Elba – Porto Azurro

Liegeplätze und Versorgung in Porto Azzurro

Die kommunale Marina von Porto Azzurro liegt im geschützten Golf von Mola unmittelbar vor der Piazza Matteotti. Aktuelle Quellen nennen je nach abgegrenztem Betreiberbereich 110 beziehungsweise insgesamt 225 Liegeplätze; die Schwimmstege und Kais werden dabei unterschiedlich gezählt. Wassertiefen reichen ungefähr von 1,8 bis neun Metern. Gastplatz, Länge, Breite und Tiefgang müssen deshalb konkret reserviert werden.

Wasser und Strom stehen an den Stegen bereit. Anschlusswerte und Verbrauch richten sich nach Platz und Boot. Der Sanitär-Bereich umfasst rund um die Uhr zugängliche Toiletten und Duschen. WLAN, Wäscherei, Läden und Gastronomie liegen im Hafen oder unmittelbar im Ort. Die Marina bietet Anlegehilfe über UKW-Kanal 10.

Die Tankstelle liefert Kraftstoff; Sorten und saisonale Öffnungszeiten sind vorab zu bestätigen. Eine Absaugung für Schwarzwasser ist ausdrücklich ausgewiesen. Altöl und Batterien werden gesammelt. Für Grau- und Bilgenwasser sowie andere technische Abfälle gelten getrennte Verfahren, die bei der Anmeldung geklärt werden müssen.

Travelift, Turmkran, Sliprampe und Reparaturbetriebe gehören zur Anlage, doch eine aktuelle maximale Traglast wird in den offiziellen Kurzangaben nicht eindeutig genannt. Jeder Hub benötigt daher Termin, Maße, Gewicht und bestätigte Hebepunkte. Hafenflächen vor der Piazza werden mit Fußgängern, Lieferverkehr und Veranstaltungen geteilt.

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Anreise und Einkaufen

Ansicht von Elba – Porto Azurro
Ansicht von Elba – Porto Azurro. Foto: Wolfgang Sauber / Wikimedia Commons, Lizenz CC BY-SA 3.0.

Porto Azzurro: spanische Festung über dem Golf von Mola

Porto Longone entstand unter spanischer Herrschaft

Der Ort hieß bis 1947 Porto Longone. Über der Bucht ließ Don García de Toledo 1603 die sternförmige Festung San Giacomo errichten. Sie sicherte den spanischen Stato dei Presidi und orientierte sich in ihrer Anlage an der Zitadelle von Antwerpen.

Die Siedlung wuchs unterhalb der Festung. San Giacomo dient heute als Gefängnis und ist nur eingeschränkt zugänglich. Seine fortdauernde Nutzung unterscheidet es von vielen musealisierten Küstenburgen.

Das Heiligtum Montserrat übertrug einen katalanischen Kult

Der spanische Gouverneur José Pons y León stiftete 1606 außerhalb des Orts das Santuario della Madonna di Monserrato. Lage und Verehrung bezogen sich bewusst auf das katalanische Montserrat und die dortige Schwarze Madonna.

Kirche, Festung und ältere Ortsnamen zeigen, wie deutlich die spanische Epoche Ost-Elba prägte. Sie stand neben den mediceischen Besitzungen um Portoferraio und den Herrschaften der Appiani auf anderen Inselteilen.

Der Hafenplatz wurde zum Zentrum des modernen Orts

Piazza Matteotti öffnet sich unmittelbar zum Wasser und verbindet Schwimmstege, Fischerei, Fähren und Ortsleben. Der Name Porto Azzurro sollte nach dem Zweiten Weltkrieg das belastete Bild des Gefängnisorts durch einen maritimen Namen ersetzen.

Tourismus und Sportboote wurden wichtiger, doch die Festung bleibt über dem Hafen präsent. Die Marina ist damit kein isoliertes Resort, sondern in einen Ort eingebettet, dessen Grundriss und Identität aus militärischer Herrschaft und Hafenarbeit entstanden.

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