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Für eine Yachtcharter im Revier Griechenland empfehlen wir „Hafenguide Griechenland 1: Ionisches Meer, Peloponnes, Golf von Korinth, Athen, Saronischer Golf und Albanien“ von Per Hotvedt, Jørn Engevik und Hanne Engevik.

Buchcover zu Hafenguide Griechenland 1: Ionisches Meer, Peloponnes, Golf von Korinth, Athen, Saronischer Golf und Albanien

Der großformatige „Hafenguide Griechenland 1“ ist konsequent für die visuelle Orientierung gebaut. Die zweite, vollständig überarbeitete Auflage von 2020 umfasst 268 Seiten mit rund 237 Hafenplänen, elf Übersichtskarten und mehr als 300 Abbildungen. Sie folgt dem weiten Bogen vom Ionischen Meer über Peloponnes und Golf von Korinth bis Athen, in den Saronischen Golf und nach Albanien. In der Regel stehen Luftbild, eingezeichneter Hafenplan und erläuternder Text unmittelbar zusammen. Dadurch erkennt man Einfahrt, Becken, Liegebereiche und Umgebung schneller, als wenn diese Informationen über mehrere Kapitel verteilt wären.

Stärken und Einsatz an Bord

Seinen größten Nutzen zeigt der Guide kurz vor einem unbekannten Ziel. Die Crew kann das Luftbild mit Karte und Blick voraus abgleichen, mögliche Liegebereiche besprechen und erkennen, auf welcher Seite Stadt, Versorgung oder freie Wasserfläche liegen. Für einen Törn ab Korfu, Lefkas oder Athen liefert die große Abdeckung außerdem genügend Alternativen, wenn ein vorgesehenes Ziel wegen Wind oder voller Kaianlagen ausfällt. Ein einzelner Kundenbericht beim Fachhändler lobt gerade die Übersichtlichkeit und den praktischen Gebrauch; die kleine Zahl der Bewertungen erlaubt jedoch keine breite Verallgemeinerung. Hafenplan und Foto bleiben eine Vorbereitungshilfe, keine verbindliche Ansteuerungsunterlage. Das erleichtert besonders unerfahrenen Mitseglern, die räumliche Situation zu verstehen und beim Hafenmanöver dieselben Erwartungen wie der Skipper zu haben.

Unsere Einordnung

Empfehlenswert ist der Band für visuell arbeitende Skipper und Crews, die viele unterschiedliche griechische Häfen anlaufen. Das A4-Format und die Spiralbindung sind am Kartentisch praktisch, im Cockpit aber weniger handlich als ein kleiner Pilot. Zudem liegt der Redaktionsstand inzwischen mehrere Saisons zurück. Änderungen an Schwimmstegen, Mooringleinen, Gebühren, Versorgung oder lokalen Verfahren sind deshalb möglich. Aktuelle Seekarten und Berichtigungen, Wetter, Hafenmeldungen und das Basisbriefing bleiben erforderlich. Als ergänzender Hafenguide überzeugt die klare Doppelseitenlogik weiterhin; wer ausführliche Revierkunde, Windzusammenhänge und längere Törnplanung sucht, kombiniert ihn besser mit einem umfassenden Küstenhandbuch.

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