Puerto del Carmen

Liegeplätze und Hafenservice in Puerto del Carmen

Der Hafen von Puerto del Carmen liegt im alten Ortsteil La Tiñosa und vereint Fischerei, Ausflugsboote und Sportliegeplätze. Puertos Canarios nennt für die gesamte Anlage 247 Plätze; die aktuelle Insel-Tourismusseite beschreibt 117 Sportbootplätze bis 26 Meter und etwa 1,5 Meter Tiefe bei Niedrigwasser. Diese unterschiedlichen Bezugsgrößen dürfen nicht vermischt werden. Gastplatz und Tiefgang sind verbindlich zu bestätigen.

Trinkwasser und Strom gehören zur offiziellen Ausstattung. Anschlussleistung und Verbrauch richten sich nach dem zugeteilten Platz. Der Sanitär-Bereich mit Toiletten und Duschen ist ausdrücklich ausgewiesen. Supermarkt, Restaurants, Café, Reinigung und 24-Stunden-Sicherheitsdienst befinden sich im Hafen oder direkt darüber im alten Ortskern.

Eine Tankstelle ist als Hafendienst dokumentiert. Kraftstoffsorten, Bedienzeiten und Zufahrt müssen aktuell erfragt werden. Abfallsammlung ist bestätigt; für Schwarz-, Grau- oder Bilgenwasser, Altöl und technische Abfälle wird auf der öffentlichen Übersicht keine eindeutig bezeichnete feste Pumpe genannt. Diese Entsorgung darf nur nach Abstimmung erfolgen.

Der 1.512 Quadratmeter große Werftbereich besitzt Kran und Travelift, veröffentlicht jedoch keine aktuelle Traglast. Jeder Hub benötigt daher eine individuelle Termin-, Gewichts- und Maßbestätigung. Parkplätze sind vorhanden, aber durch Altstadt-, Restaurant- und Ausflugsverkehr stark nachgefragt. Die Arbeitsflächen der örtlichen Fischervereinigung La Tiñosa müssen frei bleiben.

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La Tiñosa: vom Fischerhafen zum Puerto del Carmen

La Tiñosa ist der historische Kern des heutigen Ferienorts

Bevor der Name Puerto del Carmen gebräuchlich wurde, hieß die kleine Hafensiedlung La Tiñosa. Fischerboote nutzten die geschützte Bucht, und die Häuser standen dicht über dem Ufer. Der alte Name lebt in der Fischervereinigung und in örtlichen Bezeichnungen weiter.

Das Hafenbecken blieb deshalb auch nach dem Tourismusboom ein Arbeitsort. Netze, Ausflugsboote und Sportliegeplätze teilen sich die knappen Flächen. Die Plaza del Varadero oberhalb des Beckens bildet heute den Übergang zwischen altem Kern und neuer Promenade.

Die Küste liegt vor Lanzarotes großem Vulkanfeld

Das Gemeindegebiet Tías reicht vom Meer in Richtung der Vulkanlandschaft um La Geria. Die Timanfaya-Eruptionen von 1730 bis 1736 bedeckten weite Flächen mit Lava und Asche. Orte, Felder und Wege verschwanden, während neue Anbauformen auf der porösen Lapillischicht entstanden.

Reben werden dort in Mulden gesetzt und mit niedrigen Steinmauern gegen Wind geschützt. Diese Kulturlandschaft prägt das Hinterland von Puerto del Carmen, obwohl die breite Küstenbebauung den geologischen Zusammenhang vom Hafen aus leicht verdeckt.

Der Massentourismus begann an der Gemeindegrenze

Mit Flughafen, Charterverkehr und neuen Straßen entstanden seit den 1960er Jahren Hotels und Apartmentanlagen entlang der Strände. Puerto del Carmen wurde zum ersten großen Ferienzentrum Lanzarotes und wuchs weit über La Tiñosa hinaus.

Die langgestreckte Avenida de las Playas gehört zu dieser modernen Ausbauphase. Der alte Hafen blieb dagegen räumlich kompakt und besitzt eine andere Entstehungsgeschichte. Gerade der Gegensatz zwischen kleinem Fischerbecken und kilometerlanger Ferienfront macht den Wandel der Inselwirtschaft sichtbar.

Restaurants und Hotels in der Nähe