Rhodos – Mandraki Port
Liegeplätze und Versorgung im Mandraki-Hafen von Rhodos
Mandraki ist der historische Hafen unmittelbar nördlich der mittelalterlichen Stadt von Rhodos. Yachten, Ausflugsboote und lokale Fahrzeuge nutzen verschiedene Kaibereiche; Liegeplätze werden über die Hafenverwaltung vergeben. Eine einheitliche aktuelle Kapazität und allgemein gültige Grenzwerte werden auf der Reservierungsseite nicht veröffentlicht. Zuweisung, Länge und Tiefgang müssen daher bestätigt werden.
Wasser und Strom stehen an den dafür ausgerüsteten Liegeplätzen zur Verfügung. Toiletten und Warmwasserduschen liegen nahe dem Hafenbüro, nicht zwingend unmittelbar am Boot. Das Sanitärangebot ist damit vorhanden, Zugang und Öffnungszeiten sind aktuell zu prüfen. Geschäfte, Gastronomie, Wäscherei und städtische Dienste liegen rund um das Becken.
Kraftstoff wird nach Betreiberangaben per Tankwagen am Kai geliefert; eine feste Tankstelle im engen historischen Becken besteht nicht. Genehmigung, Zeit und Übergabepunkt müssen abgestimmt werden. Hausmüll gehört in ausgewiesene Behälter. Altöl, Batterien sowie Bilgen-, Grau- und Schwarzwasser benötigen eine bestätigte Fachannahme.
Travelift, Kran, Helling, Werft und gesichertes Landlager gehören nicht zur Standardausstattung von Mandraki. Größere technische Arbeiten und Hebevorgänge sind in einer geeigneten Marina oder Werft zu organisieren. Parkraum ist an der Uferzone begrenzt; Ausflugsverkehr und öffentliche Wege müssen freigehalten werden.
Bitte kontaktieren Sie uns wenn Sie Fragen hinsichtlich der Verfügbarkeit haben!
Anreise und Einkaufen
Flughäfen in der Nähe
Supermärkte in der Nähe

Mandraki: antiker Hafenraum, Johanniterfestung und italienische Verwaltungsstadt
Der Koloss stand nicht nachweislich mit gespreizten Beinen über der Einfahrt
Der Koloss von Rhodos wurde nach dem gescheiterten Angriff des Demetrios Poliorketes im frühen 3. Jahrhundert vor Christus errichtet. Die große Heliosstatue stürzte bei einem Erdbeben nach wenigen Jahrzehnten ein. Ihr genauer Standort ist bis heute nicht gesichert.
Die populäre Darstellung über der Hafeneinfahrt ist eine spätere Vorstellung und technisch wie quellenkritisch umstritten. Die Hirsch- und Hirschkuhfiguren auf modernen Säulen markieren die Einfahrt, sind aber keine erhaltenen Sockel des Kolosses.
Agios Nikolaos schützte die Mole
Am Ende der östlichen Mole steht die Festung Agios Nikolaos. Die Johanniter bauten sie im 15. Jahrhundert aus; sie spielte bei der osmanischen Belagerung von 1480 eine wichtige Rolle. Spätere Schäden, Reparaturen und die Nutzung als Leuchtturm veränderten das Bauwerk.
Auf der gegenüberliegenden Mole stehen Windmühlen, in denen Getreide für Stadt und Schiffe verarbeitet wurde. Festung, Molen und Hafenbecken bildeten zusammen eine technische Verteidigungs- und Versorgungsanlage.
Italienische Bauten rahmen den heutigen Hafen
Während der italienischen Herrschaft von 1912 bis 1943 entstand nördlich der Altstadt ein neues Verwaltungszentrum. Markt, Bank, Post, Gerichtsgebäude und der Gouverneurspalast verbinden venezianisierende, orientalistische und rationalistische Formen.
Die Planung schuf breite Straßen und repräsentative Plätze rund um Mandraki. Sie gehört zur kolonialen Geschichte des Dodekanes und darf nicht nur als dekorative Kulisse betrachtet werden. Nach 1947 wurden viele Gebäude von griechischen Behörden weitergenutzt.