Athen – Flisvos Marina

Superyacht-Liegeplätze und Service in der Flisvos Marina

Flisvos Marina liegt in Palaio Faliro und ist auf große Yachten spezialisiert. Der Betreiber nennt 310 Liegeplätze, von denen mehr als die Hälfte für Yachten über 30 Meter ausgelegt sind; aufgenommen werden Fahrzeuge von etwa 15 bis 110 Metern. Die Wassertiefe wird je nach Bereich mit 4,5 bis 16 Metern angegeben. Platz, Manöveranforderungen und Tiefgang sind dennoch für jedes Schiff zu bestätigen.

Trinkwasser und Strom stehen an den Liegeplätzen bereit; die elektrische Leistung reicht laut Betreiber von 32 bis 630 Ampere. Sanitäranlagen mit WC, barrierefreien Einrichtungen, Duschen und Wickelraum, WLAN, kontrollierter Zugang, CCTV, Liegehilfe und technischer Bereitschaftsdienst gehören zur Ausstattung. Die Promenade bietet Gastronomie und Geschäfte, ohne die gesicherten Stege öffentlich zu machen.

Eine Tankstelle befindet sich in der Marina. Öffnungszeit, Kraftstoffart, Menge und Abfertigungsposition sind aktuell abzustimmen. Abwasser-Sammelstationen und zertifizierte Entsorgungsunternehmen werden ausdrücklich genannt. Für Altöl, Batterien, Bilgenwasser und weitere technische Stoffe bleibt eine dokumentierte Übergabe an die zuständige Stelle erforderlich.

Flisvos vermittelt technische Hilfe und zertifizierte Taucher, veröffentlicht aber keinen eigenen Travelift oder großen Werftbetrieb als Kernleistung. Umfangreiche Hebe-, Rumpf- und Landarbeiten benötigen daher eine separate, bestätigte Lösung. Rund 650 Stellplätze, Hafenbehörden und Sicherheitsdienste befinden sich im Areal; die Betriebsweise entspricht einer kontrollierten Superyacht-Marina.

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Anreise und Einkaufen

Ansicht von Athen – Flisvos Marina
Ansicht von Athen – Flisvos Marina. Foto: Simisa / Wikimedia Commons, Lizenz CC BY-SA 3.0.

Palaio Faliro: antiker Zugang Athens und schwimmende Marinegeschichte

Phaleron war Athens Hafen vor dem Ausbau von Piräus

Die flache Bucht von Phaleron diente dem antiken Athen als früher Zugang zum Meer. Erst der systematische Ausbau der tieferen Becken von Piräus verlagerte den Schwerpunkt der Kriegs- und Handelsschifffahrt weiter westlich.

Der Name Palaio Faliro bewahrt diese alte Küstenidentität. Die moderne Uferlinie wurde durch Straßenbau, Aufschüttungen, Sportanlagen und Marinas stark umgeformt, sodass antike Topographie und heutiger Stadtgrundriss nicht deckungsgleich sind.

Die Georgios Averof erinnert an die Balkankriege

Nahe der Marina liegt der Panzerkreuzer Georgios Averof als Museumsschiff. Er war im frühen 20. Jahrhundert Flaggschiff der griechischen Marine und spielte besonders in den Balkankriegen eine zentrale Rolle. Im Zweiten Weltkrieg entkam das Schiff 1941 nach Alexandria und kehrte 1944 mit der Exilregierung nach Griechenland zurück.

Die griechische Marine restaurierte den Kreuzer ab den 1980er-Jahren als schwimmendes Museum. Innenräume, Geschütze und technische Bereiche vermitteln eine Epoche zwischen Segeltradition und moderner Stahlflotte.

Mehrere historische Schiffe bilden ein maritimes Museumsviertel

Zum benachbarten Bestand gehören die rekonstruierte antike Triere Olympias und weitere Museumsfahrzeuge. Das Passagierschiff Neraida dokumentiert die Küstenschifffahrt im Saronischen Golf und bleibt als fahrfähiges schwimmendes Museum registriert.

Dadurch treffen in Flisvos sehr verschiedene maritime Welten aufeinander: antike Ruderkriegsschiffe, Marinegeschichte des 20. Jahrhunderts, frühere Passagierlinien und heutige Superyachten. Diese Nachbarschaft ist eine Besonderheit der Marina und nicht bloß Dekoration ihrer Promenade.

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