Candelaria – Puerto de Candelaria

Liegeplätze und Versorgung im Puerto de Candelaria

Der kleine Puerto de Candelaria liegt unmittelbar am historischen Ortskern und ist vom südlich anschließenden Puerto Deportivo La Galera zu unterscheiden. Er dient vor allem örtlicher Fischerei und kleinen Booten. Eine aktuelle öffentliche Hafenkarte mit regulären Gastplätzen, maximaler Länge und verlässlichen Tiefen ist nicht verfügbar. Ein Liegeplatz für ein fremdes Sportboot darf deshalb nicht vorausgesetzt werden.

Ob Wasser und Strom an einem konkret zugewiesenen Platz verfügbar sind, muss bei der örtlichen Hafenverwaltung bestätigt werden. Auch ein öffentlich zugänglicher Sanitär-Bereich mit Toiletten und Duschen ist nicht als aktueller Hafenservice dokumentiert. Stadtversorgung, Gastronomie und Geschäfte liegen in Gehweite, ersetzen aber keine zugesicherte Marina-Infrastruktur.

Eine Tankstelle im Hafenbecken ist nicht eindeutig ausgewiesen. Kraftstoffart, nächster Abgabeort und sichere Betankung müssen daher vorab geklärt werden. Dasselbe gilt für eine Pumpe für Schwarz-, Grau- oder Bilgenwasser sowie für Altöl und technischen Abfall. Entsorgung darf nur über bestätigte Einrichtungen erfolgen.

Travelift, Kran, Landlager und Reparaturwerft sind für diesen alten Hafen nicht belastbar dokumentiert. Solche Leistungen können im nahen La Galera angeboten werden, gehören aber nicht automatisch zum Puerto de Candelaria. Parken ist im dichten Wallfahrts- und Ortszentrum begrenzt und kann während Prozessionen und Festtagen stark eingeschränkt sein.

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Anreise und Einkaufen

Candelaria: Wallfahrtsort an einer alten Anlandestelle

Die Küste war schon vor der kastilischen Eroberung ein heiliger Ort

Nach der Überlieferung fanden Guanchen eine Marienfigur an der Küste, noch bevor Teneriffa im späten 15. Jahrhundert erobert wurde. Die Figur wurde mit der indigenen Welt verbunden und später als Virgen de Candelaria in den katholischen Kult aufgenommen. Diese Geschichte ist von Missionierung und kolonialer Umdeutung nicht zu trennen.

Neun große Bronzefiguren auf dem Platz erinnern heute an die Menceyes, die Herrscher der vorspanischen Teilgebiete Teneriffas. Sie stehen nicht als zeitgenössische Dokumente, sondern als moderne Darstellung einer Gesellschaft, deren politische Ordnung durch die Eroberung zerstört wurde.

Basílica und Dominikanerkloster prägen den Wallfahrtsplatz

Die heutige Basilika wurde 1959 geweiht, nachdem ältere Kirchen durch Feuer und Sturm beschädigt oder zerstört worden waren. Sie ist damit jünger, als ihre monumentale Erscheinung vermuten lässt. Das benachbarte Dominikanerkloster betreut den Kult um die Schutzpatronin der Kanaren.

Zu den Festtagen im Februar und besonders im August kommen Pilger aus vielen Teilen der Insel. Prozessionen, Verkehrslenkung und große Menschenmengen verändern dann den gesamten Uferbereich einschließlich der Zufahrt zum alten Hafen.

Cabotage und Fischerei nutzten den Puerto del Pocillo

Bevor Straßen den Güterverkehr übernahmen, war Küstenschifffahrt für Candelaria wichtig. Über den kleinen Hafen wurden lokale Erzeugnisse und Versorgungsgüter bewegt. Im 19. Jahrhundert verlor dieser Cabotageverkehr an Bedeutung; Fischerei und örtliche Boote blieben.

Der heutige Puerto de Candelaria ist deshalb weder der historische Hafen in unveränderter Form noch eine voll ausgebaute Marina. Zusammen mit dem später entstandenen La Galera zeigt er zwei verschiedene Antworten auf denselben Küstenstandort: einen lokalen Arbeits- und Anlandeplatz sowie eine separate Sportbootanlage.

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