Kalamata – Kalamata Marina
Liegeplätze und Werftservice in der Kalamata Marina
Die Kalamata Marina liegt westlich des Handelshafens und direkt im Stadtgebiet. Die Greek Marinas Association nennt 250 Liegeplätze sowie ein Trockenlager für rund 150 Boote. Maximallänge und Tiefgang unterscheiden sich nach Kai und Steg; der konkrete Platz ist deshalb mit Abmessungen und gewünschter Aufenthaltsdauer zu reservieren.
Wasser und Strom stehen an den Liegeplätzen zur Verfügung. Sanitär mit Toiletten und Duschen, Sicherheits- und Hafendienste sowie städtische Geschäfte und Gastronomie gehören zum Umfeld der voll organisierten Marina. Eine Tankstelle wird als Marina-Leistung geführt; Öffnungszeit, Kraftstoffart und Bedienung sind vorab zu prüfen.
Hausmüll gehört an die vorgesehenen Sammelpunkte. Für Altöl, Batterien sowie Bilgen-, Grau- und Schwarzwasser muss die zuständige technische Annahme bestätigt werden; die öffentliche Leistungsübersicht beschreibt nicht jede Abfallart im Detail.
Das Werftareal verfügt über einen Travelift bis 60 Tonnen und etwa 150 Stellplätze an Land. Fachbetriebe decken typische Wartungs- und Reparaturarbeiten ab. Hebetermin, maximale Breite, Gurtposition und tatsächliches Gewicht müssen technisch freigegeben werden. Die Marina liegt neben einem weiterhin aktiven Stadthafen; gewerblicher Verkehr und lokale Vorschriften bleiben relevant.
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Kalamata: Revolution von 1821, Hafenindustrie und messenische Olivenkultur
Kalamata verbindet antikes Pharai mit einer mittelalterlichen Burgstadt
Die Siedlungsgeschichte reicht bis zum antiken Pharai zurück. Über dem älteren Stadtkern erhebt sich eine Burg, die unter fränkischen, byzantinischen und osmanischen Herrschaften mehrfach verändert wurde.
Unterhalb entwickelten sich Marktviertel und Kirchen. Das heutige Stadtbild wurde zusätzlich durch das schwere Erdbeben von 1986 und den anschließenden Wiederaufbau geprägt.
Am 23. März 1821 wurde die Stadt zum frühen Zentrum der Revolution
Aufständische unter Petrobey Mavromichalis und Theodoros Kolokotronis nahmen Kalamata ein. Die Messenische Senatsversammlung formulierte von hier einen Appell an die europäischen Mächte, eines der frühen diplomatischen Dokumente des Aufstands.
Die Kirche Agioi Apostoloi ist eng mit der lokalen Erinnerung an diese Ereignisse verbunden. Historische Feierlichkeiten beziehen sich bis heute auf das Datum der Befreiung.
Der Hafen machte regionale Produkte international handelbar
Im 19. und frühen 20. Jahrhundert wurden Olivenöl, Feigen, Seide und andere messenische Erzeugnisse über den Hafen ausgeführt. Eisenbahn und Industriebetriebe verbanden das landwirtschaftliche Hinterland mit der Küste.
Die Kalamata-Olive wurde weltweit zum Namensträger der Region, doch Sorte, geschützte Herkunftsbezeichnungen und tatsächlicher Produktionsort sind zu unterscheiden. Das kulturelle Erbe umfasst Anbau, Verarbeitung und Handel, nicht nur ein touristisches Produktetikett.