Argostoli (Kephalonia) – Marina Argostoli
Liegeplätze und Grundversorgung im Hafen von Argostoli
Der als Marina Argostoli geführte Liegebereich ist Teil des kommunalen Stadthafens in der tiefen Bucht von Argostoli, keine klar abgegrenzte Vollservice-Marina. Kreuzfahrt-, Fähr-, Fischer- und Sportbootverkehr verteilen sich auf unterschiedliche Uferabschnitte. Eine belastbare Gesamtzahl reservierbarer Yachtplätze und einheitliche Grenzwerte sind nicht veröffentlicht; Liegeplatz, Länge und Tiefgang müssen von Hafenfonds oder Hafenbehörde bestätigt werden.
Der kommunale Hafenfonds nennt Wasser, Strom und Reinigung als Grunddienste, allerdings nur an den dafür vorgesehenen Plätzen. Verfügbarkeit, Freischaltung und Anschlusswert können je nach Kai variieren. Ein eigener Sanitärbereich mit garantierten Toiletten und Duschen für Gastlieger ist nicht eindeutig ausgewiesen. Geschäfte, Gastronomie und weitere städtische Versorgung liegen entlang der Uferzone.
Eine feste Tankstelle direkt am Sportbootkai ist nicht dokumentiert. Ein örtlicher Anbieter liefert Kraftstoff in den Hafen; Zeit und Betankungszone werden laut Anbieter von der Hafenbehörde festgelegt. Hausmüll gehört in kommunale Behälter. Altöl, Batterien sowie Bilgen-, Grau- und Schwarzwasser dürfen nur an einer ausdrücklich bestätigten Fachannahme abgegeben werden.
Travelift, Kran, Helling, Werft und gesichertes Landlager gehören nicht zur veröffentlichten Standardausstattung dieses Stadthafens. Technische Dienstleistungen lassen sich örtlich organisieren, für größere Hebe- und Rumpfarbeiten ist jedoch ein geeigneter Werftstandort zu vereinbaren. Parkflächen liegen im Stadtgebiet und können bei Kreuzfahrt- oder Fährbetrieb stark belegt sein.
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Argostoli: venezianische Hauptstadt, Erdbebenstadt und ungewöhnliches Karstsystem
Argostoli wurde im 18. Jahrhundert zur Inselhauptstadt
Die venezianische Verwaltung verlegte den Hauptort Kefalonias 1757 von der Festung Agios Georgios an die geschützte Bucht von Argostoli. Der neue Hafen bot bessere Voraussetzungen für Handel und Verwaltung. Unter britischer Herrschaft entstanden im 19. Jahrhundert Straßen, öffentliche Bauten und die steinerne Drapano-Brücke über den inneren Teil der Bucht.
Die Brücke wird häufig mit dem britischen Gouverneur Charles de Bosset verbunden. Sie veränderte die Landverbindung und ist heute ein markantes Baudenkmal; motorisierter Durchgangsverkehr wurde von ihr entfernt.
Die Erdbeben von 1953 zerstörten fast die gesamte Stadt
Eine schwere Erdbebenserie traf Kefalonia im August 1953. In Argostoli gingen große Teile des venezianisch und britisch geprägten Baubestands verloren. Der Wiederaufbau folgte modernen Bauvorschriften und erklärt das überwiegend nachkriegszeitliche Stadtbild.
Das Korgialenio Historische und Volkskundemuseum dokumentiert mit Fotografien, Möbeln, Trachten und Alltagsgegenständen das Leben vor der Katastrophe. Seine Sammlung ist deshalb besonders wichtig, weil viele dargestellte Gebäude nicht mehr existieren.
Meerwasser verschwindet bei Katavothres im Untergrund
Nördlich der Stadt fließt Meerwasser in Spalten des Kalksteins. Im 19. Jahrhundert trieb der Strom Wasserräder an. Markierungsversuche bestätigten später, dass ein Teil des Wassers unterirdisch die Insel durchquert und nach Vermischung mit Süßwasser bei Karavomilos und in der Melissani-Höhle nahe Sami wieder erscheint.
Das System gehört zum UNESCO Global Geopark Kefalonia-Ithaka. Es verbindet die Bucht von Argostoli unmittelbar mit der Landschaft auf der gegenüberliegenden Inselseite und zeigt, dass die scheinbar getrennten Küsten hydrologisch zusammenhängen.