Garachico – Marina Garachico
Liegeplätze und Hafenservice in Garachico
Der moderne Puerto de Garachico liegt an Teneriffas offener Nordküste, westlich des historischen Ortskerns. Puertos Canarios nennt 194 Liegeplätze und 450 Meter Stege. Trotz des langen Schutzdamms können Wellen aus einem weiten nördlichen Sektor die Anlage beeinflussen. Gastplatz, Bootslänge, Tiefgang und mögliche Betriebsbeschränkungen sind deshalb vor der Ankunft verbindlich zu bestätigen.
Trinkwasser und Strom sind als offizielle Hafendienste ausgewiesen. Anschlussleistung und Verbrauch richten sich nach Platz und Boot. Der Sanitär-Bereich umfasst Toiletten und Duschen. Reinigung, Abfallsammlung und 24-Stunden-Sicherheit gehören zum Angebot. Die Hafenflächen liegen außerhalb des engen Altstadtkerns, doch Wege und Zugänge unterliegen der Hafenordnung.
Eine Tankstelle wird in der aktuellen offiziellen Serviceliste nicht genannt. Kraftstoffsorten, nächster Abgabeort und Betriebszeiten müssen daher vorab geklärt werden. Für Schwarz-, Grau- oder Bilgenwasser sowie Altöl ist ebenfalls keine frei verfügbare feste Pumpe ausgewiesen. Diese Entsorgung muss über Hafen oder einen bestätigten Dienstleister organisiert werden.
Der 1.648 Quadratmeter große Werftbereich besitzt einen Kran bis acht Tonnen, aber keinen offiziell genannten Travelift. Heben und Abstellen eignen sich daher nur für Einheiten innerhalb der bestätigten technischen Grenzen. Mehr als 200 überdachte Parkplätze werden genannt. Bei starkem Seegang oder Hafenmaßnahmen können Zufahrt und Betrieb dennoch eingeschränkt werden.
Bitte kontaktieren Sie uns wenn Sie Fragen hinsichtlich der Verfügbarkeit haben!
Anreise und Einkaufen
Flughäfen in der Nähe
Garachico: Handelshafen unter der Lava von 1706
Der Hafen machte Garachico zum Tor des Inselnordens
Nach der kastilischen Eroberung entwickelte sich Garachico zum wichtigsten Ausfuhrhafen im Norden Teneriffas. Zucker und später Wein gingen von hier nach Europa und Amerika. Kaufleute, Klöster, Lagerhäuser und wohlhabende Wohnhäuser prägten den Ort.
Die offene Küste bot jedoch nur begrenzten natürlichen Schutz. Stürme und Brände trafen die Siedlung wiederholt. Der Wohlstand beruhte deshalb auf einer leistungsfähigen Handelsverbindung, nicht auf einem ideal geschützten Naturhafen.
Der Ausbruch von 1706 begrub das alte Hafenbecken
Am 5. Mai 1706 erreichten Lavaströme des Vulkans Trevejo die Küste. Sie verschütteten große Teile des Hafens und beschädigten Gebäude, ohne den gesamten Ort zu vernichten. Die erstarrte Lava veränderte die Uferlinie dauerhaft.
Garachico verlor danach seine führende Hafenrolle an andere Inselorte. Natürliche Becken wie El Caletón entstanden zwischen den Lavaströmen und gehören heute zu den sichtbarsten Folgen des Ausbruchs. Der moderne Hafen westlich der Stadt ist ein viel späterer Neubau und nicht das wieder freigelegte historische Becken.
Der Wiederaufbau bewahrte einen ungewöhnlich geschlossenen Ortskern
Kirchen, Klöster und Bürgerhäuser wurden nach Katastrophen repariert oder neu errichtet. Die Plaza de la Libertad, das ehemalige Franziskanerkloster und der Castillo de San Miguel bilden ein kompaktes Ensemble. Der kleine Küstenturm überstand den Lavastrom und erinnert an die frühere Hafenverteidigung.
Weil das große Handelswachstum nach 1706 ausblieb, blieb Garachico von späteren Eingriffen teilweise verschont. Das heutige Stadtbild ist daher weder vollständig mittelalterlich noch unverändert, sondern das Ergebnis von Zerstörung, Wiederaufbau und wirtschaftlicher Verlagerung.