Puerto de Mogan
Liegeplätze und Werftservice im Puerto de Mogán
Puerto de Mogán verbindet einen Fischereibereich mit einer geschützten Marina im Südwesten Gran Canarias. Die kommunale Tourismusseite nennt 216 Sportbootliegeplätze: 36 Plätze an festen Kais für Boote bis 45 Meter und 180 Plätze an vier Schwimmstegen für Einheiten bis 20 Meter. Verfügbarkeit, zulässiger Tiefgang und Platzmaße müssen vor der Ankunft bestätigt werden. Die Marina arbeitet auf UKW-Kanal 12.
Wasser und Strom sowie ein Fernsehanschluss sind an jedem Liegeplatz dokumentiert. Der Sanitär-Bereich umfasst über die Marina verteilte Toiletten und Duschen. WLAN, Wäscherei, Supermarkt, nautischer Bedarf und medizinische Versorgung ergänzen das Angebot. Eine private Bewachung ist rund um die Uhr vorgesehen; Zugang und konkrete Leistungen richten sich nach der Anmeldung beim Hafenbüro.
Die Tankstelle im Hafen liefert Benzin und Diesel. Öffnungszeiten und Zufahrt sind aktuell zu bestätigen, weil sich Arbeitsabläufe von Fischerei und Marina überschneiden. Eine Annahme für Altöl ist ausdrücklich ausgewiesen. Für Schwarz-, Grau- oder Bilgenwasser veröffentlicht der Betreiber dagegen keine eindeutig bezeichnete feste Pumpe; diese Entsorgung muss deshalb vorab mit der Marina vereinbart werden.
Der Werftbereich besitzt einen Travelift bis 70 Tonnen, einen Kran bis 2,5 Tonnen und eine von der örtlichen Fischervereinigung verwaltete Rampe. Heben, Abstellen und Reparaturen sind terminpflichtig; Maße, Gewicht und Hebepunkte werden individuell geprüft. Parkplätze sind als Hafendienst genannt, doch im dicht bebauten Hafenviertel ist eine jederzeit freie Fläche nicht garantiert.
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Puerto de Mogán: Schluchtlandschaft, Fischerei und ein geplanter Hafenort
Das Barranco de Mogán verband Küste und Inselinneres
Puerto de Mogán liegt an der Mündung einer tief eingeschnittenen Schlucht. Vor dem modernen Ausbau bestimmten Wasserknappheit, Terrassenfelder und die Wege ins Bergland den Alltag. In höheren Lagen wurden Getreide, Früchte und später Tomaten angebaut; an der Küste ergänzten Fischfang und kleiner Warenverkehr die Landwirtschaft.
Archäologische Fundplätze im Gemeindegebiet belegen eine lange vorspanische Besiedlung. Höhlen, Speicher und Bestattungsplätze liegen nicht nur an der Küste, sondern auch in den geschützten Seitentälern. Sie zeigen, dass die scheinbar karge Landschaft durch genaue Kenntnis von Wasser, Boden und Höhenstufen genutzt wurde.
Der Fischereihafen ging der heutigen Marina voraus
Das ältere Puerto de Mogán war ein kleiner Arbeits- und Fischerhafen. Boote wurden an der geschützten Mündung angelandet, bevor Straßen die entlegene Südwestküste zuverlässig mit den größeren Inselorten verbanden. Die Fischervereinigung ist weiterhin im Hafen präsent und verwaltet unter anderem die Sliprampe.
Fischerei, Ausflugsverkehr und Sportboote teilen sich heute dasselbe Hafenbecken, aber nicht dieselben Flächen. Diese funktionale Trennung erklärt den Aufbau besser als das verbreitete Bild eines ausschließlich dekorativen Ferienhafens.
Kanäle und Brücken gehören zu einer jungen Planung
Die Marina und das unmittelbar anschließende Viertel entstanden als zusammenhängendes Tourismusprojekt. Niedrige Häuser, begrünte Gassen, Brücken und kurze Wasserkanäle wurden bewusst gestaltet; sie sind kein über Jahrhunderte gewachsener venezianischer Stadtgrundriss. Der oft verwendete Beiname verdeckt deshalb die junge Entstehung des Ensembles.
Der Ausbau gehört zur grundlegenden Veränderung der Südküste seit den 1960er Jahren. Neue Straßen, künstlich geschützte Strände und Ferienanlagen machten abgelegene Schluchten zu internationalen Reisezielen. Puerto de Mogán bewahrt dabei mit Fischereibereich und Werft noch sichtbare Arbeitsfunktionen neben der touristischen Kulisse.