Nafplion – Marina Nafplion

Kommunale Yachtliegeplätze im Hafen von Nafplio

Yachten nutzen in Nafplio einen Teil des großen kommunalen Stadthafens. Das Becken dient außerdem Fahrgastschiffen, Ausflugsbooten, Fischerei und zeitweise Kreuzfahrtverkehr; es handelt sich nicht um eine abgeschlossene Marina mit einheitlichen Stegen. Gastplatz, Tiefe und zulässige Liegedauer werden durch Hafenfonds und Hafenbehörde zugewiesen.

Wasser und Strom sind an dafür vorgesehenen Abschnitten verfügbar, jedoch nicht an jeder Kaimauer. Sanitär und Duschen werden nicht als zentraler Marina-Komplex mit garantierten Öffnungszeiten veröffentlicht; Einrichtungen im Stadt- oder Betreiberumfeld sind gesondert zu klären. Gastronomie, Markt und Geschäfte liegen unmittelbar hinter der breiten Hafenfläche.

Die Betankung erfolgt laut kommunaler Information durch externe Anbieter. Eine feste Tankstelle am Gastkai darf nicht vorausgesetzt werden; Kraftstoffart, Tankwagen und Übergabeposition sind abzustimmen. Müll gehört an die Hafen-Sammelstellen, Altöl, Batterien sowie Bilgen-, Grau- und Schwarzwasser nur an bestätigte Fachannahmen.

Lokale Betriebe bieten Wartung und Landlager außerhalb des zentralen Kais. Eigene aktuelle Travelift- oder Kranlasten des Stadthafens sind nicht verlässlich ausgewiesen; Hebearbeiten benötigen eine separate Vereinbarung. Bei starkem Wind kann im großen, offenen Hafenbecken Schwell entstehen, und Berufsschifffahrt hat Vorrang.

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Nafplio: venezianische Festungen und erste Hauptstadt des modernen Griechenland

Akronafplia, Palamidi und Bourtzi sichern drei Ebenen der Stadt

Die Felsen von Akronafplia waren seit der Antike befestigt. Venezianer, Osmanen und spätere Herrschaften bauten die Anlagen weiter aus. Auf dem 216 Meter hohen Palamidi entstand zu Beginn des 18. Jahrhunderts eine moderne Bastionsfestung.

Das Bourtzi steht auf einer kleinen Insel in der Hafeneinfahrt. Die venezianische Festung ergänzte Ketten- und Artilleriesperren und wurde nach späteren Nutzungen bis 2021 umfassend restauriert.

Nafplio wurde politisches Zentrum der Revolution

Griechische Truppen eroberten die Festungen während des Unabhängigkeitskriegs. Ioannis Kapodistrias kam 1828 nach Nafplio und machte die Stadt zum Regierungssitz; 1833 traf hier auch König Otto ein.

Kapodistrias wurde 1831 vor der Kirche Agios Spyridon ermordet. Gebäude, Plätze und Denkmäler der Altstadt erzählen deshalb nicht nur von venezianischer Architektur, sondern auch von den konfliktreichen Anfängen des modernen Staates.

Die Altstadt verbindet osmanische, venezianische und neoklassizistische Schichten

Am Syntagma-Platz stehen frühere Moscheen neben dem archäologischen Museum in einem venezianischen Speicherbau. Schmale Straßen führen zu neoklassizistischen Häusern und hinauf zu älteren Befestigungen.

Nach der Verlegung der Hauptstadt nach Athen verlor Nafplio seine Regierungsfunktion, bewahrte aber ein ungewöhnlich dichtes historisches Ensemble. Hafen, Bourtzi und Festungsberge sind dabei keine getrennten Kulissen, sondern Teile eines über Jahrhunderte entwickelten Verteidigungssystems.

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