistische Häuser, Treppen und Kaianlagen dem steilen Gelände.
Auf Kalaureia lag ein bedeutendes Poseidon-Heiligtum
Das antike Heiligtum gehörte zu einem regionalen religiösen und politischen Netzwerk. Der Redner Demosthenes suchte dort 322 vor Christus Zuflucht und nahm sich das Leben, als makedonische Verfolger ihn erreichten.
Archäologische Arbeiten untersuchen nicht nur den Tempel, sondern auch Siedlungs- und Kultbereiche. Der Ort liegt im Inselinneren und ist nicht mit der modernen Hafenzeile gleichzusetzen.
Poros spielte während der Staatsgründung eine diplomatische Rolle
In der Revolution von 1821 und den folgenden Jahren war die Insel ein wichtiger maritimer Stützpunkt. 1828 berieten Vertreter Großbritanniens, Frankreichs und Russlands hier mit Ioannis Kapodistrias über Grenzen und Organisation des entstehenden griechischen Staates.
Später entwickelte sich eine Marineausbildungs- und Versorgungspräsenz. Damit verbindet Poros antike Heiligtumsgeschichte, Revolution und staatliche Seefahrt auf ungewöhnlich kleinem Raum.