Lanzarote – Marina Rubicon
Liegeplätze und Werftservice in der Marina Rubicón
Marina Rubicón liegt östlich von Playa Blanca an Lanzarotes Südküste und wurde 2003 eröffnet. Der Betreiber veröffentlicht Preise nach Platzgrößen, aber auf der aktuellen Übersichtsseite keine verlässliche Gesamtzahl aller Liegeplätze. Angaben aus älteren Verzeichnissen können Umbauten und unterschiedliche Zählweisen enthalten. Freier Platz, zulässige Länge, Breite und Tiefgang müssen deshalb direkt reserviert werden.
Wasser und Strom gehören zur Ausstattung der Liegeplätze; verfügbare Spannung und Absicherung richten sich nach Platz und Boot. Der Sanitär-Bereich umfasst Toiletten und Duschen für Marinanutzer. WLAN, Wäscherei, nautische Betriebe, Gastronomie und Geschäfte liegen in der Anlage. Zugang, Öffnungszeiten und einzelne Leistungen werden bei der Anmeldung erklärt.
Eine Tankstelle mit Kraftstoffabgabe befindet sich in der Marina. Aktuelle Sorten, Betriebszeiten und Zufahrt sind vorab zu bestätigen. Für Altöl, Batterien und technischen Abfall bestehen geregelte Sammelwege. Eine frei nutzbare feste Pumpe für Schwarz-, Grau- oder Bilgenwasser ist in der öffentlichen Kurzbeschreibung nicht eindeutig ausgewiesen und muss beim Hafenbüro angefragt werden.
Die Werft bietet Heben, Landlager und Reparaturbetriebe; öffentlich auffindbare Angaben zur maximalen Travelift-Traglast sind jedoch nicht auf allen aktuellen Betreiberseiten konsistent. Maßgeblich ist daher die schriftliche Bestätigung für das konkrete Boot. Maße, Gewicht und Hebepunkte müssen vor dem Termin geprüft werden. Parkplätze sind im Marina-Village vorhanden, können zu Markt- und Veranstaltungszeiten stark beansprucht sein.
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Rubicón und Playa Blanca: Eroberungsplatz, Wachturm und junge Ferienküste
Rubicón war Ausgangspunkt der europäischen Eroberung
Nahe der heutigen Südküste errichteten Jean de Béthencourt und Gadifer de La Salle 1402 die Siedlung San Marcial del Rubicón. Von dort begann die normannisch-kastilische Eroberung Lanzarotes. Kirche, Brunnen und einfache Befestigungen machten den Platz für kurze Zeit zum ersten europäischen Herrschaftszentrum der Kanaren.
Archäologische Reste liegen östlich von Playa Blanca bei den Papagayo-Stränden. Der Name Rubicón bezeichnet deshalb nicht nur die moderne Marina, sondern einen Ort mit unmittelbarer Verbindung zu Kolonisierung, Mission und gewaltsamer Unterwerfung der indigenen Majos.
Der Castillo de las Coloradas überwachte die Meerenge
Der Küstenabschnitt blieb durch Piratenangriffe gefährdet. Ein Wehrturm bei Las Coloradas wurde mehrfach zerstört und wiederaufgebaut; die heutige Form des Castillo de San Marcial de Rubicón stammt im Wesentlichen aus dem 18. Jahrhundert. Von dort ließ sich die Bocayna-Meerenge nach Fuerteventura kontrollieren.
Der kleine Turm war Teil eines weitmaschigen Warn- und Verteidigungssystems, kein Schutz für eine große Hafenstadt. Er steht heute zwischen Ferienbebauung und Marina und macht den Maßstabssprung der jüngsten Küstenentwicklung sichtbar.
Playa Blanca wandelte sich vom Fischerort zum Resort
Das ältere Playa Blanca war eine kleine Siedlung im trockenen Süden der Gemeinde Yaiza. Erst Straßenbau, Fährverbindung nach Fuerteventura und Ferienanlagen ließen den Ort stark wachsen. Marina Rubicón kam 2003 als eigenständiges Sport-, Geschäfts- und Freizeitquartier hinzu.
Östlich davon blieb das Naturmonument Los Ajaches mit vulkanischen Höhenzügen und den Papagayo-Buchten weitgehend unbebaut. Die heutige Küste zeigt daher drei Schichten nebeneinander: archäologischen Eroberungsplatz, historischen Wachturm und planmäßige Tourismusstadt.