Playa Blanca (Lanzarote) – Muelle de Playa Blanca
Liegeplätze und Werftservice im Puerto de Playa Blanca
Der Puerto de Playa Blanca ist der kommunale Fähr-, Fischerei- und Sportboothafen westlich der Marina Rubicón. Puertos Canarios nennt 144 Liegeplätze, 172 Meter Stege und einen mittleren Tiefgang von fünf Metern an der Kailinie. Fähren nach Fuerteventura und Arbeitsboote bestimmen die Manöver im Becken. Ein Gastplatz muss direkt bei der Hafenverwaltung bestätigt werden.
Trinkwasser und Strom sind als Hafendienste ausgewiesen; Leistung und Anschluss hängen vom zugeteilten Platz ab. Der Sanitär-Bereich wird in der aktuellen offiziellen Serviceliste nicht ausdrücklich beschrieben. Toiletten, Duschen, Zugang und Öffnungszeiten müssen deshalb vorab erfragt werden. Reinigung, Abfallsammlung, Gastronomie, Reisebüros und 24-Stunden-Sicherheit sind dokumentiert.
Die Tankstelle ist nach offizieller Angabe ausschließlich der Fischerei vorbehalten. Sportboote dürfen dort keine Abgabe voraussetzen und müssen ihren Kraftstoffbezug vor der Ankunft klären. Eine feste Pumpe für Schwarz-, Grau- oder Bilgenwasser sowie die Annahme von Altöl werden nicht eindeutig aufgeführt; diese Entsorgung ist mit Hafen oder Werft abzustimmen.
Der 1.788 Quadratmeter große Werftbereich besitzt zwei Travelifts mit jeweils bis zu 60 Tonnen Traglast. Heben, Abstellen und Reparaturen benötigen Termin, bestätigte Maße und Hebepunkte. Parkplätze sind vorhanden, werden aber von Fährgästen, Fischerei und Hafenbetrieben gemeinsam genutzt. Die Terminalzufahrt und Rangierflächen bleiben jederzeit frei.
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Playa Blanca: Fischerkern, Fährhafen und Blick auf den Rubicón
Die Siedlung wuchs an einer hellen Küstenbucht
Playa Blanca bezeichnete ursprünglich einen kleinen Fischerplatz an der trockenen Südküste Lanzarotes. Die helle Strandbucht gab dem Ort seinen Namen. Häuser und Boote konzentrierten sich nahe der Landestelle, während die weite Ebene bis Yaiza nur dünn besiedelt war.
Die Fischerei blieb im alten Hafen sichtbar, auch als der Ort stark wuchs. Sie erklärt, weshalb der heutige Puerto de Playa Blanca nicht nur Fährterminal und Sportbootbecken ist, sondern weiterhin reservierte Arbeits- und Versorgungsflächen besitzt.
Die Bocayna verbindet Lanzarote mit Fuerteventura
Zwischen Playa Blanca und Corralejo liegt die schmale Meerenge La Bocayna. Regelmäßige Fähren machten diese kurze Route zu einer wichtigen Verbindung im östlichen Kanarenarchipel. Der Hafen ist deshalb stärker vom Linienverkehr geprägt als die nahe, ausschließlich touristisch geplante Marina Rubicón.
Am östlichen Rand des Orts erinnert der Castillo de las Coloradas an frühere Gefahren derselben Meerenge. Der kleine Wehrturm sollte vor Piratenangriffen warnen und die Küste überwachen; seine heutige Gestalt stammt überwiegend aus dem 18. Jahrhundert.
Der Rubicón bewahrt Spuren der Eroberung von 1402
Weiter östlich bei Papagayo lag San Marcial del Rubicón, der erste europäische Stützpunkt der normannisch-kastilischen Eroberer auf den Kanaren. Brunnen, Kirchenreste und archäologische Befunde dokumentieren Kolonisierung und Missionierung ebenso wie den Konflikt mit den indigenen Majos.
Der moderne Ferienort dehnte sich seit dem späten 20. Jahrhundert weit entlang der Küste aus. Alter Fischerhafen, Fährbecken, Marina und Eroberungsplatz gehören dennoch zu verschiedenen Zeiten und Funktionen. Diese Trennung verhindert, dass die gesamte Uferzone fälschlich als ein historisch gewachsener Hafen erscheint.