Rhodos – Rhodos New Marina
Liegeplätze, Werft und Versorgung in der Rhodes Marina
Die neue Rhodes Marina liegt südlich des zentralen Hafens und der mittelalterlichen Stadt. Die Greek Marinas Association nennt rund 600 Wasserliegeplätze für ein breites Größenspektrum sowie etwa 200 Trockenplätze. Einzelne sehr große Fahrzeuge können nach Sonderprüfung aufgenommen werden; Länge, Breite, Tiefgang und Strombedarf müssen für jeden Platz bestätigt werden.
Trinkwasser und Strom mit Anschlüssen von 32 bis 450 Ampere stehen zur Verfügung. Das Sanitärangebot umfasst Toiletten, Duschen und Wäscherei. WLAN, kontrollierte Zugänge, Videoüberwachung, Sicherheitsdienst, Parken, Gastronomie, Geschäfte, Hafenpolizei und Zoll ergänzen die Anlage. Eine eigene Tankstelle übernimmt die Kraftstoffversorgung.
Pump-out für Abwasser, Bilgenwasserannahme sowie kontrollierte Sammlung von Altöl, Schmierstoffen und gefährlichen Abfällen werden ausgewiesen. Hausmüll, Batterien sowie Bilgen-, Grau- und Schwarzwasser müssen dennoch jeweils an der dafür vorgesehenen Stelle übergeben werden.
Die Werft verfügt über einen Travelift bis 200 Tonnen, einen hydraulischen Trailer bis 70 Tonnen, Rampe, Kran- und Reparaturleistungen. Die Zahlen garantieren keine Eignung für jedes Boot: Rumpfform, Breite, Gewicht, Anschlagpunkte, Helling, Arbeitsumfang und Termin benötigen eine technische Freigabe. Der Ausbauzustand einzelner Marinabereiche kann sich weiter verändern.
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Rhodos-Stadt: Johanniterorden, osmanische Jahrhunderte und eine vielschichtige Altstadt
Die Johanniter formten eine befestigte Ordensstadt
Der Johanniterorden beherrschte Rhodos von 1309 bis 1522. Er baute antike und byzantinische Befestigungen zu einem komplexen Mauerring aus, gliederte die Stadt in Ritterviertel und Wohnbereiche und errichtete Hospitäler, Herbergen und den Großmeisterpalast.
Die sogenannte Ritterstraße verband zentrale Ordensbauten. Viele Gebäude wurden nach Erdbeben, Belagerungen und späteren Umbauten stark restauriert; das heutige Erscheinungsbild ist daher nicht in jedem Detail mittelalterlich.
Die osmanische Eroberung veränderte Stadt und Bevölkerung
Nach einer langen Belagerung übergab der Orden die Stadt 1522 an Sultan Süleyman I. Kirchen wurden zu Moscheen, neue Bäder, Brunnen und Wohnbauten entstanden. Christen lebten überwiegend außerhalb der Mauern, während muslimische und jüdische Gemeinden die ummauerte Stadt mitprägten.
Minarette, Moscheen und osmanische Häuser sind bis heute Teil des Stadtbilds. Sie bilden keine kurze Zwischenphase, sondern dokumentieren fast vier Jahrhunderte osmanischer Herrschaft.
Das jüdische Viertel bewahrt Erinnerung an eine zerstörte Gemeinde
Sephardische Juden lebten seit dem späten 16. Jahrhundert in La Juderia. Die Kahal-Shalom-Synagoge von 1577 ist die älteste erhaltene Synagoge Griechenlands. Handel, Sprache und religiöse Einrichtungen verbanden Rhodos mit Gemeinden im östlichen Mittelmeer.
1944 deportierten die deutschen Besatzer fast die gesamte jüdische Bevölkerung von Rhodos und Kos nach Auschwitz; nur wenige überlebten. Museum und Gedenkplatz erinnern an eine Gemeinde, die nicht als bloßes historisches Dekor der Altstadt behandelt werden darf.