Morro Jable (Fuerteventura) – Puerto Morro Jable

Liegeplätze und Werftservice im Puerto de Morro Jable

Der Puerto de Morro Jable ist Fähr-, Fischerei- und Sportboothafen an der Südspitze Fuerteventuras. Puertos Canarios nennt 188 Liegeplätze, 400 Meter Stege und einen mittleren Tiefgang von neun Metern an den großen Kailinien. Dieser Wert gilt nicht automatisch für jeden Sportbootplatz. Fähren nach Gran Canaria, Fischerei und Ausflugsverkehr haben feste Bereiche; Gastplätze müssen bestätigt werden.

Trinkwasser und Strom sind als offizielle Hafendienste ausgewiesen. Anschlussleistung und Verbrauch richten sich nach dem zugeteilten Platz. Der Sanitär-Bereich wird in der aktuellen Kurzliste nicht detailliert genannt; Toiletten, Duschen, Zugang und Öffnungszeiten müssen beim Hafenbüro erfragt werden. Gastronomie, Autovermietung, 24-Stunden-Sicherheitsdienst und Abfallsammlung sind dokumentiert.

Eine Tankstelle gehört zur Hafenanlage. Kraftstoffsorten, Bedienzeiten und die sichere Zufahrt zwischen Fähr- und Arbeitsverkehr sind vorab zu klären. Eine feste Pumpe für Schwarz-, Grau- oder Bilgenwasser wird auf der öffentlichen Serviceseite nicht ausdrücklich ausgewiesen. Auch die Annahme von Altöl und technischen Abfällen muss deshalb angemeldet werden.

Der 5.211 Quadratmeter große Werftbereich besitzt Kran und Travelift bis 70 Tonnen. Heben, Reparatur und Landlager sind terminpflichtig; Maße, Gewicht und Hebepunkte werden vor jedem Vorgang geprüft. 150 Parkplätze sind offiziell genannt, stehen jedoch Hafen-, Fähr- und Werftnutzern gemeinsam zur Verfügung. Die Verkehrsflächen vor den Terminals müssen frei bleiben.

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Anreise und Einkaufen

Ansicht von Morro Jable (Fuerteventura) – Puerto Morro Jable
Ansicht von Morro Jable (Fuerteventura) – Puerto Morro Jable. Foto: Tony Hisgett from Birmingham, UK / Wikimedia Commons, Lizenz CC BY 2.0.

Morro Jable: Fischerort am Rand der Halbinsel Jandía

Jandía war lange vom übrigen Fuerteventura getrennt

Die Halbinsel Jandía ist durch den schmalen Istmo de La Pared mit dem Inselkörper verbunden. Berge, Trockenheit und schlechte Wege hielten ihren Süden lange abgelegen. Morro Jable entwickelte sich als kleiner Fischerort an einer vergleichsweise geschützten Küstenstelle.

Fischfang und Viehhaltung bestimmten den Alltag, während Versorgung und Absatz über See einfacher sein konnten als über Land. Die heutige Fischervereinigung und der Erstverkaufspunkt im Hafen bewahren diese wirtschaftliche Schicht neben Fähr- und Ausflugsbetrieb.

Die Salzwiesen von Jandía bilden ein seltenes Küstenbiotop

Östlich des Orts liegt der Saladar de Jandía hinter dem langen Strand. Meerwasser, Sand und zeitweilige Überflutung schaffen dort Bedingungen, die nur salztolerante Pflanzen ertragen. Das Gebiet ist kein gewöhnlicher trockener Brachstreifen, sondern ein geschütztes Feuchtgebiet.

Tourismusbauten, Straßen und Strandnutzung grenzen unmittelbar daran. Stege und markierte Wege sollen die empfindliche Vegetation vor Tritt und Fahrzeugen schützen. Das Biotop zeigt, wie eng Naturraum und dichter Ferienort inzwischen nebeneinanderliegen.

Leuchtturm, Hafen und Hotels veränderten den Maßstab

Seit den 1960er und 1970er Jahren wuchsen Morro Jable und das benachbarte Solana Matorral zu einem großen Urlaubszentrum. Der moderne Leuchtturm am Strand wurde erst in den 1990er Jahren errichtet und ist daher kein historischer Küstenwachturm, sondern ein Navigationsbau der jüngsten Ausbauphase.

Der Fährhafen schuf eine direkte Verbindung nach Gran Canaria und übernahm zugleich Flächen für Fischerei, Werft und Sportboote. Der Ort besteht deshalb aus deutlich unterschiedlichen Teilen: altem Fischerkern, Arbeitshafen, Strandlandschaft und planmäßig erweiterten Ferienquartieren.

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