Salivoli – Marina di Salivoli

Liegeplätze und Versorgung in Marina di Salivoli

Marina di Salivoli liegt unmittelbar westlich von Piombino unterhalb der Punta Falcone. Der Betreiber nennt rund 490 Liegeplätze für Boote bis 18 Meter; die mittlere Wassertiefe beträgt etwa drei bis vier Meter. Bei starkem Scirocco kann die Einfahrt schwierig werden. Gastliegeplatz, Abmessungen und aktueller Tiefgang sind über das Hafenbüro oder UKW-Kanal 09 zu bestätigen.

An sämtlichen Stegen gibt es Wasser und Strom. Das in der Liegeplatzleistung enthaltene Wasser ist ausdrücklich kein Trinkwasser; Trinkwasser wird an besonderen Säulen gegen Wertmarke abgegeben. Der Sanitär-Bereich ist rund um die Uhr mit persönlicher Zugangskarte erreichbar. Außen gibt es freie Duschen, warme Duschen im Inneren sind kostenpflichtig.

Die Tankstelle liegt an der Einfahrt unter dem Kontrollturm. Der Betreiber veröffentlicht getrennte Sommer- und Winterzeiten; vor der Anfahrt sind der aktuelle Betrieb und die angebotenen Kraftstoffsorten zu prüfen. Sammelstellen für getrennten Abfall sind vorhanden. Eine allgemein zugängliche Pumpe für Schwarz-, Grau- oder Bilgenwasser sowie die Annahme von Altöl werden auf der Leistungsseite nicht eindeutig zugesagt und müssen angemeldet werden.

Zum Hafen gehören Lager-, Slip-, mechanische und elektrische Reparaturleistungen sowie ein Taucherdienst. Die öffentlich zugänglichen aktuellen Angaben nennen jedoch keine verbindliche Traglast für Kran oder Hebeanlage. Heben und Landlager benötigen deshalb eine technische Zusage mit Termin, Maßen, Gewicht und geprüften Hebepunkten. Private Parkflächen sind nur für autorisierte Kurzaufenthalte vorgesehen; barrierefreie Stellplätze sind ausgewiesen.

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Anreise und Einkaufen

Salivoli und Piombino: Etruskerhafen, Fürstentum und Industriestadt

Populonia verarbeitete Eisen am Meer

Nördlich von Salivoli liegt Populonia, eine der bedeutenden etruskischen Städte und die einzige große etruskische Stadt unmittelbar an der Küste. Erz von Elba wurde über den Golf transportiert und in der Umgebung verhüttet. Schlackenhalden, Gräber und die Akropolis machen diese Verbindung von Bergbau, Seefahrt und Siedlung archäologisch sichtbar.

Der Archäologische Park von Baratti und Populonia umfasst Nekropolen vom 7. bis 5. Jahrhundert vor Christus sowie Reste der Oberstadt. Die heutige Marina ist kein antiker Hafen, liegt aber in derselben seit Jahrtausenden genutzten Küstenlandschaft.

Piombino war ein eigenständiger Kleinstaat

Das mittelalterliche Piombino entwickelte sich aus dem Hafen Falesia und wurde unter der Familie Appiani Zentrum einer Signoria, später eines Fürstentums. Stadtmauern, Rivellino, Torrione und Zitadelle dokumentieren die strategische Lage gegenüber Elba und dem Toskanischen Archipel.

Auch Leonardo da Vinci arbeitete zu Beginn des 16. Jahrhunderts an Entwürfen für die Befestigungen. Die Fonti di Marina im historischen Zentrum erinnern daran, dass Schiffe vor modernen Versorgungsanlagen Frischwasser an städtischen Quellen aufnahmen.

Stahl veränderte Stadt und Küste

Seit dem 19. Jahrhundert wuchs Piombino zu einem Zentrum der Eisen- und Stahlindustrie. Hafenbecken, Bahnanschlüsse, Hochöfen und Arbeiterquartiere veränderten das Stadtbild tiefgreifend. Diese Industriegeschichte steht in direkter Fortsetzung der regionalen Eisenerzverarbeitung, ist technisch und sozial jedoch eine eigene Epoche.

Salivoli entstand als moderner Sportboothafen außerhalb der großen Fähr- und Industrieanlagen. Oberhalb der Marina bewahrt Punta Falcone Reste der Küstenverteidigung und bietet den räumlichen Zusammenhang von Elba, Populonia, Industriestadt und Archipel.

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