Saronischer Golf · 7 Tage · Rundtörn
Early BoardingAthen und der Saronische Golf
Diese siebentägige Runde ab Alimos verbindet Ägina, Poros, Hydra und Spetses mit Ermioni und Nea Epidavros an der Küste der Argolis. Lebhafte Inselhäfen, zwei lange Schlussetappen und Orte der griechischen Unabhängigkeitsgeschichte machen sie zu einer abwechslungsreichen Route für eine erfahrene Crew.
Tag 1 · Samstag
Athen · Alimos Marina → Ägina
Mit bestätigtem Early Boarding führt die erste Etappe durch den verkehrsreichen Saronischen Golf zur Pistazieninsel Ägina.
Mit bestätigtem Early Boarding hinaus nach Ägina
Die knapp 19 Seemeilen von Alimos nach Ägina sind nur mit gebuchter und von der Basis bestätigter früher Übergabe ein guter Auftakt. Einweisung, Proviant und Sicherheitsrunde müssen abgeschlossen sein, bevor die Yacht die große Marina verlässt. Wird es später, bleibt das Boot in Athen und startet am nächsten Morgen ohne Hektik.
Hinter der Hafenausfahrt liegt der dichte Schiffsverkehr von Piräus. Fähren, Frachter, Tragflächenboote und kleinere Fahrzeuge kreuzen den Saronischen Golf auf sehr unterschiedlichen Kursen. Die Crew hält sorgfältig Ausguck und fährt für andere Verkehrsteilnehmer klar erkennbar. Auch eine kurze Strecke verlangt hier volle Aufmerksamkeit.
Äginas flache Silhouette wird erst spät deutlich. Noch bevor Häuser und Hafenmole deutlich werden, prägen die Fährbewegungen die Ansteuerung. Fender, Leinen und Aufgaben liegen deshalb bereit, solange außerhalb des Beckens noch Raum ist.
Alimos ist ein großer Charterhafen mit langen Wegen
Die Alimos Marina ist einer der wichtigsten Charterstützpunkte Athens. Wasser, Strom, Sanitäranlagen, Entsorgung und eine Tankstelle gehören zur Anlage; der konkrete Übergabeplatz und jede Leistung richten sich nach Basis und aktueller Zuweisung. Zwischen Büro, Yacht und Einkauf entstehen schnell längere Wege.
Trinkwasser, Frühstück und ein unkompliziertes Bordessen kommen bereits in Alimos an Bord. So bleibt die Crew auch in kleineren Häfen unabhängig von Öffnungszeiten und Sortiment. Kühlware wird zuletzt übernommen, schwere Vorräte verschwinden zuerst in den tiefen Stauräumen.
Motor, Ankerwinsch, Reffsystem und Navigationslichter werden gemeinsam geprüft. Offene Fragen werden vor dem Ablegen mit der Basis geklärt. Nach der Ankunft in Ägina lässt sich fehlende Einweisung nicht mehr sinnvoll nachholen.
Ägina ist Fährhafen und Inselzentrum zugleich
Im Hafen von Ägina treffen Fähren, Flying Dolphins, Fischer, Ausflugsboote und Yachten auf engem Raum zusammen. Vor dem Manöver müssen Liegeweise, Ankerlage und zugewiesener Platz eindeutig geklärt sein. Die Zufahrt der Berufsschifffahrt bleibt frei, auch wenn ein vermeintlich guter Platz lockt.
Seitenwind, Schwell und gekreuzte Ankerketten können das Festmachen anspruchsvoll machen. Fender werden nicht erst am Kai verteilt. Ist das Becken voll oder die Lage unruhig, bleibt ein bestätigter Alternativplatz auf der Insel oder eine andere geschützte Bucht im Plan.
Wasser und Strom werden nur genutzt, wenn sie am tatsächlichen Platz verfügbar sind. Technische Fragen und größere Einkäufe werden möglichst schon in Alimos erledigt. In Ägina beginnt der Inselteil der Reise.
Ägina war Hauptstadt, Handelsplatz und Münzstadt
Ägina gehörte in der Antike zu den bedeutenden Handelsmächten der Region und prägte früh eigene Münzen. Nach der griechischen Unabhängigkeit wurde die Stadt 1828 unter Ioannis Kapodistrias vorübergehend erste Hauptstadt des neuen Staates. Neoklassizistische öffentliche Gebäude erinnern an diese kurze, prägende Phase.
Vom Hafen führt ein leichter Rundgang durch Marktstraßen, farbige Fassaden und das heutige Inselzentrum. Wer den Tempel der Aphaia sehen möchte, organisiert einen Transfer: Der dorische Tempel entstand um 500 bis 490 v. Chr. auf einem bewaldeten Hügel im Nordosten der Insel.
Für einen späten Ankunftstag sind Stadt und Ufer die bessere Wahl. Der Tempel verdient Licht und Zeit; er ist kein Punkt, den man zwischen Festmacher und Abendessen noch hastig abhakt.
Pistazien gehören hier nicht nur ins Souvenirregal
Die Pistazie von Ägina trägt eine geschützte Ursprungsbezeichnung und prägt Landwirtschaft sowie Inselküche. Geröstete Kerne, Pistazienmus, Gebäck und Eis stehen überall bereit. Am besten probiert man ein Erzeugnis, bei dem Herkunft und Zutaten tatsächlich erkennbar sind.
Am Hafen gibt es Fisch, Gemüse und klassische Meze. Nach Übergabe und Passage passt ein unkompliziertes Essen in Sichtweite der Yacht. Beim Tagesfang sollten Art, Gewicht und Preis vor der Bestellung feststehen. Zum Dessert passt Pistaziengebäck oder ein Eis aus heimischen Pistazien.
Vor der Nacht werden Leinen und Ankerwinkel noch einmal geprüft. Poros liegt am nächsten Tag gut 20 Seemeilen entfernt – lang genug für einen echten Segeltag, kurz genug für einen ruhigen Morgen.
Ohne frühe Übergabe entfällt Ägina als erster Nachtplatz
Fällt Early Boarding aus, bleibt die Yacht in Alimos. Die Crew kann Proviant, Rollen und Sicherheitsausrüstung in Ruhe ordnen und am Morgen ausgeschlafen nach Poros oder zunächst nach Ägina fahren. Die Route wird angepasst, nicht die Einweisung verkürzt.
Ein zusätzlicher Abend in Athen lässt sich gut nutzen. Eine späte Ankunft zwischen Fähren und unübersichtlichem Hafenverkehr wäre dagegen ein unnötiges Risiko. Ob die Yacht ausläuft, wird direkt nach der Übergabe anhand von Zeit, Licht und Crew entschieden.
Der vollständige Törnplan ist für Charterberater-Kunden verfügbar
Charterberater-Kunden erhalten diese sorgfältig aufbereiteten Törnvorschläge kostenfrei, einschließlich aller Etappen, Häfen, Restaurant- und Liegeplatzempfehlungen sowie einer druckbaren PDF. Wenn wir Sie nach einer qualifizierten Anfrage bereits als Kunden angelegt haben, können Sie sich mit Ihrer bei uns hinterlegten E-Mail-Adresse einloggen oder einmalig registrieren.
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