Kephalonia – Port Sami

Liegeplätze und Grundversorgung im Hafen von Sami

Der Hafen von Sami ist ein kommunaler Verkehrs- und Sportboothafen an der Ostküste Kefalonias. Fähren, Ausflugsschiffe, Fischerboote und Yachten nutzen unterschiedliche Kaibereiche; er ist keine abgeschlossene Vollservice-Marina. Eine allgemein verbindliche Zahl reservierbarer Yachtplätze oder maximale Fahrzeuglänge ist nicht veröffentlicht. Liegeposition, Tiefgang und Fährmanöver müssen daher mit der Hafenstelle geklärt werden.

Wasser und Strom werden für den Yachtkai angeboten, können an kommunalen Plätzen aber von Säule, Freischaltung und Saisonbetrieb abhängen. Gastronomie und Geschäfte liegen direkt an der Uferstraße. Ein eigener Sanitärbereich mit garantierten Toiletten und Duschen für jeden Gastlieger ist nicht eindeutig dokumentiert; verfügbare Einrichtungen sind vor Ort zu erfragen.

Eine feste Tankstelle unmittelbar am Yachtliegeplatz wird nicht belastbar ausgewiesen. Kraftstoff kann über örtliche Anbieter organisiert werden, doch Lieferart und zulässiger Übergabepunkt benötigen eine Absprache. Hausmüll gehört in die kommunalen Sammelstellen. Altöl, Batterien sowie Bilgen-, Grau- und Schwarzwasser dürfen nur an bestätigte Fachannahmen abgegeben werden.

Travelift, Kran, Helling, Werft und gesichertes Landlager gehören nicht zur veröffentlichten Standardausstattung des kommunalen Hafens. Kleinere technische Hilfe ist im Ort vermittelbar; größere Hebe- oder Rumpfarbeiten müssen an einem geeigneten Werftstandort organisiert werden. Parkmöglichkeiten verteilen sich im Ort und können bei Fährankünften oder im Hochsommer stark ausgelastet sein.

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Anreise und Einkaufen

Ansicht von Kephalonia – Port Sami
Ansicht von Kephalonia – Port Sami. Foto: Jean Housen / Wikimedia Commons, Lizenz CC BY-SA 3.0.

Sami: antike Doppelstadt, Erdbebenlandschaft und Höhlenwelt Kefalonias

Das antike Same beherrschte zwei befestigte Hügel

Über dem modernen Ort liegen die Akropolen Palaiokastro und Agioi Fanentes. Mauerreste und Verbindungslinien zeigen die Ausdehnung der antiken Stadt, die wegen ihres Hafens und der kontrollierten Ostküste strategische Bedeutung besaß.

Rom eroberte Same 189 vor Christus nach einer mehrmonatigen Belagerung. Archäologische Funde aus späteren Epochen, darunter römische Bauten und Gräber, belegen, dass der Ort seine Bedeutung nicht sofort verlor. Der heutige Hafen liegt unterhalb dieser weitläufigen, nicht vollständig ausgegrabenen Stadtlandschaft.

Das Erdbeben von 1953 formte den modernen Ort

Eine schwere Erdbebenserie zerstörte im August 1953 große Teile Kefalonias, Ithakas und Zakynthos. Sami wurde wie fast die gesamte Insel neu aufgebaut; deshalb prägt Nachkriegsarchitektur den Küstenort stärker als ein geschlossenes historisches Zentrum.

Die Katastrophe beschleunigte Abwanderung und veränderte Eigentum, Wirtschaft und Bauweise. Einzelne ältere Kirchen und Ruinen sind deshalb besonders wichtige Zeugnisse, sollten aber nicht mit einer ungebrochen erhaltenen Altstadt verwechselt werden.

Karstwasser verbindet Berge, Höhlen und Küste

Die Höhlen Melissani und Drogarati liegen im Hinterland von Sami. Melissani besitzt einen eingestürzten Höhlenteil mit unterirdischem See; Drogarati ist durch große Tropfsteinräume geprägt. Beide entstanden im stark verkarsteten Kalkstein der Insel.

Färbeversuche zeigten, dass Wasser von den Katavothres bei Argostoli unterirdisch quer durch Kefalonia fließt und im Raum Sami wieder austritt. Das ungewöhnliche System erklärt, weshalb die Höhlen nicht isolierte Sehenswürdigkeiten, sondern Teile eines inselweiten hydrologischen Zusammenhangs sind.

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