Leros – Leros Marina

Liegeplätze, Werft und Versorgung in der Leros Marina

Die Leros Marina liegt am nordöstlichen Ende der tief eingeschnittenen Bucht von Lakki auf einem ehemaligen Bereich der italienischen Wasserflugzeugbasis. Der Betreiber nennt bis zu 220 Wasserliegeplätze an neun Pontons und zusätzliche Außenplätze für Großyachten bis etwa 50 Meter. Länge, Breite und Tiefgang müssen für den konkreten Platz bestätigt werden.

Mooringleinen, Wasser und Strom stehen an den Pontons zur Verfügung. Das eingezäunte Gelände bietet Sicherheitsdienste und technische Infrastruktur; aktuelle Details zu Sanitär mit Toiletten und Duschen, Wäscherei, WLAN, Gastronomie und Parken sind bei der Reservierung zu bestätigen, da die öffentlich zugängliche Übersichtsseite nicht jede Betriebsleistung einzeln beziffert.

Eine Tankstelle beziehungsweise Kraftstoffversorgung wird für die Marina ausgewiesen. Kraftstoffart, Öffnungszeit und Tankposition sind vorab abzustimmen. Hausmüll sowie Altöl, Batterien und Bilgen-, Grau- oder Schwarzwasser gehören an die vom Betrieb benannten Sammel- und Fachannahmen.

Das rund 50.000 Quadratmeter große Gelände besitzt ein Trockenlager für bis zu 600 Boote und eine umfassende Werft. Hebegeräte, Kran, Travelift, Helling, Werkstätten und Winterlager werden angeboten; veröffentlichte Traglasten sind jedoch vor dem Auftrag direkt technisch zu bestätigen. Rumpfform, Breite, Gewicht, Anschlagpunkte und Termin entscheiden über die tatsächliche Durchführbarkeit.

Bitte kontaktieren Sie uns wenn Sie Fragen hinsichtlich der Verfügbarkeit haben!

Anreise und Einkaufen

Lakki auf Leros: italienische Planstadt, Marinestützpunkt und Schauplatz des Zweiten Weltkriegs

Italien baute Portolago als moderne Marinestadt

Während der italienischen Herrschaft über den Dodekanes wurde die geschützte Bucht zum großen Marinestützpunkt ausgebaut. Unter dem Namen Portolago entstand ab den 1920er-Jahren eine geplante Stadt mit breiten Achsen, Wohnbauten, Markt, Schule, Kirche, Kino und Verwaltungsgebäuden.

Architekten wie Rodolfo Petracco und Armando Bernabiti verwendeten rationalistische und futuristisch wirkende Formen. Lakki unterscheidet sich deshalb deutlich von weiß gekalkten kykladischen Dörfern. Die Bauten sind zugleich Zeugnisse einer kolonialen und faschistischen Herrschaft.

Die Schlacht um Leros hinterließ schwere Zerstörungen

Nach dem italienischen Waffenstillstand 1943 verteidigten italienische und britische Truppen die Insel gegen deutsche Angriffe. Wochenlange Luftangriffe und eine Landung im November endeten mit der deutschen Einnahme. Die Kämpfe gehörten zum Dodekanes-Feldzug und kosteten auf mehreren Seiten viele Menschenleben.

Batteriestellungen, Tunnel, Wracks und das Kriegsmuseum in einem ehemaligen Tunnel bewahren Spuren dieser Zeit. Kampfmittel und militärische Anlagen sind keine frei zugänglichen Abenteuerplätze und können besonderen Schutzregeln unterliegen.

Nachkriegsnutzungen gehören zur schwierigen Inselgeschichte

Gebäude der früheren Militärbasis dienten später unter anderem als politische Verbannungsorte und als psychiatrische Anstalt. Internationale Berichte deckten im späten 20. Jahrhundert menschenunwürdige Zustände in der Einrichtung auf und führten zu Reformdruck.

Diese Geschichte steht neben Fischerei, Werften und heutiger Kulturarbeit. Eine Darstellung Lakkis allein als architektonische Kuriosität würde die Zwangs-, Kriegs- und Institutionserfahrungen ausblenden, die viele Gebäude ebenfalls geprägt haben.

Restaurants und Hotels in der Nähe