Kos – Marina Kos

Liegeplätze, Werft und Versorgung in der Kos Marina

Die Kos Marina liegt etwa eine Seemeile südöstlich des Stadthafens. Der Betreiber nennt 265 Liegeplätze an fünf Pontons für Yachten bis 80 Meter sowie zusätzliche Plätze im Mandraki-Hafen. Mooringleinen, Wasser und Strom mit Leistungen bis 400 Ampere stehen an den Stegen bereit. Abmessungen und Tiefgang müssen für den konkreten Platz bestätigt werden.

Das Sanitärangebot umfasst 20 getrennte Toiletten und Duschen sowie Umkleiden. Rezeption, kontrollierter Pontonzugang, Sicherheitsrundgänge, Wäscherei, Supermarkt, Gastronomie, Schiffsausrüster, kostenloser Parkplatz und weitere Dienste befinden sich in der Anlage. Eine Tankstelle versorgt Boote mit Kraftstoff und Schmierstoffen.

Bilgen- und Abwasserpumpen, Altölannahme, Abfall- und Recyclingbehälter werden ausdrücklich genannt. Trotzdem müssen Hausmüll, Altöl, Batterien sowie Bilgen-, Grau- und Schwarzwasser jeweils über die zugewiesene Annahme entsorgt werden; eine normale Mülltonne ersetzt keine technische Fachentsorgung.

Das Trockenlager bietet nach Betreiberangaben rund 150 Plätze. Ein Travelift hebt bis 100 Tonnen, ein hydraulischer Trailer bis 35 Tonnen; Sliprampe, Kran, Werkstätten und zahlreiche Fachbetriebe ergänzen das Angebot. Rumpfform, Breite, Anschlagpunkte, Helling, Termin und Arbeitsumfang benötigen auch innerhalb dieser Grenzwerte eine technische Freigabe.

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Kos-Stadt: Asklepieion, antike Agora und der Wiederaufbau nach 1933

Das Asklepieion war Heiligtum und Ausbildungsort

Auf Terrassen oberhalb der Stadt lag das Heiligtum des Asklepios. Tempel, Behandlungsräume, Bäder und Stützmauern entwickelten sich über mehrere Jahrhunderte. Der Ort verband Religion, Beobachtung und medizinische Praxis, war aber kein Krankenhaus im modernen Sinn.

Hippokrates wurde auf Kos geboren und prägte die spätere medizinische Tradition. Der heute als Baum des Hippokrates bezeichnete Platanenstandort in der Stadt ist symbolisch mit seiner Lehre verbunden; der vorhandene Baum kann nicht aus dem 5. Jahrhundert vor Christus stammen.

Antike und mittelalterliche Monumente liegen im heutigen Stadtgebiet

Nach dem Erdbeben von 1933 wurden große Teile der antiken Agora, römische Häuser und Bäder freigelegt. Am Hafen steht die Johanniterburg Neratzia, die durch eine Brücke mit der Stadt verbunden war und antike Werksteine wiederverwendete.

Diese Anlagen stammen aus unterschiedlichen Epochen. Die offene Stadtarchäologie ist deshalb kein einzelner geschlossener Park, sondern verteilt sich zwischen Straßen, Plätzen und modernen Gebäuden.

Der Wiederaufbau schuf eine geplante moderne Stadt

Das schwere Erdbeben von 1933 zerstörte zahlreiche Häuser. Die italienische Verwaltung, die den Dodekanes seit 1912 kontrollierte, ordnete den Wiederaufbau mit breiten Straßen, getrennten Wohnzonen und öffentlichen Gebäuden in rationalistischen und regionalisierenden Formen.

Rathaus, Markt, Museum und Verwaltungsbauten prägen bis heute die Uferzone. Kos wurde 1947 Teil Griechenlands. Das heutige Stadtbild verbindet daher antike Grabungen, Johanniterfestung, osmanische Bauten und italienische Stadtplanung auf engem Raum.

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