Tribunj – Tribunj Danivius Marina
Liegeplätze und Versorgung der D-Marin Tribunj
Die D-Marin Tribunj liegt östlich des historischen Inselkerns von Tribunj. Der Betreiber nennt aktuell 243 Wasserliegeplätze für Yachten bis 40 Meter Länge und 50 Stellplätze an Land. Ältere Abschnitte derselben Betreiberseite nennen noch 245 Plätze; für die Planung gilt daher die aktuelle hervorgehobene Kapazität, während der konkrete Liegeplatz anhand aller Schiffsmaße bestätigt werden muss.
An den Stegen stehen Wasser und Strom zur Verfügung. Zur Infrastruktur gehören Sanitäranlagen mit Toiletten und Duschen, ein barrierefrei nutzbares WC, WLAN, Rezeption, Parkplätze und rund um die Uhr arbeitende Sicherheits- und Videoüberwachung. Die Hafencrew ist über UKW-Kanal 17 erreichbar.
Ein Travellift mit 80 Tonnen Tragfähigkeit bedient den Werftbereich. Angeboten werden Antifouling, Politur, GFK-Reparaturen, Elektrik, Motorarbeiten, Tischler- und Teakarbeiten sowie Polsterei und Persenningservice. Die Marina ist autorisierter Volvo-Penta- und Seakeeper-Service. Gewicht, Breite und Hubtermin müssen vor einer Kranleistung bestätigt werden.
Auf dem Gelände beziehungsweise unmittelbar am Hafen befinden sich Restaurant, Unterkünfte, Geldautomat und weitere Servicebetriebe. Sammelstellen nehmen normalen, getrennten sowie öl- und schadstoffhaltigen Abfall an. Großflächige Arbeiten am belegten Wasserliegeplatz sind laut Hafenregeln nicht erlaubt und gehören in den Servicebereich.
Die Marina besitzt eine eigene Tankstelle für Boote. Sie wird in der aktuellen Betreiberübersicht ausdrücklich als Hafenanlage geführt. Öffnungszeiten, verfügbare Kraftstoffsorten, zulässige Schiffsmaße und eine mögliche Wartezeit am Tanksteg sollten vor einem fest terminierten Stopp geprüft werden.
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Tribunj zwischen Inselkern und Jurjevgrad
Ein dicht bebauter Kern auf einer Insel
Der historische Mittelpunkt von Tribunj entstand auf einer kleinen Insel, die später durch eine steinerne Brücke mit dem Festland verbunden wurde. Enge Gassen und dicht aneinandergefügte Häuser nutzten den begrenzten Raum und boten zugleich Schutz. Der Ort erscheint 1463 schriftlich als Tribohunj; spätere Formen reichen von Trebunj bis zum venezianischen Trebocconi.
Die Herkunft des Namens ist nicht eindeutig geklärt. Lokale Deutungen verbinden ihn entweder mit einer vorchristlichen Sonnengottheit oder mit einem slawischen Wort für einen Opferplatz. Sicherer als diese Etymologien ist die Kontinuität des Ortes zwischen befestigtem Hügel, Inselkern und Fischereihafen.
Jurjevgrad auf dem Hügel des heiligen Nikolaus
Die ältere Siedlung lag am Hügel Sveti Mikula. Auf dessen Höhe befand sich die mittelalterliche Festung Jurjevgrad, nach der der Ort von der Gründung des Bistums Šibenik 1298 bis ins späte 17. Jahrhundert bezeichnet wurde. Unter venezianischer Herrschaft entstanden um die Mitte des 17. Jahrhunderts neue Verteidigungsanlagen gegen osmanische Angriffe.
Reste dieser Mauern wurden zu Beginn des 20. Jahrhunderts freigelegt. Am Hang steht die alte Kirche des heiligen Nikolaus mit ihrem Friedhof. Zusammen markieren Kirche, Gräber und Festungsspuren den früheren Schwerpunkt des Orts, bevor sich das Leben stärker auf Insel und Ufer verlagerte.
Fischerei, Oliven und der Esel als Kulturgut
Tribunj ist bis heute von Fischerei und Landwirtschaft geprägt. Boote, Fischmarkt und Gastronomie halten die Verbindung zwischen Fang und Ort sichtbar. Im Hinterland gliedern Trockenmauern Olivenhaine und Weinflächen; sie speichern nicht nur knappes Erdreich, sondern dokumentieren Generationen manueller Arbeit im Karst.
Eine ungewöhnliche lokale Tradition ist das Eselrennen. Es erinnert mit bewusst humorvollem Charakter an die Rolle des dalmatinischen Esels als Last- und Arbeitstier in Weinbergen und Olivenhainen. Auch die inszenierte Schlacht um Jurjevgrad greift Ortsgeschichte nicht als abstraktes Datum, sondern als gemeinschaftliches Ereignis auf. Beide Feste verbinden den heutigen Küstenort mit seinem landwirtschaftlichen und befestigten Hinterland.